Projekt Oltnerstrasse: Eine Aarebrücke wäre für ihn die Lösung

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Klaus Müller wünscht sich eine separate Busspur von Olten Richtung Aarburg – wenigstens von der Kloosmatte bis zur Höhe. Bild: jam

«Ich bin nicht gegen das Projekt Oltnerstrasse, aber ich bin dagegen, so viel Geld dafür auszugeben.» Das sagt Klaus Müller während eines Spaziergangs entlang der Oltnerstrasse im Norden Aarburgs mehrmals. Gemeinsam mit der Vereinigung Gesunde Finanzen Aarburg (GEFA) – sie besteht derzeit hauptsächlich aus Mitgliedern der FDP – engagiert er sich für eine andere Lösung. Denn klar ist auch aus seiner Sicht, dass auf der Oltnerstrasse etwas gehen muss. 36,62 Millionen Franken kostet das angedachte Projekt, davon müsste Aarburg 10,36 Millionen Franken übernehmen. Nicht berücksichtigt ist der vom Bund in Aussicht gestellte Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm von rund 7,47 Millionen Franken. Das Projekt sieht mehr Platz für Velofahrer und Fussgänger vor und soll auch die Situation für den öffentlichen Verkehr verbessern (das ZT berichtete).

Langsamverkehr auf Oltner Seite verlagern

Aber Klaus Müller und die GEFA kritisieren nicht nur die aktuelle Variante der Oltnerstrasse. Sie bemängeln auch, dass in der Ortsplanung, die derzeit in der Bearbeitung ist, noch alte Velowege aufgeführt sind und entsprechend nicht mit dem Projekt Oltnerstrasse übereinstimmen. Dabei wäre genau die Veloroute via Städtli, Feldstrasse und Wartburgstrasse aus Müllers Sicht eine optimale Lösung – inklusive einer Brücke für den Langsamverkehr über die Aare im Bereich Kloosmatte. «Auf der anderen Aareseite könnte der Velo- und Fussweg nach Olten via Chessiloch-Steg fortgeführt werden», so Müller. Allerdings müsste dann der Chessiloch-Steg angehoben werden, weil da Hochwassergefahr besteht. «Entsprechend müsste man also mit den Oltnern reden», sagt Müller. Er rechnet damit, dass eine Brücke rund 2,5 Mio. Franken kosten würde. Nicht zuletzt bestehe mit der Ruttigerstrasse zudem bereits eine Verbindung für den Langsamverkehr von Aarburg Richtung Olten.

Statt einer Flaniermeile eine separate Busspur

Klaus Müller ist überzeugt, dass man mit dieser Variante erstens Geld sparen könnte und zweitens mehr Platz für den öffentlichen Verkehr auf der Oltnerstrasse schaffen könnte. «Eine Flaniermeile mit kombiniertem Fuss- und Veloweg entlang der Oltnerstrasse wäre nicht mehr nötig. Dafür könnte man eine separate Busspur von Olten nach Aarburg realisieren», schlägt er vor. Ihn stört, dass im Projektbeschrieb steht, dass der öffentliche Verkehr gefördert werden soll, aber keine separate Busspur von Olten nach Aarburg vorgesehen ist. Von Aarburg nach Olten hingegen schon.

Eine weitere Idee von Müller: Hinter dem Quartier Kloosmatte entlang der Aare einen Steg bauen für den Langsamverkehr. Das würde allerdings bedeuten, dass mehrere Liegenschaften entlang der Aare tangiert wären. Unter der SBB-Brücke, gleich bei der Grenze zwischen Aarburg und Olten, führt bereits jetzt ein kleiner Weg Richtung Olten, der derzeit aber nicht begehbar ist. Diesen müsste man dann ebenfalls ausbauen. Müller schwebt zudem vor, dass es den einen oder anderen Fussweg von der Oltnerstrasse zwischen den Liegenschaften hindurch an die Aare geben würde. Zudem würde er die Oltnerstrasse etwas verbreitern, um wiederum Platz für eine zweite Busspur zu schaffen, wenigstens ab der Bushaltestelle Kloosmatte bis zur Bushaltestelle Höhe. Müller gibt zu, dass das eine doch unkonventionelle Lösung wäre, zumal diese wohl kaum auf Gegenliebe bei den Liegenschaftsbesitzern stossen würde. Und ist sie nicht etwas halbpatzig? «Nein, es ist ein Kompromissvorschlag», sagt Müller. «Und ja: Eine ideale Lösung ist es nicht, es wäre sicher ein Murks.»

Aus seiner Sicht müsste das Projekt Oltnerstrasse sowieso noch zurückgestellt werden, bis es konkrete Lösungen für den Sälikreisel in Olten sowie den Rishalden-Kreisel zwischen Aarburg und Rothrist gibt. «Denn da klemmts, das sind die Knotenpunkte», meint Müller. Die Route für den Langsamverkehr könnte dennoch vorangetrieben werden, zumal eine Brücke über die Aare auch touristisch interessant wäre, ist doch der Born ein beliebtes Wandergebiet.

Derzeit läuft noch bis 12. März die Online-Anhörung zum Projekt Oltnerstrasse. Der Baubeginn ist frühestens im Frühling 2023.

​Einen Steg für den Langsamverkehr entlang der Aare auf der rechten Uferseite Richtung Olten könnte sich Müller auch vorstellen. Bilder: jam
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