«Policy Brief» der Corona-Taskforce: Verwirrung um Ansteckungshäufigkeit von Kindern

schulzimmer_Huerlimann.jpg
Symbolbild (Archiv Hürlimann AZ)

Die erste Studie von Corona-Immunitas «Ciao Corona» erschien Ende September und zeigte: Kinder haben gleich häufig Antikörper gegen das SARS-CoV-2 entwickelt, wie die jeweilige erwachsene Bevölkerung, in der sie leben. Die grosse Studie aus Zürich deckt sich darin auch mit Laborresultaten aus Genf.

Dennoch hiess es im «Policy Brief», den die Corona-Taskforce letzte Woche zu den Kindern publizierte: «Bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Kinder unter 12 Jahren ein geringeres Risiko haben als Erwachsene, SARS-CoV-2 zu übertragen oder sich damit anzustecken, und weniger virulente Symptome entwickeln.»

Wie kann es sein, dass Kinder gleich oft Antikörper haben wie Erwachsene, sich aber weniger oft damit angesteckt haben?

Laut Marcel Tanner, Mitglied der Taskforce gibt es ein Szenario, in dem vermutlich Antikörper entwickelt werden, das Virus sich im Körper aber nicht ausbreiten kann: Nämlich dann, wenn die Coronaviren bereits auf der Schleimhaut abgewehrt würden. Dadurch würden als Immunantwort wohl ebenfalls Antikörper gebildet, es handle sich dann aber nicht um eine Infektion. «Das kennt man von anderen Infektionskrankheiten, beim Coronavirus wurde dies noch nicht bestätigt», sagt Tanner. Ausserdem scheinen Kinder auch weniger der für die Infektion nötigen Rezeptoren an ihren Zellen zu haben.

Wahrscheinlicher ist aber, dass sich die Kinder häufig schon infizieren ­– dies aber in der Familie, wo sie in engem Kontakt mit den Eltern sind und die Möglichkeiten einer Infektion höher sind als im Schulumfeld.

Der Policy-Brief zu Kindern verspätete sich

Dass er mit der aktuelle Formulierung nicht ganz zufrieden ist, daraus macht Tanner keinen Hehl: «Der Childrens-Policy-Brief wurde schon vor einem Monat fertig gestellt und durchlief dann einen breiten Konsultationsprozess.»

Nun würden aber alle Fragen zu Kindern und Corona bis im Januar komplett überarbeitet unter Einbezug aller neusten Studien, national wie internationalen. «Es ist uns wichtig, dass die Leute keine falschen Schlüsse ziehen», so Tanner. Die Hauptaussage ändere sich nicht und sei mit der gestern veröffentlichten zweiten Studie von «Ciao Corona» untermauert worden: An Primarschulen komme es überraschend selten zu Ansteckungshäufungen.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 02.01.2021 12:31
Verlauf:
Bis Ende Mai 2021 harter Lockdown.
Dann Lockdown Light.
Ab Oktober 2021 wieder harter Lockdown.
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Blum Innenausbau AG
Schreinermonteur, Mitarbeiter, Dagmersellen
Metzgerei Kreienbühl AG
Verkäuferin/Koch/Fleischfachfrau Veredelung, Mitarbeiter, Reiden
Treuhand intax ag
Buchhalter(in) 10-40%, Mitarbeiter, Aarau
SL Keramik GmbH
Plattenleger, Mitarbeiter, Muhen
R. Steiner AG
Plattenleger EFZ, Mitarbeiter, Oberkulm
Chocolats Kaufmann
Verkaufspersönlichkeit 60-80%, Mitarbeiter, Buchs
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner