Tests statt Quarantäne: An der Kanti Zofingen wird gespuckt

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An der Kanti Zofingen werden ab Mittwoch Spucktests durchgeführt. Symbolbild: Moritz Hager

Mit einem Pilotprojekt weitet der Kanton Aargau seinen Kampf gegen die Pandemie aus. Am Mittwoch starten grossflächige, wöchentliche Tests an zwei Schulen, in einem Pflegeheim und in einer Betreuungseinrichtung. Eine der beteiligten Schulen ist die Kanti Zofingen.

«Wir wollen mehr Tests statt Quarantäne», sagt  Kantonsärztin Yvonne Hummel zum Ziel des Projekts. Dieses schliesst an die Bundesstrategie TTIQ (Testen, Tracen, Isolation, Quarantäne) an – mit dem Ziel, Personen zu eruieren, die das Virus in sich tragen, aber keine Symptome zeigen. Die Tests sind freiwillig und für die Teilnehmenden kostenlos. Sie sollen unauffällige Ansteckungen ans Licht bringen und Infektionsketten unterbrechen. Denn mindestens 50 Prozent der Infizierten haben keine Symptome. 

Beteiligt am Pilotprojekt sind die Kantonsschule Zofingen, die Kreisschule Aargau Süd (Oberstufe), das Regionale Pflegezentrum in Baden und die Betreuungsinstitution zeka in Baden-Dättwil. Hier werden im März während der Pilotphase rund 3000 bis 4000 Personen wöchentlich getestet.

Jede Person, die teilnehmen will, muss eine Einwilligungserklärung unterschreiben. «Je niederschwelliger und zugänglicher die Tests für die Bevölkerung, je mehr Personen jeden Alters sich heute und in Zukunft testen lassen, desto weniger Quarantänemassnahmen kommen auf uns alle zu», sagt dazu Kantonsärztin Hummel.

Die erste Testreihe steht in der Kanti Zofingen am kommen Mittwoch auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler spucken morgens in ein Röhrchen, das ihnen am Vortag ausgehändigt wird. Die Klassenchefs sammeln die Röhrchen ein und geben sie gesammelt ab. Die Proben werden zunächst zu Pools zusammengeführt, dann im Labor analysiert. Ist eine Poolprobe negativ, gelten alle Personen dieser Gruppe als nicht ansteckend. Ist eine gepoolte Probe positiv, wird die entsprechende Gruppe zu einem zweiten Test aufgeboten.

«Die Röhrchen sind nicht mit Namen angeschrieben», sagt Kanti-Rektor Patrick Strössler. «Es wird mit einem Codesystem gearbeitet, damit die Daten gegen aussen anonym bleiben.» Eine positiv getestete Person kann über einen Code ausfindig gemacht werden, den nur Vertrauenspersonen an der Kanti kennen. Strössler hofft, dass er möglichst viele Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen für die Tests motivieren kann. Wer volljährig ist, kann die Zustimmung zu den Tests selbst geben; bei unter 18-Jährigen müssen deren Eltern zustimmen.

Mit dem Projekt will der Kanton die optimale Organisation und die besten Prozesse eruieren, um regelmässige Tests später auf andere Schulen, Betreuungsinstitutionen und Pflegeheimen auszuweiten. Zudem soll es Erkenntnisse über die Anzahl asymptomatisch infizierter Personen bringen.

Für Fragen von Personen, die sich im Rahmen des Pilotprojekts testen lassen, gibt es eine neue Hotline: 062 835 55 22.

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