Der EHC Olten kommt mit einem blauen Auge davon

picture-2117831475-accessid-75239992.jpg
Verteidiger Simon Lüthi trifft mit dem 22. Penalty zum Sieg. (Bild: freshfocus/Marc Schumacher)

Am Ende bilden die EHCO-Spieler auf dem Eis doch noch eine grosse Traube und feiern einen Sieg, an den der eine oder andere in den Minuten zuvor längst nicht mehr geglaubt hatte. Spätestens als Brennan Othmann zwei Minuten vor dem Ende wegen Beinstellens auf die Strafbank wanderte, schien das Benzin bei den anrennenden Oltnern aus dem Tank zu sein. Es sah danach aus, als würde der EHC Olten im 19. Direktduell – erstmals seit Bestehen der Ticino Rockets – gegen das Tessiner Farmteam den Kürzeren ziehen. Doch dann machte niemand die Rechnung mit Verteidiger Simon Lüthi: Der EHCO-Verteidiger schlich sich freistehend in den Slot, wurde von Garry Nunn in Szene gesetzt, worauf Lüthi 26 Sekunden vor dem Ende den vielgesuchten 2:2-Ausgleich schoss – wohlverstanden in Unterzahl spielend und Torhüter Silas Matthys unlängst durch einen Feldspieler ersetzt!

Söderström: «Ein frustrierendes Spiel»

Auch im Penaltyschiessen taten sich die Spieler ungemein schwer mit dem Treffen. Erst mit dem 22. Penalty war die Zusatzvorstellung schliesslich entschieden – es brauchte dafür wiederum Simon Lüthi. Mit feinster Stocktechnik lupfte er die Scheibe Bankhand über Torhüter Östlund und sicherte damit dem EHC Olten den Zusatzpunkt. Trainer Fredrik Söderström: «Es war ein frustrierendes Spiel. Wir sassen im Auto am Steuer, wurden aber lange Zeit nicht belohnt. Der grosse Unterschied zum Dienstagsspiel war heute, dass wir mit Cleverness an unserer Arbeit dranblieben. Wir schoben plötzlich die Verzweiflung zur Seite und waren entschlossen am Werk. Wir haben sehr, sehr lange trotz allem an uns geglaubt. Ich denke, wir haben diese zwei Punkte letztendlich verdient.»

80 Abschlussversuche waren nicht genug

40 Minuten lang fehlten dem EHC Olten jegliche Zutaten, die es braucht, um Erfolg zu haben. Da war kein ernsthafter Biss, da war keine Entschlossenheit, da war keine Präzision und auch kein unbändiger Wille zu sehen. Dafür wurden die Powermäuse schon früh bestraft: Gurtner legte eine ungenügende Präsenz vor dem eigenen Tor an den Tag, liess den von hinter dem Tor passieren, worauf Kasslatter einnetzte (3.). Und als Weder wenig später auf die Strafbank musste und Rockets’ Vedova nach exzellenter Passstaffette im Powerplay vollendete, war Oltens Fehlstart perfekt. Erst mit Silvan Wyss’ Anschlusstreffer im Powerplay nach 44 Minuten ging ein Ruck durch die Oltner Mannschaft, worauf es nur noch eine Richtung gab.

Als 65 Minuten absolviert waren, wiesen die Statistiker 80 Abschlussversuche aufseiten des EHC Olten aus: 46 gelangten aufs Tor, 14 daneben, 18 wurden geblockt und 2 Schüsse prallten am Gehäuse ab. Zum Vergleich: Die Ticino Rockets verbuchten insgesamt deren 31 Abschlüsse. Mit einem dicken blauen Auge entkam der EHC Olten gerade noch einer historischen Niederlage.

Lange Zeit bleibt nach diesem Sieg in extremis nicht zur Erholung: Bereits am Samstag gastiert der EHC Olten beim HC Ajoie. Es wird das neunte Spiel in 18 Tagen sein. Klar ist: Gegen den Leader nach Verlustpunkten braucht es eine Entschlossenheit über 60 Minuten.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Blum Innenausbau AG
Schreinermonteur, Mitarbeiter, Dagmersellen
Metzgerei Kreienbühl AG
Verkäuferin/Koch/Fleischfachfrau Veredelung, Mitarbeiter, Reiden
Gebr. Jetzer Hoch-und Tiefbau AG
Sachbearbeiter/in, Mitarbeiter,
Restaurant Einsiedelei
Service 70-100%, Mitarbeiter, Rüttenen
Job für Mamis, Mitarbeiter,
Gesucht Raumpflerin, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner