Die Rückkehr des verlorenen Sohns zum EHC Olten

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Im Dress des HC Ambri-Piotta nicht glücklich geworden: Stan Horansky. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus)

Nach der letzten Saison musste man als Beobachter feststellen: Stan Horansky hat auf Stufe Swiss League nichts mehr zu beweisen und ist für höhere Aufgaben bestimmt. In 27 Spielen für den EHC Olten hatte der Slowake, der mit einer Schweizer Lizenz ausgestattet ist, 14 Tore erzielt und 25 Assists verbucht. Der technisch begnadete Flügel dominierte bisweilen nach Belieben. Dass er mit seinen Leistungen das Interesse aus der National League weckte, war die logische Folge. Der HC Ambri-Piotta sicherte sich schliesslich die Dienste des 27-Jährigen.

Jetzt ist der verlorene Sohn wieder in die Arme des EHCO zurückgekehrt. Was ist passiert? Nach einem ordentlichen Start in Ambri geriet Horansky mehr und mehr aufs Abstellgleis. Der Künstler hatte grosse Mühe, im von einer harten Arbeitermentalität geprägten Team seinen Platz zu finden. Für eine offensive Rolle produzierte er zu wenig, für eine defensive ist ein Spieler wie Horansky nicht geeignet. Die Konsequenz: Die Einsätze wurden seltener, die Eiszeit kürzer. Das Vertrauen von Ambri-Trainer Luca Cereda in den sensiblen Slowaken schwand gleichermassen wie dessen Selbstvertrauen.

Die Rückkehr nach Olten ist für «Stan» so etwas wie ein rettender Notausgang. Der EHCO bekundete schon im Januar sein Interesse. Der temporäre Transfer mittels B-Lizenz – Horansky besitzt noch einen bis Ende nächste Saison laufenden Vertrag im Tessin – ging erst kurz vor Toreschluss am 15. Februar über die Bühne. Der filigrane Techniker hatte auch die Möglichkeit, in die schwedische zweite Liga zu wechseln, entschied sich aber für das Comeback im gewohnten Umfeld, wo er sich drei Jahre lang zu einem der besten Swiss-League-Spieler entwickelte.

Eine längerfristige Rückkehr nicht ausgeschlossen

Bestätigen will es niemand, aber es gab vonseiten der Oltner offenbar Bestrebungen, Horansky gleich fix zu verpflichten und mit einem längerfristigen Vertrag auszustatten. Auch Ambri wäre dem Vernehmen nach bereit gewesen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Doch so schnell wird der fliegende Wechsel nicht über die Bühne gehen. Horansky hat einerseits noch einen gültigen Vertrag bei Ambri, andererseits will er sich alle Optionen offen halten. Klar ist aber: Finden sich alle Beteiligten am Ende der Saison, könnte EHCO-Sportchef Marc Grieder nach dem Abgang von Jewgeni Schirjajew ein guter Kompensations-Transfer gelingen. Horansky sagt: «Sollte ich in die Swiss League zurückkehren, dann sicher zu Olten.»

Das alles ist aber vorderhand noch Zukunftsmusik. Für den EHC Olten im Allgemeinen und Horansky im Speziellen geht es nun darum, diese Saison, die für beide Parteien bisher nicht nach Wunsch verlaufen ist, zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen. «Ich möchte in Olten etwas bewegen können auf dem Eis, mich entfalten und Verantwortung übernehmen», merkt man Horansky an, dass er sich auf die nächsten Wochen freut.

Wunderdinge wird man von ihm zu Beginn noch nicht erwarten können. Seit dem 1. Februar war Horansky mit einer Covid-Infektion zwei Wochen in Quarantäne. Davor war er nur punktuell zum Einsatz gekommen. «Ich muss schauen, dass ich so schnell wie möglich in Form komme.» Gelingt ihm das, dürfen sich die Oltner freuen – und die Gegner fürchten. 

Comeback des Traumsturms?

Es sah fast so aus, als ob er nie weggewesen ist. Stanislav «Stan» Horansky harmonierte im Freitagstraining bereits wieder blendend mit seinen Sturmgenossen Garry Nunn und Dion Knelsen. Dieses Trio gehörte in der Saison 2019/20 zum Besten, was die Swiss League zu bieten hatte. Nach dem Abgang von Horansky in Richtung Ambri-Piotta im vergangenen Sommer versuchten die EHCO-Coaches vergeblich, die Lücke, die der Slowake mit der Schweizer Lizenz hinterlassen hatte, zu schliessen. Der als Horansky-Ersatz geholte Daniel Carbis erwies sich nicht als die erhoffte Lösung. Ebenso wenig die anderen Optionen, auch wenn beispielsweise Brennan Othmann eine Zeit lang recht gut harmonierte und in den letzten beiden Spielen auch Mason McTavish sehr gute Ansätze zeigte.

Im Heimspiel vom Samstagabend gegen die GCK Lions (17.30 Uhr) dürfte Headcoach Fredrik Söderström aber wieder auf das altbewährte Sturmtrio setzen. Jewgeni Schirjajew könnte die nicht einfache Aufgabe zufallen, zwischen den beiden bisweilen ungestümen Teenagern Othmann und McTavish für Ordnung zu sorgen. Im dritten Sturm könnte Leonardo Fuhrer Center der bisherigen Flügelzange von Schirjajew, Diego Schwarzenbach und Silvan Wyss, werden.

Auf dem Papier verfügen die Oltner mit der Rückkehr von Stan Horansky plötzlich wieder über eine enorme offensive Feuerkraft. Und die werden sie im Endspurt im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation auch benötigen. Um in der Tabelle einen der ersten sechs Plätze zu belegen und damit die ungemütlichen «Vor-Playoffs» zu vermeiden, darf sich der EHCO in den verbleibenden sechs Qualispielen keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Mit Härte den Sieg erkämpfen

SC Langenthal Für Vincenzo Küng haben die beiden letzten Spiele des SC Langenthal gegen den HC Ajoie für das heutige Duell in La Chaux-de-Fonds Symbolcharakter. «In der ersten Partie haben wir ihnen zu viel Zeit gelassen und zu wenig hart gespielt. Am Dienstag haben wir das dann besser gemacht und prompt ist ihnen die Freude abhandengekommen», erklärt der SCL-Stürmer. Gleiches wolle man auch heute gegen den HC La Chaux-de-Fonds schaffen, der in dieser Saison immer mal wieder ein Auf und Ab erlebt.

Momentan hat der SCL sieben Verlustpunkte oder sogar dreizehn Punkte Vorsprung auf das viertplatzierte Sierre. «Ich konzentriere mich wenig auf die Tabelle, will einfach so weit nach vorne wie möglich», sagt Küng. Nachdem die Oberaargauer unter anderem in Duellen gegen Farmteams ins Straucheln geraten waren, stehen nun wieder zwei Siege in Folge zu Buche.

Zu verbessern gilt es aber dennoch weiterhin den einen oder anderen Punkt. Zu oft verursachen die Akteure in der Defensive oder im Aufbauspiel Fehler, zu oft kassieren die Langenthaler unnötige Strafen und weiterhin benötigt das Unterzahlspiel eine wesentliche Steigerung. «Je mehr es in Richtung Playoffs geht, desto mehr wollen wir Playoff-Eishockey spielen», sagt Vincenzo Küng. Das dient der Ausgangslage und weniger als der Vorbereitung auf die Endphase der Saison.

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