FDPler lanciert Umfrage zu Tempo 20 in der Zofinger Altstadt

tempo20_altstadt_rainer_boeni_jam.jpg
Rainer Böni wohnt in der Zofinger Altstadt. (Bild: jam)

Künftig soll in der Zofinger Altstadt Tempo 20 gelten. Der Stadtrat will den historischen Kern zur Begegnungszone erklären. Das teilte die Zofinger Behörde Anfang November mit. Im Umfeld von Rainer Böni, der selbst in der Altstadt wohnt und der FDP angehört, gab es dazu die unterschiedlichsten Reaktionen. Daher hat er sich entschlossen, eine Umfrage zu lancieren, um «den Puls der Bevölkerung einmal nicht nur vom Hörensagen zu spüren, sondern effektiv zu messen». Ihm sei bewusst, dass die Umfrage nicht repräsentativ sein wird. Es gehe ihm aber auch darum, ein Werkzeug zu testen, um die Meinung der Bevölkerung ausserhalb von Wahlen und Abstimmungen abzuholen.

Allerdings: Ganz uneigennützig ist die Umfrage dann doch nicht. Politische Ambitionen streitet Rainer Böni nicht ab. «Die Aktion dient aber weder dazu, meine persönliche Meinung breitzuschlagen noch irgendjemandem auf die Füsse zu treten», betont er. In der Umfrage fragt er unter anderem danach, wie oft man die Altstadt Zofingen besucht und wie man dorthin reist. Zudem können die Befragten auch die Gründe für den Altstadtbesuch angeben. Weiter fragt Böni, wie die Umfrageteilnehmer zu Tempo 20 in der Altstadt stehen und wie sie die Effekte einer solchen Begegnungszone beurteilen. Stand gestern Sonntagnachmittag haben bereits 312 Personen an der Umfrage teilgenommen, was Böni enorm freut.

Stadtrat und Parteipräsidien erhalten die Resultate

Die Umfrage endet am 12. März. «Nach der Auswertung werde ich die Resultate dem Stadtrat und den Parteipräsidenten zukommen lassen», verspricht Böni. «Sie erhalten auch die Rohdaten, weil der Fragebogen viele Kombinationen erlaubt.» So könnten spezifische Fragestellungen selbstständig ausgewertet werden. Für die Öffentlichkeit wird er die Ergebnisse auf seiner Website publizieren.

Böni persönlich findet, dass das Zofinger Stadtbild eines der schönsten überhaupt ist. Er hat aber auch Vorschläge, um die Altstadt attraktiver zu gestalten. «Wenn ich Zofingen mit Olten oder Aarau vergleiche, stelle ich fest, dass in unserer Stadt die Möglichkeit fehlt, klassisch zu ‹lädele› und sich mit allen Bedarfsgegenständen auf einmal einzudecken.» Zwar verfüge die Altstadt über wunderbare Kleinunternehmen, es fehle aber an mittleren und grösseren Unternehmen, die eine Filiale betreiben. Ein Beispiel dafür sei der Wegzug der Elektronik-Handelskette Interdiscount aus der Unterstadt.

«Damit wieder mehr Leute in der Altstadt einkaufen, braucht es Anreize für Gewerbetätige und Kunden», findet der 38-jährige Molekularbiologe. «Erstere lasse ich lieber selbst für sich sprechen, da mir die Expertise fehlt. Als Kunde schätze ich gute Erreichbarkeit und ein breites Angebot.» Die Stadt habe die Aufgabe, im Rahmen dieser Bedürfnisse günstige Voraussetzungen zu schaffen. Verbesserungswürdig findet Rainer Böni die Verkehrsführung. «Damit der innerstädtische Verkehr reduziert, aber nicht verunmöglicht wird, wäre ein Parkleitsystem hilfreich. Dies würde Suchfahrten nach Parkplätzen verhindern», sagt er.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Inside Personaldienstleistungs AG
Inside Personaldienste, Mitarbeiter,
A-Niederhäuser
Maler EFZ-Industriebodenleger, Mitarbeiter, öchstetten
Allenspach Medical AG
Qualitätsverantwortliche/-n &, Mitarbeiter, Balsthal
Allenspach Medical AG
Qualitätsverantwortliche/-n &, Mitarbeiter, Balsthal
Müller
Müller Handels AG, Mitarbeiter, Oensingen
Müller
Müller Handels AG, Mitarbeiter, Oensingen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner