Frust und Zerstörungswut beim Trainer des EHC Olten

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Der EHC Olten darf Qualifikations-Endspurt nicht mehr straucheln. (Bild: freshfocus)

Der EHC Olten verlor bei den GCK Lions ein Spiel, das er eigentlich hätte gewinnen müssen. Am Ende blieben aber nur hängende Köpfe und die Erkenntnis für den Headcoach, dass es auch kurz vor den Playoffs schwierig ist, aus dieser Mannschaft schlau zu werden. 

Der Kontrast zwischen Maske und Gesichtsfarbe war prägnant. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Fredriks Söderströms Gemütszustand nach einem Spiel alles andere als freundlich ist. Der Schwede machte denn auch kein Geheimnis aus seiner nicht allzu guten Laune: «Wenn man ein Spiel verliert, in welchem der Gegner viel besser war, muss man das akzeptieren. Aber ein Spiel auf die Art und Weise zu verlieren, wie wir es getan haben, macht mich wütend. Ich würde am liebsten Dinge von den Wänden reissen in der Garderobe.»

Eine in jeder Beziehung unnötige Niederlage

Die 2:5-Niederlage seiner Mannschaft bei den GCK Lions hatte den schwedischen Headcoach sichtlich mitgenommen. Und es war leicht nachvollziehbar, weshalb Söderström mit seinen Emotionen rang und eine Zerstörungswut in sich spürte. Es war in jeder Beziehung eine absolut unnötige und hochgradig ärgerliche Niederlage gegen einen Gegner, den man vor wenigen Tagen auf eigenem Eis noch dominiert und mit einer 0:5-Schlappe auf den Heimweg geschickt hatte. Ein Gegner, der zwar am Samstag wieder mit Topscorer Ryan Hayes antreten durfte, zuletzt aber Mühe hatte, den Tritt zu finden.

Dieses Bild bestätigte sich eigentlich auch an diesem Samstagabend in Küsnacht, hoch über dem Zürichsee. Nach zwei Dritteln durfte man konstatieren, dass der EHCO das klar bessere Team ist. «Wir hatten alleine im zweiten Drittel 40 Abschlussversuche», unterstrich Fredrik Söderström. Auf der Anzeigetafel stand es aber nur 1:1. Die Oltner sündigten immer wieder im Abschluss oder fanden ihren Meister im bestechend sicher agierenden GCK-Goalie Robin Zumbühl.

«Da wir aber keine Tore erzielten, appellierte ich vor dem letzten Abschnitt an die Geduld der Mannschaft. Ich sagte den Spielern, dass wir dranbleiben müssen und wir dann irgendwann belohnt werden für den Aufwand. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht unaufmerksam werden», beschrieb der EHCO-Headcoach den Matchplan im Hinblick auf das dritte Drittel.

Dumm nur, dass seine Worte anscheinend nicht den Weg in die Gehirnwindungen seiner Spieler fanden. Denn die machten in der Folge quasi das Gegenteil von dem, was ihnen in der Pause gesagt worden war. Das letzte Drittel entwickelte sich für die Oltner zum Debakel mit Fehlern im Minutentakt.

«Das Ganze macht es umso schwieriger zu akzeptieren, als dass wir das Spiel zwei Drittel lang kontrollierten. Wir müssen als Team in einem dritten Drittel ganz einfach verantwortungsbewusster agieren, ruhig bleiben und auf die perfekte Chance warten. Das haben wir aber alles weggeworfen. Kommen noch die dummen Strafen dazu. Es hat einige Spieler in dieser Garderobe, die nach so einem Spiel aufstehen und sich bei der Mannschaft entschuldigen sollten. Am besten wäre es, wenn man sich das schon auf dem Eis überlegen würde», fand Fredrik Söderström deutliche Worte für den desolaten Auftritt seiner Truppe in Drittel Nummer drei.

«Einzelne Spieler haben etwas gutzumachen»

Das Ganze ist aus Sicht des EHC Olten umso bitterer, als dass man die Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation (Platz 1 bis 6) dringend benötigt hätte. Die Verfolger La Chaux-de-Fonds und Visp punkteten beide und haben noch ein Spiel weniger bestritten. Und das Schlussprogramm des EHCO hat es in sich: Am Mittwoch reist man zum EHC Visp, am Freitag kommt der SC Langenthal und am Sonntag endet die Qualifikation mit einem Gastspiel in Thurgau.

«Die nächsten Gegner werden mit Sicherheit nicht einfacher», unterstreicht Söderström. «Aber wir sind immer noch im Rennen. Ich hoffe, dass dieser Auftritt zu einer Trotzreaktion in den nächsten Spielen führt. Einzelne Spieler haben da sicher etwas gutzumachen. Wichtig ist, dass sich nicht wieder ein schlechtes Gefühl bei uns breitmacht.»

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