Heime kommen mit dem Impfen gut voran

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Der Murhof in St. Urban (Bild) war im Dezember von massiven Covid19-Ausbrüchen betroffen. 13 Bewohner verstarben. Bild: zvg

In wenigen Tagen steht im «Murhof Betreutes Wohnen und Pflege» in St. Urban der dritte Impftermin an. «Wir konnten bereits 75 Prozent unserer Bewohnerinnen und Bewohner impfen», sagt Heimleiter Hansueli Eggimann. Nun wird dieser Anteil nochmal steigen. «100 Prozent werden wir aber nicht erreichen, da gewisse Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund ihres Krankheitsbildes nicht geimpft werden dürfen.»

Beim Personal liegt die Quote bei etwas über 50 Prozent. «Das Pflegepersonal steht Impfungen eher kritisch gegenüber – und das ist nicht nur bei uns so.» Auch er sei kein Impf-Fan, sagt Eggimann. «Aber ich finde es wichtig, als Institutionsleiter mit gutem Beispiel voran zu gehen, deshalb habe ich mich auch gegen Covid-19 impfen lassen.»

Der «Murhof» war gemäss Eggimann im Dezember von massiven Covid-19-Ausbrüchen betroffen. Das sofortige Testen mittels Schnelltests ergab, dass zwei Stationen schwer betroffen waren. 30 Personen mussten isoliert werden, 13 verstarben im Zusammenhang mit dem Virus. «Das waren schwierige Wochen», sagt Eggimann. «Wir waren deshalb sehr froh um den ersten Impftermin Anfang Januar. Durch die Impfungen und die Schnelltests haben wir das Virus im Pflegeheim gut unter Kontrolle.»

Insgesamt 300 Personen im Feldheim geimpft

Anfang Januar erhielten auch Bewohnende des regionalen Alters- und Pflegezentrums Feldheim in Reiden eine erste Dosis des Vakzins. «Bei uns wurden insgesamt 300 Personen geimpft», sagt Heimleiter Urs Brunner. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern entspricht das einer Impf-Rate von 88 Prozent. «Das ist sehr gut, denn das Ziel waren dreiviertel.» Beim Personal hingegen hätte sich Brunner eine Impfquote von über fünfzig Prozent gewünscht. Bisher liegt sie etwas unter dieser Zielsetzung. «Ich wünsche mir dort noch einen höheren Anteil», sagt Brunner. Er selbst habe bereits beide Dosen erhalten und sei gegen Covid-19 geimpft.

Im Januar wurde im «Feldheim» bei einer Person die südafrikanischen Virusmutation nachgewiesen. «Wir haben die Person sofort isoliert und es ist zum Glück bei diesem einen Fall geblieben», sagt Brunner. Die erkrankte Person habe sich wieder erholt. Im Oktober 2020 ist im Alterszentrum in Reiden eine Person an Covid-19 verstorben.

Im Alters- und Pflegezentrum Eiche in Dagmersellen sind 85 Prozent der Bewohnenden geimpft. «Es folgen noch weitere Impftermine und so werden wir eine Quote von 95 Prozent erreichen», sagt der Zentrumsleiter Christoph Schmid. Beim Personal haben sich knapp 50 Prozent impfen lassen. «Schön wäre hier sicherlich eine leicht höhere Quote gewesen. Aber die Freiwilligkeit respektiere ich.»

In der «Eiche» gab es gemäss Schmid kurz vor Weihnachten einen Ausbruch des Virus. «Da wir schnell reagiert haben, konnten wir die Infektionen aber sehr tief halten.» Über die Krankheitsverläufe gebe er keine Auskunft, sagt Schmid. «Dank unserem Schutzkonzept sind wir aber von grösseren Ausmassen verschont geblieben.» Deshalb sollen Lockerungen bei den Pflegeheimen mit Augenmass vorgenommen werden. «Noch sei nicht vollständig klar, welche Wirkung die Impfung hat – insbesondere auch aufgrund der neuen Virusmutationen.»

Dennoch hofft Schmid, dass in der «Eiche» bald wieder gemeinsame Anlässe mit allen Bewohnenden durchgeführt werden können. Ähnlich geht es auch den beiden anderen Heimleitern. «Wir dürfen die Stationen zurzeit nicht durchmischen, das ist für die Menschen, die hier leben, erdrückend», sagt Hansueli Eggimann vom «Murhof». Er hoffe, dass die Bewohner wieder mehr Bewegungsfreiraum erhalten. «Auch wir wollen, dass Gespräche zwischen Angehörigen und Bewohnern bald wieder auf den Zimmern stattfinden können», sagt Urs Brunner vom «Feldheim». «Das wäre schön.»

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