Fünf Gründe für den Aufschwung des EHC Olten

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Hat sich nach schwachem Saisonstart gesteigert – wie die ganze Mannschaft: EHCO-Verteidiger Philipp Rytz. (Bild: Lindt/Freshfocus)

Mitte Dezember blies man im EHCO-Land Trübsal. Nach zwei niederschmetternden Auswärtsniederlagen in Kloten (0:6) und Visp (1:4) musste man sich die Frage stellen, ob diese Mannschaft wirklichen zu den besten Teams der Swiss League gezählt werden darf. Nun: Sie strafte in der Folge ihre Kritiker Lügen und bewies zuletzt beim 5:1-Sieg gegen Leader Kloten, wozu sie in der Lage ist, wenn alle Spieler ihren Job erledigen.

Die Leader

EHCO-Headcoach Fredrik Söderström wird nicht müde zu betonen, dass in engen Partien und kritischen Situationen die designierten Leader das Heft in die Hand nehmen und mit gutem Beispiel voran müssen. Diese Rolle haben sie im vergangenen Monat erfüllt. Allen voran Garry Nunn, der in den letzten 13 Spielen ebenso oft ins gegnerische Tor getroffen hat. Oder Jewgeni Schirjajew, der in derselben Zeitspanne mit jeweils acht Toren und acht Assists in der Offensive viel Dynamik zeigte. Auch Spieler wie Leonardo Fuhrer oder Silvan Wyss machten einen Schritt nach vorne.

Die Verteidiger

Die zu Saisonbeginn oft arg kritisierte Defensiv-Fraktion hat sich stark verbessert. Einerseits wirkt die Mannschaft unter der Führung der beiden Routiniers Philipp Rytz und Simon Lüthi, die auch im Powerplay ihren Beitrag leisten, bei der Verteidigungsarbeit generell sicherer (wenn auch nicht immer sattelfest). Am auffälligsten ist jedoch, wie stark der offensive Input der Verteidiger gestiegen ist. Nach 17 Spielen standen 19-Verteidiger-Skorerpunkte zu Buche. In den letzten zwölf Partien sammelten die Backs sage und schreibe deren 29 Zähler!

Die Special Teams

Das Unterzahlspiel war nie das Problem der Oltner und konnte auf hohem Niveau stabilisiert werden. Klar besser wurde dafür das Powerplay, das Mitte Dezember mit einer Erfolgsquote von 13,4 Prozent noch fast das schlechteste der Liga war. Inzwischen ist man diesbezüglich auf 17,8 Prozent (Platz 7) angekommen. Da hat’s immer noch Luft nach oben.

Die Mentalität

Generell tritt der EHC Olten inzwischen als geschlossene Einheit auf. Vor allem erreicht man fast immer den erwünschten Intensitätslevel und macht den Gegnern das Leben schwer. Das einzige Problem: Aufwand und Ertrag stimmen bisweilen nicht überein, weil im entscheidenden Moment die Qualität in den Aktionen fehlt.

Das Trainerteam

Headcoach Fredrik Söderström und sein Assistent Marc Grieder gerieten angesichts der ausbleibenden Fortschritte im Dezember in die Kritik. Sie liessen sich davon nicht beirren, sondern nahmen die nötigen Systemkorrekturen vor. Und ganz wichtig: Sie verloren nie das Vertrauen in die Spieler und den Glauben an das Potenzial der Mannschaft. Gelingt es ihnen, das hohe Niveau zu stabilisieren?

Gegen Visp an die Kloten-Leistung anknüpfen

Der EHC Olten trifft heute Abend (19.45 Uhr) im Kleinholz auf den EHC Visp. Gegen die Oberwalliser ist die Mannschaft von Headcoach Fredrik Söderström in der Favoritenrolle. Erst recht nach dem Gala-Auftritt beim 5:1 gegen Leader Kloten am vergangenen Samstag. Die Visper sind in dieser Saison immer noch nicht in Schwung gekommen. Als vermeintlicher Transfersieger mit hohen Erwartungen gestartet, kommen die Walliser kaum vom Fleck. Inzwischen hat man mit dem Finnen Rasmus Tirronen sogar einen ausländischen Goalie verpflichtet. Torhüterprobleme kannte man beim EHCO bisher nicht. Sowohl Simon Rytz als auch Silas Matthys zeigten exzellente Leistungen. Nun hat sich allerdings Rytz am Daumen verletzt, wobei noch unklar ist, ob und wie lange der Routinier ausfällt. Bruder Philipp Rytz fehlte im Dienstagstraining ebenso. Aber er wurde, nach dem er gegen Kloten vom Puck am Fuss getroffen wurde, nur geschont.

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