Handball ist ein Teamsport

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Zweifellos ist er einer der besten Spielmacher der Welt. Zweifellos ist er der Denker und Lenker der Schweizer Nationalmannschaft. Zweifellos macht er jeden seiner Teamkollegen besser. Zweifellos wäre die Schweiz ohne ihn nicht dort, wo sie ist. Der Erfolg der nachgerückten Eidgenossen an der Handball-WM in Ägypten darf aber nicht nur mit dem Namen Andy Schmid verbunden werden. Das würde dem Rest der Delegation nicht gerecht. Denn die Defensive trug einen wichtigen Teil zur Hauptrunden-Qualifikation und zum Top-16-Schlussrang bei – und dort spielt Schmid nur eine untergeordnete Rolle. Die Kämpfer um Abwehrchef Samuel Röthlisberger und Goalie Nikola Portner zeigten gegen die weltbesten Teams nicht durchgehend, aber grösstenteils überzeugende Leistungen.

Besonders inspirierend waren auch die Auftritte des (noch) in der heimischen Liga engagierten Linkshänders Cédrie Tynowski – notabene als Grossanlass-Neuling – und vom Arbeitstier am Kreis, Alen Milosevic. Insgesamt überzeugten die Schweizer aber vor allem als Einheit. Das kann nur dann passieren, wenn man sich einem Ziel unterordnet und die Verantwortlichen jedem Einzelnen seine Rolle im Team gut vermitteln können. Nationaltrainer Michael Suter ist das beste Beispiel dafür, was es bewirken kann, wenn ein Verband einem einheimischen Insider die Chance gibt, über Jahre hinweg etwas aufzubauen – von den Junioren bis zu den Aktiven. Suter überzeugt nicht mit Glamour oder lauten Tönen, sondern mit akribischer Arbeit. Er hat es verstanden, aus dem Material, das ihm zur Verfügung steht, das Optimum herauszuholen und die taktischen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Er bedient sich etwa immer wieder des Angriffsspiels mit einem zusätzlichen Feldspieler. Persönlich kann ich dieser Regeländerung auch nach Jahren nicht viel abgewinnen, weil etwa der Nachteil einer Zeitstrafe damit fast halbiert wird. Aber wenn es die Chance gibt, soll man sie bei Bedarf auch nutzen. Wie immer ist ein Grossanlass, vor allem in Zeiten von Corona, nur eine Momentaufnahme. Aber obwohl sich die Aktivzeit von Andy Schmid dem Ende zuneigt, bin ich zuversichtlich, dass sich die Schweizer Handballer im Mittelfeld der Weltspitze etablieren können und diese so attraktive Sportart bei uns nicht wieder in der Versenkung verschwindet.

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