Der EHC Olten tankt Selbstvertrauen für den Schlussspurt

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Harmonierten bereits wieder bestens: Rückkehrer Stan Horansky (links) und Captain Dion Knelsen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Noch vor Wochenfrist stand das EHCO-Haus sprichwörtlich auf einem bröckelnden Fundament. Der Auftritt bei der 4:6-Niederlage in Langenthal – der achten in Serie – war fehler- und rätselhaft. Die Erkenntnis klar: Macht das Team in diesem Stil weiter, dann ist der sportliche Zusammenbruch in der laufenden Saison kaum mehr aufzuhalten.

Eine Woche später sieht die Welt wieder ein wenig anders aus. (Pflicht-)Siege gegen Winterthur (5:2) und die GCK Lions (5:0) haben dem EHC Olten in der Tabelle ein wenig mehr Luft verschafft. Mit dem Wechsel auf dem Posten des Assistenztrainers (Rolf Schrepfer für Marc Grieder) sowie dem Zuzug von Spektakelstürmer Stan Horansky wurden auch personell Impulse gegeben, die das Team dringend nötig hatte.

Es hätte am Ende auch 10:0 stehen können

Nimmt man die Leistung der Oltner gegen die GCK Lions als Massstab, darf man noch wieder einigermassen zuversichtlich in die kommenden Wochen, wenn es sportlich in der Swiss League um die Wurst gehen wird, blicken. Klar waren die ersatzgeschwächten Zürcher nicht unbedingt der stärkste aller Gegner, trotzdem schaffte es der EHCO, die Junglöwen auf überzeugende Art und Weise zu besiegen. Mit ein wenig mehr Abschlussglück hätte es statt 5:0 am Ende auch 10:0 stehen können. Das Schussverhältnis von 45:18 spricht eine deutliche Sprache. Es war eine von A bis Z geschlossene Mannschaftsleistung

Was aber kann der EHC Olten aus so einem Spiel mitnehmen für die kommenden Aufgaben? Headcoach Fredrik Söderström sagt: «Wenn man, wie wir, ganz unten im Keller war, dann braucht man Erfolge wie diesen, um das Selbstvertrauen zurückzubekommen.» Wie angeknackst die Vertrauensbasis immer noch ist, zeigen die Befürchtungen des Schweden, der sich nach zwei Dritteln und angesichts einer viel zu knappen 1:0-Führung seiner Mannschaft Gedanken machte, was im Falle eines Ausgleichstreffers der GCK Lions passieren würde. «Ich war als Coach aufs Schlimmste gefasst. Ich weiss nicht, wie die Spieler reagiert hätten.» Der souveräne Umgang mit Rückschlägen war in den vergangenen Wochen in der Tat nicht die Kernkompetenz der Söderström-Equipe.

Dion Knelsen: Neun Punkte in drei Spielen

Dieses Schreckensszenario traf aus Sicht der Oltner glücklicherweise nicht ein. Und das lag vor allem daran, dass Simon Lüthi (in doppelter Überzahl) sowie die Kanadier Garry Nunn und Dion Knelsen zu Beginn des letzten Drittels schnell für klare Verhältnisse sorgten. Besonders für den zuletzt lange verzweifelt mit der Form ringenden Captain Knelsen war das Spiel gegen die GCK Lions mit zwei Treffern ein weiterer Befreiungsschlag. Der 32-Jährige hat nach acht Spielen ohne einen Skorerpunkt in den letzten drei Partien deren neun (3 Tore, 6 Assists) gebucht. Was einmal mehr unterstreicht: Wenn die Ausländer funktionieren, dann steigen die Siegchancen der Equipe sprunghaft an.

«Es ist wirklich hart, wenn du am morgen aufwachst und weisst, dass du wieder mal ein paar tausend Leute enttäuscht hast. Es ist schwierig, wenn man sich immer wieder bewusst wird, dass man versagt hat.» Diese Aussage von Dion Knelsen lässt tief blicken. Er war während der Krise nur noch ein Schatten seiner selbst und hatte sichtlich mit sich zu kämpfen. Seine Strategie gegen die Negativspirale? «Man muss versuchen, diese Gedanken loszuwerden, Es geht auch immer ums grosse Bild: Man muss sich daran erinnern, dass es nicht die erste Krise ist, die man überstehen muss oder überstanden hat. Diese Krisen haben immer irgendwann ein Ende.»

Hilfreich ist auf jeden Fall die Rückkehr von Stan Horansky, der beim Comeback im Dress der Oltner zu überzeugen vermochte, was auch Dion Knelsen bestätigte: «Stan ist wirklich ein spezieller Spieler. Wir können froh sein, dass wir ihn zurück haben. Er übernimmt die Kontrolle und Verantwortung, er harmoniert wunderbar mit mir und Garry. Dafür, dass er sich müde und noch etwas rostig fühlte, spielte er schon extrem gut.»

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