Von wegen Rekordwinter! Der Winter kann noch deutlich mehr

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Der Bottenwiler Pöstler trotzte dem Schnee. Bild: Martin Zürcher

«Leise rieselt der Schnee ...» – was als Kinderlied romantisch klingt, wird für unsere High-Tech-Gesellschaft Jahrfür Jahr zur noch grösseren logistischen Herausforderung. Von einem Jahrhundert-Schneefall sprachen am Freitag verschiedene Verkehrsbetriebe – unter ihnen jene der Stadt Zürich, welche den öffentlichen Verkehr gänzlich einstellen mussten.

Die Post spricht von einem «Flockdown»

Ausnahmezustand auch bei der Post. Sie, die einst problemlos Alpentäler belieferte, musste in einigen Gemeinden im Ostaargau kapitulieren. Gab es so was je? Die Post begründet den Ausfall der Zustellung mit ihren klimafreundlichen, aber offenbar nicht wintertauglichen Elektrodreirädern. «Die Schnee- und Verkehrssituation ist schlicht zu gefährlich für die Dreirad-Elektroroller», sagte die Medienstelle und sprach von einem «Flockdown».

Eine Nacht in der Zivilschutzanlage

Wirklich eiskalt erwischten intensive Schneefälle am 4. März 2005 – einem ​Samstag – Hunderte von Automobilistinnen und Automobilisten im Mittelland. «Ab ungefähr sechs Uhr abends ging nichts mehr», zitierte das Zofinger Tagblatt in seiner nachfolgenden Montagausgabe die Polizei.

Auf der A1 in Richtung Bern hatten sich zeitweise bis zu 70 Lastwagen quergestellt und die Autobahn komplett blockiert. Selbst für die Polizei und die Unterhaltsmannschaften habe es kein Durchkommen mehr gegeben. Polizei, Feuerwehren und Leute des Strassenunterhalts begannen in Handarbeit Fahrzeuge freizuschaufeln, was laut Zeitungsbericht die ganze Nacht gedauert habe.

Wer konnte, verliess die Autobahn und sucht seinen Weg über die Hauptstrassen. Weil jedoch in der Nacht 40 und mehr Strassen gesperrt werden mussten, hätten sich viele Automobilisten, darunter zahlreiche Ausländer auf dem Heimweg aus den Winterferien, nicht mehr zurechtgefunden – und seien mit ihren Autos liegen geblieben, sagte der Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau damals.

Den Gestrandeten blieb nichts anders übrig, als sich ein Nachtquartier zu suchen. Doch die Hotels nahe den Autobahnen waren rasch ausgebucht, weshalb Notunterkünfte eingerichtet wurden – 120 Leute verbrachten so die Nacht in der Zivilschutzanlage von Rothrist.

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