Von der Unihockeybande ins Restaurant: Neustart für Björn Karlen

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«Man kann von einer einmaligen Chance sprechen», sagt Björn Karlen zu seinem Rücktritt als Trainer des Erstliga-Teams von Unihockey Mittelland, der diese Woche publik geworden ist. Bereits gegen Ende des vergangenen Jahres hat Karlen die Vereinsführung über sein Absichten informiert. Mit dem Abschied bei UM kehrt der 40-jährige Berner dem Unihockeysport generell den Rücken: Er wird künftig als «Chef de Service» im Restaurant «Lokal» in Bern tätig sein.

Das stadtbekannte Gasthaus im Berner Breitenrain-Quartier mit seinem kulturellen Programm wurde von Beni Abplanalp, Karlens Assistenztrainer bei UM, und dessen Frau Rebekka Wieland übernommen und soll im Mai seine Türen öffnen. «Für uns ist das ein idealer Einstieg. Wir können bei Null beginnen in einem Restaurant, dessen Name man kennt», sagt Björn Karlen. Die geplanten Corona-Lockerungsmassnahmen des Bundesrates dürften ihnen in die Karten spielen. «Die Leute brennen darauf, wieder auswärts essen und trinken zu gehen», sagt Karlen.

Das interessante Angebot sorgte für schlaflose Nächte
Mit dem Wechsel von der Unihockeybande in die Gastronomie betritt Björn Karlen keineswegs Neuland. Als Barkeeper und Mitarbeiter in Restaurants oder in der Weinhandlung eines Freundes hat er neben seiner hauptberuflichen Funktion als Unihockeytrainer schon Erfahrung in dieser Branche gesammelt und wertvolle Kontakte geknüpft. Trotzdem hat die Anfrage von Beni Abplanalp für schlaflose Nächte gesorgt. «Der gemeinsame Weg mit dem Fanionteam von Unihockey Mittelland ist eigentlich noch nicht fertig», erklärt Karlen. Die Mannschaft habe sich seit Beginn seines Engagements vor zweieinhalb Jahren nach Wunsch entwickelt und wäre bereit gewesen für den nächsten Schritt hin zu einer Playoff-Equipe mit Ambitionen im Aufstiegsrennen.

Die Coronapandemie, wegen der die beiden letzten 1.-Liga-Spielzeiten abgebrochen wurden, machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. «Der erneute Abbruch hat uns ein gutes Jahr zurückgeworfen», sagt Karlen. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung des Todes von Spieler Raphael Hasler im vergangenen Sommer viel Kraft gekostet hat. Angesichts dieser Umstände habe der Zeitpunkt des Jobangebots im Herbst einfach gepasst.

Beide Berufe wären nicht zu vereinbaren gewesen
So widmet sich Björn Karlen in diesen Tagen dem Umbau der Küche und personellen Fragen anstelle von Taktik und Trainingseinheiten. Für ihn war von Beginn weg klar, dass sich beide Aufgaben nicht kombinieren lassen. «Das ist utopisch. Eine Arbeit hätte immer gelitten», sagt Karlen. Eine Rückkehr an die Bande schliesst er trotz allem nicht aus. «Unihockey ist nach wie vor meine Leidenschaft. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass mir nach acht Jahren in der gleichen Liga eine Pause gut tut», sagt Karlen.

Er blicke nun gespannt auf sein «zweites Leben», in dem der löchrige weisse Ball keine Hauptrolle spielt – zum ersten Mal nach 28 Jahren. «Bei Unihockey Mittelland aufzuhören ist schade, weil mir die Arbeit beim Verein und mit den Spielern gefallen hat», sagt Björn Karlen, «andererseits freue ich mich sehr auf den neuen Abschnitt.»

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