Eine Radaranlage gegen fehlbare Autofahrer kommt nicht infrage

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Die Barriere wurde am vergangenen Wochenende von einem Automobilisten beschädigt (zVg)

Kurz vor den Weihnachtstagen hat der Kanton, der die Projektleitung bei der Sanierung des Oltner Bahnhofsquais innehat, reagiert: Um die illegalen Direktfahrten über die Busspur Richtung Aarburg zu unterbinden, wurde eine Barriere aufgestellt. Diese soll Kollisionen zwischen Auto- und Velofahrern verhindern. Letztgenannte haben nämlich zur selben Zeit Grün, wie die Autofahrer, die eigentlich nur noch Richtung Dulliken abbiegen dürften, aber verbotenerweise trotzdem direkt nach Aarburg gefahren sind.

«Das System mit der Barriere funktioniert gut», zieht der zuständige Projektleiter Daniel Zimmermann vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau eine positive Zwischenbilanz nach einem Monat Betrieb. Seither seien keine Fälle mit Fast-Kollisionen zwischen Velo- und Autofahrern mehr gemeldet werden. Es gebe zwar ein paar Ortskundige, die hinter dem Bus herfahren und so wegen der geöffneten Barriere direkt nach Aarburg gelangen würden. Das seien aber Ausnahmen.

Vergangenes Wochenende hat ein Automobilist die Barriere aber so schwer beschädigt, dass sie erneuert werden muss. Der fehlbare Fahrer hat sich vom Tatort entfernt, ohne den Schaden zu melden. Heute soll nun vorübergehend eine Ersatzbarriere installiert werden, bis die beschädigte geflickt ist. «So können wir vermeiden, dass der Verkehrsdienst erneut eingesetzt werden muss», sagt Zimmermann.

Elf Bussen hat die Polizei bisher ausgestellt

Trotz der aufgestellten Barriere gibt es allerdings weiterhin Verkehrsteilnehmer, die direkt Richtung Aarburg fahren und sich um die signalisierte Umleitung foutieren. Diese spuren auf dem Postplatz zwar Richtung Dulliken ein, aber biegen dann im letzten Moment Richtung Aarburg ab und umfahren so illegalerweise ein Inseli. Zimmermann und der Monitoring-Gruppe sind diese illegalen Direktfahren bekannt.

Der Kanton will mit eingeschränkten Sichtverhältnissen, bereits erfolgter besserer Signalisation, aber auch mit vermehrten Polizeikontrollen Herr der Lage werden. In den vergangenen vier Wochen seien aus diesen Gründen elf Bussen ausgestellt worden. Zum schärfsten Mittel greifen kann Zimmermann aber nicht: Eine provisorische Radaranlage zu installieren sei technisch nicht möglich. «Bis alles programmiert wäre, sind wir mit der Baustelle fertig.»

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