EHC-Olten-Präsident Marc Thommen: «Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren»

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Hängende Köpfe waren beim EHC Olten zuletzt öfters zu sehen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Wie weiter? Diese Frage stellte sich in der laufenden Saison beim EHC Olten noch nie so sehr wie am Montagabend nach der 2:6-Klatsche auswärts beim HC Thurgau. Kein Wunder, dass die Trainerfrage nach der sechsten Niederlage in Serie noch intensiver diskutiert wird. Auch am Tag danach werden die Diskussionen rege geführt. Die Klubführung des EHC Olten bleibt besonnen und stärkt dem Staff um Trainer Fredrik Söderström den Rücken. «Ich möchte festhalten, dass wir die Situation laufend analysieren, wir suchen stetig nach Lösungen, die uns weiterbringen. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren», sagt Präsident Marc Thommen.

Thommen betont, dass er und seine Verwaltungsratskollegen «nicht so weit weg sind von der Mannschaft», wie es sich vielleicht von einer Klubführung vermuten liesse. «Wir sind nicht zuletzt auch wegen Corona sehr nah dran am Team, besuchen die Spiele, hören zu und pflegen allgemein einen sehr grossen Austausch mit den Spielern und Staff. Ich kann deshalb mit Überzeugung versichern: Es ist wichtig zu wissen, dass es nicht den Tatsachen entspricht, dass die Spieler nicht mehr wollen. Sie haben sich zurzeit viel mehr mit einer mentalen Blockade auseinanderzusetzen. Deshalb gilt es, Spieler und Staff nun mehr denn je zu unterstützen und Hilfe zu leisten, dass wir diese gemeinsam durchbrechen können.» Thommen erwähnt dabei die Arbeit mit einem Mentaltrainer oder die neusten Verpflichtungen von Verteidiger David Stämpfli oder Stürmer Greg Halberstadt.

Reissleine nach 2:8-Pleite: Als Ruhnke Muller ersetzte
Man muss in den Klubgeschichtsbüchern weit zurückblättern, will man eine vergleichbare Negativserie wie die derzeit aktuelle des EHC Olten finden: In der Saison 2011/12 hatten die Powermäuse letztmals sechs Niederlagen in Serie kassiert. Und wäre der EHCO damals nicht mitten der Negativserie zu einem 5:0-Sieg gegen Sierre gekommen, wäre sogar ein ganzes Dutzend Niederlagen in Folge Tatsache gewesen.

Es war der 28. Dezember 2012, als der EHC Olten am Tag nach einer 2:8-Derbypleite die Reissleine zieht, Colin Muller entlässt und ihn durch Kent Ruhnke ersetzt. Es war die vierte Niederlage in Serie, Besserung war dennoch nicht in Sicht. Unter Ruhnke folgten sechs Niederlagen en suite und später das Viertelfinal-Aus in den Playoffs gegen Visp. 

Olten setzt auf Kontinuität und verzichtet auf ein Ultimatum
Tempi passati. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Marc Thommen kein grosser Freund von Trainerrochaden während einer Saison ist. Unter seiner Führung wird Kontinuität besonders grossgeschrieben. «Die Vergangenheit hat ja auch mehrfach aufgezeigt, dass Trainerwechsel nicht oft von grossem Erfolg gekrönt sind», so Thommen. Auch ein Ultimatum will der Gesamtverwaltungsrat seinem Trainer nicht ausstellen. «Sonst könnten wir die Zusammenarbeit auch gleich beenden», sagt er.

Zur Frage, inwiefern die Tatsache eine Rolle spielte, dass in dieser Saison Klubs nicht nur um sportlichen Erfolg kämpfen, sondern sich auch um das Weiterbestehen bemühen müssen, sagt Thommen: «Wir würden den gesamten Prozess nicht anders führen.»

Der EHCO-Präsident hält auch fest, dass es in dieser Saison nie den Anspruch gab, sich auf Platz eins zu klassieren. «Wir sind kein Spitzenteam. Das Ziel ist Top 4. Auch wenn es etwas in die Ferne gerückt ist: Wir sind nach wie vor im Rennen», erklärt Marc Thommen. Dass heute Mittwoch ausgerechnet Leader Kloten im Kleinholz gastiert, sieht Thommen positiv. «Wir steigen als Underdog in dieses Spiel. Das kann sicher hilfreich sein.» Und die Zürcher haben mit Olten etwas gemeinsam: In den letzten zwei Spielen gingen auch sie als Verlierer vom Eis.

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