Wernli AG weitet Masken-Produktion nach Europa aus

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In Rothrist wurde von Vier- auf Dreischichtbetrieb umgestellt. Maschinen, die stillgestanden wären, verschob die Firma in ihr ungarisches Werk.Bild: Adrian Gaberthüel
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Felix Schönle, CEO Wernli AG: «Wir sind froh, dass sich die Nachfrage in der Schweiz auf hohem Niveau normalisiert hat.»

Im letzten April nahm die Wernli AG die erste Maschine zur Produktion von Hygienemasken in Betrieb – im August waren bereits zwölf Maschinen am Laufen. Bis vor wenigen Wochen produzierte das Unternehmen des Rothrister Unternehmers Felix Schönle während sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr Hygienemasken, um die riesige Nachfrage zu decken. Dafür wurde der Personalbestand massiv erhöht: Zu Spitzenzeiten arbeiteten rund 430 Personen – davon rund 300 temporär angestellt – für die Wernli AG.

Mittlerweile hat sich die Auftragslage beruhigt, die Produktion in vier Schichten ist nicht mehr nötig ist. «Wir können den Betrieb auf drei Schichten während fünf Tagen umstellen», sagt CEO Felix Schönle. «Wir sind froh, dass sich die Nachfrage in der Schweiz auf hohem Niveau normalisiert hat. Das gibt uns die Möglichkeit, nun auch auf dem europäischen Markt aktiv zu werden.»

Von den ersten sieben Maschinen wurden diese Woche drei in das ungarische Werk der Wernli AG verschoben. «In Rothrist benötigen wir sie in den nächsten Monaten nicht mehr. Sie wären einfach stillgestanden», so Schönle. In Ungarn werden nun Masken für den europäischen Markt produziert. Mit der Produktionsmenge in Rothrist könne das aber nicht verglichen werden. Zudem: Sobald in der EU die neue Medizinprodukteverordnung in Kraft tritt, sei die Belieferung des EU-Marktes aus einem EU-Mitgliedsstaat sehr viel einfacher als aus der Schweiz. Ursprünglich wäre das im Mai 2020 der Fall gewesen. Das Ganze wurde aber wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben

Wernli AG wuchs dank Maskenproduktion

«Mit den Temporärangestellten haben wir die anfängliche Bedarfsspitze abgedeckt», erklärt Schönle. Für ihn war klar, dass er niemanden fest einstellen will, den er dann nach wenigen Monaten möglicherweise wieder entlassen muss.

Dennoch wuchs die Wernli AG seit dem letzten Jahr massiv. Waren im Januar 2020 rund 40 Personen fest beim Hersteller von Verbandsstoffen angestellt, sind es heute deren 130. «Und die sollen auch längerfristig bei uns bleiben.» Denn die Maskenproduktion hat sich als festes Standbein der Wernli AG etabliert.

Besonders Grosskunden wie Spitäler und kantonale Pandemiestäbe sind Abnehmer der Rothrister Masken. Kleinmengen bietet das Rothrister Unternehmen demnächst über einen eigenen Webshop an. «Wir hoffen, dass weiterhin viele Aufträge reinkommen und wir einen Grossteil des Schweizer Bedarfs decken können.»

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