Holzasche enthält Schwermetalle – und ist deshalb Sondermüll

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Holzfeuerungen sind weitgehend CO2-neutral, ihre Asche aber meist Schadstoff belastet. Bild: zvg

Die Asche aus dem Cheminée oder Schweden-Ofen als Dünger für das Gemüsebeet nutzen? Keine gute Idee. Bäume nehmen aus Luft und Boden Stoffe auf und reichern diese an. Daher enthält Holz sehr oft Schadstoffe. Dies können Schwermetalle wie Blei, Chrom, Kupfer, Nickel oder Zink – aber auch organische Verbindungen wie Dioxine sein.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie der Verband Holzenergie Schweiz raten deshalb dringend davon ab, Asche als Dünger zu verwenden. In kleinen Mengen gehöre diese in den Hauskehricht – und zwar gut verpackt, damit es nicht zu Aschestaub-Emissionen kommt. Wer mehr als 140 Liter Asche pro Monat (eine sehr grosse Pellet-Heizung) produziert, ist aufgefordert, eine professionelle und fachgerechte Entsorgung der Asche zu wählen. Eine solche bieten verschiedene Pellet-Lieferantinnen an. Zu den Dimensionen: Beim Verbrennen von Holz-Pellets bleiben 0,2 bis 0,7 Prozent des ursprünglichen Gewichts an Asche zurück.

«Belasteteter Abfall» seit Januar 2016

Als «belasteteter Abfall» gilt Holzasche seit dem 1. Januar 2016. Ab diesem Datum schreibt die Abfallverordnung des Bundes (VVEA) vor, dass Asche aus Verbrennungsanlagen für naturbelassenes Holz vor der Ablagerung zuerst auf ihren Chrom-Gehalt geprüft werden muss. Chromate in zu hohen Dosen können unsere Gesundheit gefährden, so das BAFU.

Was, wenn sie gefunden werden? Eine direkte (Ab-)Lagerung sei in diesem Fall nicht mehr zulässig. Holzaschen müssten vor einer Ablagerung so behandelt werden, dass der Grenzwert eingehalten werden kann. Nur: In der Schweiz fehlen bis heute die dafür benötigten Behandlungskapazitäten. Aus diesem Grund ist aktuell eine Ablagerung in geeigneten Deponien (für Fachleute: mindestens Typ D) erlaubt.

Grössere Aschenmengen liefern holzbefeuerte und damit klimafreundliche Fernwärmenetze wie die beiden der Zofinger StWZ Energie AG. Daniel Rudig ist unter anderem Leiter dieses Bereichs. «Wir erfüllen – so weit technisch möglich – die Ziele des BAFU», sagt er.

Regelmässig transportiere ein Spezialfahrzeug der Möriker Firma Lüpold AG die Asche zu einer Deponie der DHZ AG in Lufingen in der Nähe des Flughafens Kloten. Diese Firma ist eine Tochter der Eberhard AG, welche das Gefahrengut der Sondermülldeponie Kölliken behandelt hat. Die DHZ will nicht nur deponieren, sondern arbeitet an Verfahren, die Asche zu reinigen. Extrahierte Schwermetalle haben durchaus auch einen Wert.

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Holzasche

Heinrich Schenker
schrieb am 22.01.2021 11:50
Und warum, please explain...........
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