Meinungen Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot»

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Ja zum Verhüllungsverbot

Aktuell wird in immer mehr Lebenslagen Transparenz gefordert: Digitaler Zahlungsverkehr wird gefördert und vermehrt setzen Anwendungen auf Gesichtserkennung und Hinterlegung von bio­metrischen Daten. Speziell in diesem Kontext ist es für mich selbstverständlich, dass wir im Alltag unser Gesicht zeigen. Verstecken muss sich nur, wer etwas zu verbergen hat. Negative Erfahrungen aus Staaten, welche dieses Gesetz bereits eingeführt haben, sind mir nicht bekannt. Deshalb stimme ich überzeugt Ja zum Verhüllungsverbot.

Martin Bossert, Grossrat EDU, Rothrist

 

Burka-Verfassungsartikel?

Nun also haben wir die Möglichkeit, Kleidervorschriften in unsere Verfassung zu schreiben. Initiiert von Leuten, welche Eigennutz vor Menschenrecht stellen, welche von Freiheit sprechen, aber nicht von jener für alle Menschen, sondern nur von der eigenen, wenn es gerade in die Situation passt. Ja, ich habe auch schon eine Frau gesehen mit Vollverschleierung und hatte keine Freude an diesem Bild. Auch gefällt mir nicht, dass orthodox aufwachsende Kinder für mich «unpassend» und gleichförmig eingekleidet sich. Sie tun mir leid, auch deshalb, weil sie nicht in Schulen gehen dürfen mit der «andersdenkenden», bunten Kinderschar. Solche Bekleidungen und kirchliche Schulen sind Beispiele von Ausgrenzung, gewählt von den Eltern oder von erwachsenen Trägerinnen. Teilweise auch patriarchal erzwungen; verwerflich.

Müssen wir nun Ausgrenzungen von kleinen Gruppen noch verfassungsmässig fördern? Ausgrenzung mit ausgrenzen Schwacher beantworten? Nein, es darf nicht sein, dass wir Frauen diskriminieren, wiederum Frauen! Diese Initiative ist ein Faschistensüppchen, gekocht für die Dummen. Billigfutter, um abzulenken von den wirklichen Problemen, ablenken von den Despoten und Dieben, welche die ganze Welt fressen wollen.

Ich rufe die Schweiz auf, offen zu bleiben und keine Spielchen zu treiben mit unserer Verfassung: Nein einlegen am 7. März.

Markus Dietschi, Mitglied Aargauer Komitee «Nein zur Burka-Initiative» und Grossrat Grüne, Mutschellen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Vermummungsverbot

Michael Oelting
schrieb am 19.02.2021 19:32
Gegen vermummte Neonazis geht die Polizei nicht vor. Wenn vermummte Neonazis einen Obdachlosen verprügeln, schaut sie zu. Zum einen aus Angst, zum anderen, weil unsere Behörden froh sind, wenn es einen "Sozialschmarotzer" weniger hat. Aber wenn die bussengeile Polizei gegen wehrlose Burkaträgerinnen vorgehen darf, dann macht sie das ohne Gnade. Und wenn erst die Burka verboten wird, dann werden gleich andere Kleidungsstücke (oder das Auslassen bestimmter Kleidungsstücke), die nicht SVP-konform sind, verboten, z.B. Kopftücher, Schottenkilt, bayrische Lederhosen, Sandalen mit Socken, generell kurze Hosen bei Männern über 30. So werden noch mehr Bussen generiert.

Joerg Hunziger

Matthias
schrieb am 16.02.2021 20:26
Geehrter Herr Hunziker. Ich habe klar geschrieben, dass es Heute schon nicht erlaubt ist zu randalieren und Sachbeschädigung zu begehen. Da ändert eine Nibka nichts daran. Hat nichts mit Anarchie oder Spaziergänger zu tun. Wenn jemand versagt, dann sind wir alle es. Wir beharren nicht darauf, das gesetzt eingehalten werden und Straftaten gesühnt werden. Stattdessen wählen wir laufend irgendwelche Scharfmacher, die nur neue unsinnige Gesetze hervorbringen die nichts an der Situation ändern. Im Moment sitzen ihre Abendspaziergänger nicht in Bern sondern in Egerkingen und Oberwiel-Lieli.

Mathias

Joerg Hunziker
schrieb am 15.02.2021 19:14
Also bist Du der Meinung, man kann machen was man will? Totale Anarchie, weil man sowieso nichts dagegen unternehmen kann. Das wäre ein schönes "Puff". In Bern haben wir genug Abendspaziergänger, die uns beweisen, dass ihr System kläglich versagt hat.

Heuet die Nibka und Morgen das Kreuz

Matthias
schrieb am 15.02.2021 12:49
Ach Herr Sommer. Schon Heute wäre ihr beschriebenes Szenario nicht möglich. Und glauben Sie wirklich, dass ein Chaot sich an dieses Vermummungsgesetzt halten würde? Ein Auto anzuzünden ist ja auch so schon verboten, und wenn das maskieren dann auch noch verboten wäre, dann würde ihn das wohl kaum kümmern. Das ist wie eine Bank überfallen. Das ist verboten, egal ob maskiert oder nicht.
Bei dieser Initiative geht es auch nur darum, gegen den Islam und die Religionen zu schiessen. Nichts anderes. Heute ist es das Nibka und Morgen ist es das Kreuz. Garantiert.

Ja zum Verhüllungsverbot

H. Sommer
schrieb am 14.02.2021 19:31
Es ist schade dass sich die Diskussion nur um die Nibka dreht. Denn mir geht es um die Chaoten egal ob links oder rechts. Welche sich an Demonstrationen vehüllen und Randalierer. Fenster einschlagen Autos anzünden und Polizisten verletzen. Denn wenn solche Randale nicht mehr anonym ausgelebt werden kann. Sondern das Gesicht gezeigtz werden muss. Dann kann entlich auch die Rechnung, der verursachten Schäden, an die richtige Stelle geschickt werden. Das wäre doch im Interesse aller Steuerzahler welche das sonst berappen müssen.
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