Drittbestes Ergebnis der Geschichte: AKB schreibt trotz Corona positive Zahlen

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Die AKB konnte einen rekordhohen Geschäftsertrag erwirtschaften. Im Bild der Hauptsitz der AKB in Aarau. (Bild: Chris Iseli)

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) präsentierte am Dienstagmorgen die Zahlen für das Jahr 2020. Und diese scheinen trotz der Pandemie durchaus erfolgreich zu sein: Mit einem Geschäftserfolg von 192,9 Millionen Franken erzielt die AKB sogar das drittbeste operative Ergebnis ihrer Geschichte.

«Wir haben unsere Leistungsfähigkeit bewiesen», wird Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB, in der Medienmitteilung zitiert. Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden sowie die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen.

160 Millionen Corona-Kredite für KMU

Im Rahmen der Covid-19-Kreditprogramme von Bund und Kanton wurden über 2100 Kredite im Umfang von rund 300 Millionen Franken gesprochen, wovon Ende Jahr 160 Millionen beansprucht wurden. Etwa vier Prozent der Gesuche hätten wegen mangelnder Voraussetzungen oder Formalitäten abgelehnt werden müssen. Laut AKB konnten somit Missbrauchs-Verdachtsfälle deutlich eingeschränkt werden. Lediglich bei einer Handvoll Fällen sei eine Meldung oder Anzeige an die Behörden erfolgt.

Ein weiteres Highlight sei laut AKB das Wachstum von 1,5 Milliarden Franken im Kundenvermögen, das sich per Jahresende auf 30,1 Milliarden Franken belaufe. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent. Dass bei Privaten die Kundenanlagen stiegen, sei Hinweis auf reduzierten Konsum in Zeiten des Lockdowns. Gleichzeitig stieg jedoch der Anlagebedarf: Mit 765 Millionen Franken netto Neuinvestitionen in Wertschriftenanlagen und mit weiteren 200 Millionen Wertzuwachs erhöhten sich die Depotbestände auf 14,2 Milliarden (+7,2 Prozent).

78 Millionen Gesamtentschädigung an den Kanton

«Gegen Ende des Berichtsjahres mussten wir vermehrt Wertberichtigungen vornehmen für KMU und Firmenkunden, die von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind», so Dieter Widmer. Insgesamt sei die AKB aber positiv überrascht, wie wenig sich die bisherigen Ereignisse auf das Kreditportfolio ausgewirkt hätten. So belaufen sich die Wertberichtigungen und Verluste auf Krediten im Berichtsjahr auf netto 1,1 Millionen Franken.

Mit einem rekordhohen Geschäftsertrag von 408,7 Millionen Franken wurde 2020 erstmals die Schwelle von 400 Millionen überschritten. Die AKB erhöht ihre Eigenmittel im Jahr 2020 nach Gewinnverwendung um hohe CHF 118 Millionen auf total 2,5 Milliarden. In Absprache mit dem Regierungsrat beantragte der Bankrat der AKB eine Gewinnablieferung an den Kanton Aargau von 67,0 Millionen. Zusätzlich mit den 11,1 Millionen für die Abgeltung der Staatsgarantie erhält der Kanton Aargau damit eine Gesamtentschädigung von CHF 78,1 Millionen für das Berichtsjahr. (phh)

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