Gallati zur Taskforce-Diskussion: «Ich möchte nicht, dass meine Berater abweichende Meinungen verbreiten»

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Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati sagt: «Die Wissenschaft muss Fakten liefern und diese einordnen, entscheiden muss aber die Politik.» Britta Gut

Eine knappe Mehrheit der Wirtschaftskommission im Nationalrat will, dass nur noch Bundesrat und Parlament über Coronamassnahmen informieren sollen. Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes solle sich nicht mehr äussern.

In der Sendung «Forum» auf Radio SRF sagte Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Maulkörbe seien unerwünscht, man müsse sich den Auftrag der Taskforce aber genau anschauen. Es sei ihre Aufgabe, den Bundesrat zu beraten, nach einem Entscheid der Landesregierung sollte das Gremium aber nicht mehr an die Öffentlichkeit treten.

«Der Entscheid liegt bei der politischen Führung»

«Ich habe auch Leute, die mich beraten, aber ich möchte auch nicht, dass ein Berater im Vorfeld oder nach Entscheiden öffentlich abweichende Meinungen kundtut.» Das gebe ein Durcheinander und verwirre die Bevölkerung. Gallati sagte, die Wissenschaft und ein Gremium wie die Taskforce habe eine dienende Funktion. Sie müsse Fakten liefern und diese auch einordnen, «der Entscheid liegt dann bei der politischen Führung».

Die Taskforce sei aus seiner Sicht zu gross, mit 60 Mitgliedern sei das schon fast ein Parlament. Dass es darin abweichende Meinungen gebe, ist für Gallati logisch. «Der Ökonom weist auf wirtschaftliche Folgen hin, der Epidemiologe legt den Fokus auf die Infektionszahlen und Spitalbelegungen.» Auf Nachfrage der Moderatorin sagte Gallati, der einzelne Wissenschaftler, der in der Taskforce sei, solle sich mit Äusserungen zurückhalten.

«Ich habe nicht Wissenschaftler, sondern Spitaldirektoren gefragt»

Gallati sagte weiter, die Wissenschaft treibe ihn nicht vor sich her. Das sei nicht möglich, denn die Experten äusserten sich nicht einheitlich. «Das kann sie bei einem Virus auch nicht, das erst seit 14 Monaten bekannt ist», gab er zu bedenken. Der Gesundheitsdirektor liest derzeit ein Buch zur Geschichte von Pandemien. Nicht nur in der Coronakrise, auch früher seien Wissenschaftler und Forscher lange im Dunkeln getappt.

Auf die Frage, ob er Mitte Dezember auf die Wissenschaft gehört habe, als der Kanton die Massnahmen verschärfte, sagte Gallati: «Nein, damals ging es um die Belastung der Spitäler und Intensivstationen.» Da habe er nicht Wissenschaftler gefragt, sondern Spitaldirektoren und Chefärzte. «Ihre Antwort war: wenn die Fallzahlen weiter so steigen, bricht das Gesundheitssystem zusammen.»

Politiker in Bern sollten vier bis sechs Wochen in die Zukunft schauen

Auch die Parlamentarier seien sich nicht einig, den Aufruf an den Bundesrat, am 22. März die Restaurants zu öffnen, hätten nur 51 Prozent unterstützt. Auch die Politiker in Bern müssten jetzt vier bis sechs Wochen in die Zukunft schauen, sagte Gallati. Man könne nicht alles aufmachen, wenn die Zahlen steigen.

Und er sagte, wenn er Bundesrat Ueli Maurer treffe, würde er diesen fragen, warum er sich nur einmal gegen Corona impfen lasse. «Entweder zweimal, oder gar nicht, aber einmal ist sinnlos», sagte Gallati.

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Einmal und nie mehr

Chem Trail
schrieb am 05.03.2021 09:47
Vor der Wahl hat er uns alle angelogen, kaum gewählt hat er alles anders gemacht als versprochen.
Er gehört abgewählt.
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