Die Senioren waren in der zweiten Welle besser geschützt – und der Impfeffekt zeigt sich schon jetzt

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Viele haben schon Antikörper - aber die Regionen in der Schweiz sind ganz unterschiedlich betroffen. Bild: Britta Gut, 12. August 2020, Unterentfelden
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Die Schweiz ist ganz unterschiedlich durchseucht: Je nach Kanton haben nur 8 Prozent (Zürich) oder 25 Prozent (Waadt) inzwischen Antikörper gegen das Coronavirus um Blut. Das hat die Studie Corona-Immunitas mit Resultaten aus neun Kantonen ergeben.

Es konnte aber nachgewiesen werden, dass bei 15 Prozent der Leute keine Antikörper im Blut nachweisbar sind, obwohl sie nachweislich an Covid-19 erkrankten. Laut dem Leiter der Studie, Milo Puhan, heisst das nicht unbedingt, dass sie gar nicht gegen eine erneute Infektion geschützt sind: «Möglicherweise zeigen sie dafür eine stärkere zelluläre Immunantwort», so Puhan.

Auf jeden Fall aber bedeutet es, dass die Antikörpermessung nicht die gesamte Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung abbildet. Insgesamt stützt die Studie die Schätzung von Epidemiologe Christian Althaus Anfang Januar, der die Durchseuchung in der Schweiz gegenüber CH Media auf rund 20 Prozent, beziehungsweise 1,7 Millionen, geschätzt hat. Überrascht haben die Ergebnisse auch Puhan nicht: «Inzwischen testen wir viel mehr und können auch dadurch die Gesamtzahl der Personen mit durchgemachter Coronavirusinfektion einschätzen.»

Der Kanton Waadt impft besonders schnell

Der Anteil der Personen mit Antikörper im Blut hat sich seit den Messungen im Herbst verdoppelt bis verdreifacht – derart schlug die zweite Welle zu. Es gelang aber, die älteren Personen besser zu schützen: In den Kantonen Genf und Tessin haben sie sogar nur halb so oft Antikörper im Blut.

Wo es nicht so ist, erklären sich die Forscher dies mit dem Impfeffekt: So haben im Kanton Waadt die über 75-Jährigen mit 28 Prozent sogar deutlich mehr Antikörper als die Allgemeinbevölkerung. Wahrscheinlich zeigt sich ein Impfeffekt bei Senioren auch in Neuenburg, Bern und Luzern.

Die Immunität hält mindestens sechs Monate

Ebenfalls mehr Klarheit herrscht bezüglich Dauer der Immunität: Laut der Studie haben gut 90 Prozent der im Frühling diagnostizierten Personen auch nach sechs Monaten noch Antikörper. Auch Studien aus dem Ausland gehen aktuell von einer Immunität von sicher 6 bis 9 Monaten aus.

Langzeitfolgen können auch nach einem milden Verlauf auftreten

Nur bei Long Covid herrscht noch keine Einigkeit. Dies, weil die Studien bezüglich Symptomen und Zeitraum nach der Infektion nicht einheitlich sind. Laut der Corona-Immunitas-Studie fühlt sich ein Viertel nach einem halben Jahr noch nicht komplett erholt, 10 bis 15 Prozent sind stark beeinträchtigt. Einige davon hatten einen schweren Verlauf, Langzeitfolgen wurden aber auch bei 23 Prozent beobachtet, die einen milden Verlauf durchmachten.

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