Trotz mehr Steuerpflichtigen: Bleiben in Aarburg wegen Corona die Steuern aus?

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Aarburg verzeichnet auffallend mehr Steuerausstände. Bild: jam

Knapp 1,2 Mio. Franken mehr als prognostiziert wurden 2020 in die Aarburger Steuerkasse gespült. Der gesamte Steuerertrag liegt bei 20,73 Mio. Franken. Das schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. «Unter anderem hängt die Zunahme damit zusammen, dass durch eine befristete Pensenerhöhung im Bereich Steuern diverse Rückstände sowie Altlasten aufgearbeitet und im Jahr 2020 in Rechnung gestellt werden konnten», heisst es.

Dennoch sei im Gesamtertrag auch ein starker Rückgang beim Steuerertrag der juristischen Personen – konkret bei den Aktiensteuern – enthalten. Dieser zeigt eine negative Abweichung von knapp 940 000 Franken auf und basiert möglicherweise auf der Zurückhaltung der Betriebe bei der Festlegung der provisorischen Faktoren 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Dafür verzeichnen alle Sondersteuern Budgetüberschreitungen. Bei den «Nach-und Strafsteuern» sind dies plus 138 412 Franken, ebenfalls plus 397 214 Franken bei den «Grundstückgewinnsteuern» und die «Erbschafts-und Schenkungssteuern» schliessen mit einem Plus von 14 199 Franken ab, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Die Hundesteuern weisen 59 100 Franken aus und liegen dadurch über dem prognostizierten Ertrag. «Insgesamt haben die Sondersteuern also wieder erneut unterstützend zum erfreulichen Steuerabschluss beigetragen», stellt die Gemeinde Aarburg fest.

Mehr Steuerpflichtige und mehr Ausstände

Die Anzahl der Steuerpflichtigen hat sich im Aarestädtli gegenüber dem Vorjahr um 129 auf 5058 per Ende 2020 erhöht. Anlass zur Sorge geben aber trotzdem noch immer die Steuerausstände. Diese hätten sich gegenüber dem Vorjahr auffallend erhöht, «trotz Bevölkerungszunahme und nach wie vor konsequenter Inkassobemühungen sowie straffer Steuerbewirtschaftung», wie die Gemeinde dazu schreibt. Der Ausstand nahm um rund 1,47 Mio. Franken auf 7,75 Mio. Franken zu.

«Gründe könnten die aktuelle finanzielle Verunsicherung und die damit zusammenhängende persönliche Notreservebildung sowie die tatsächlichen Einkommenseinbussen der Steuerpflichtigen im Zusammenhang mit Corona sein», heisst es. Erschwerend komme dazu, dass den Steuerpflichtigen grosszügige Zahlungsfristen infolge der Corona-Pandemie zugesprochen wurden. Das habe insbesondere auf das Jahresende hin zu Zahlungsverschiebungen ins neue Jahr geführt. «Es darf allerdings davon ausgegangen werden, dass sich der Steuerausstand per Anfang 2021 auf dem gewohnten Niveau stabilisieren wird», heisst es dazu weiter. (jam)

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