Der EHC Olten legt einen Traumstart in die Playoffs hin – MIT VIDEO

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Tauchte immer wieder gefährlich vor Sierre-Goalie Remo Giovannini auf: Oltens Topskorer Garry Nunn (links). (Bild: Pascal Muller/Freshfocus)

Es lief die 53. Minute, als sich Oltens Stürmer Brennan Othmann kopfvoran in einen gegnerischen Schuss warf. Der Puck prallte an sein Bein, der 18-Jährige verliess das Eis humpelnd und unter dem Gejohle seiner Mitspieler, die die aufopferungsvolle Aktion Othmanns auf der Bank lautstark feierten. Dieser Einsatz stand stellvertretend für den kämpferisch überaus starken Auftritt der Oltner, die insgesamt 14 gegnerische Abschlussversuche blockten, unzählige Zweikämpfe gewannen und ebenso viele Checks verteilten. Der EHC Olten spielte in Sierre richtiges Playoff-Hockey, und wurde dafür mit einem 4:0-Sieg und einem veritablen Traumstart in die Playoff-Kampagne 2021 belohnt.

Welches Gesicht würden die Oltner in diesem ersten Viertelfinal-Duell im Wallis zeigen? Nach einem etwas nervösen Start bekamen die Spieler von Headcoach Fredrik Söderström das Geschehen bald einmal in den Griff. Garry Nunns wichtiger Treffer zum 1:0 beruhigte die Nerven. Doch das 2:0, welches die Bemühungen der Oltner noch mehr belohnt hätte, wollte einfach nicht fallen. Allein im zweiten Drittel vergab der EHCO innert fünf Minuten ebenso viele hochkarätige Chancen. Und hatte dann Glück, dass Sierre seinerseits seine Möglichkeiten nicht zu nutzen vermochte. In dieser Phase war Oltens Schlussmann Silas Matthys enorm wichtig und zeigte einige starke Paraden.

Und es kam noch viel besser aus Sicht der Gäste, die sich auch vom knappen Spielstand nicht aus der Ruhe bringen liessen. Leonardo Fuhrer und Brennan Othmann sorgten mit einem Doppelschlag im dritten Drittel für die Entscheidung und belohnten die Mannschaft für ihre herausragende Leistung.

Es haben nicht mal alle ihr Potenzial ausgeschöpft
Es fällt schwer, aus diesem starken Kollektiv überhaupt einzelne Akteure herauszustreichen. Alle Spieler leisteten ihren Beitrag zu diesem souveränen Erfolg. Ein Erfolg, den man der Mannschaft nach dieser durchwachsenen Qualifikation in dieser Form kaum zugetraut hätte. Aber in Sierre passierte genau das, was sich jeder Trainer in den Playoffs erhofft: Alle Spieler schalteten noch einmal einen Gang hoch.

Und das Beste aus Sicht der Oltner? Es haben noch längst nicht alle Akteure ihr Potenzial ausgeschöpft. In Sierre waren es die erste und die dritte Sturmlinie, die die Tore erzielten. Kommen auch noch Jewgeni Schirjajew und Stan Horansky offensiv in Fahrt, dann ist dieser EHCO noch schwerer ausrechenbar.

Aller Freude zum Trotz wollte Oltens Trainer Fredrik Söderström nicht in Euphorie ausbrechen: «Dieser Sieg ist zwar schön, aber trotzdem nur ein Sieg wert. Wir wissen alle, dass es deren vier braucht, um eine Playoff-Serie zu gewinnen.» Dennoch war der Schwede selbstredend zufrieden mit dem, was er von seinen Spielern gesehen hatte: «Es war ein fast perfektes Spiel von uns. Wir hätten uns keinen besseren Start in diese Playoffs wünschen können. Die Arbeitseinstellung war brillant. Wir haben während des ganzen Spiels unzählige Schüsse geblockt. Wir haben unser Spiel einfach gehalten, die Pucks gut aus dem eigenen und gut ins gegnerische Drittel gebracht. Wir haben den Raum vor dem eigenen Tor gut geschützt und hatten mit Silas Matthys auch einen starken Goalie, der die guten Chancen von Sierre zunichte gemacht hat.»

«Ein Musterbeispiel, wie es funktionieren kann.»
Für die Oltner ist dieser Sieg auf jeden Fall Gold wert. Vor allem dann, wenn sie den Schwung und all die Tugenden, die sie an den Tag legten, mitnehmen können in die nächste Partie. Wobei diese fehlende Konstanz während der Qualifikation ja eines der weniger guten Markenzeichen des EHC Olten gewesen ist: «Wir müssen demütig bleiben. Wenn wir am Freitag da anknüpfen, wo wir heute aufgehört haben, dann habe ich ein sehr gutes Gefühl. Jetzt haben wir für uns ein Musterbeispiel, wie es funktionieren kann», unterstrich Fredrik Söderström.

Der Schwede hatte besonders Freude an den Signalen, die die Mannschaft aussendete: «Es hat mich extrem gefreut, wie sich die Jungs auf der Bank gegenseitig angefeuert haben.» Es war in der Tat bemerkenswert, mit wie viel Leidenschaft und Begeisterung die Oltner Cracks in diesem ersten Playoff-Duell in Sierre ans Werk gingen. Das sind Kennzeichen einer intakten Mannschaft.

Am Freitag kommt es im Kleinholz zum zweiten Spiel dieser Viertelfinalserie. Wir erinnern uns: Schon während der Qualifikation hat immer das Auswärtsteam gewonnen. Es wäre an der Zeit, dass der EHC Olten diesen Trend durchbricht.

Sierre - Olten 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)
Grabenhalle. – Keine Zuschauer. – SR: Ströbel/Müller, Micheli/Stalder. – Tore: 15. Nunn (Knelsen, McTavish) 0:1. 48. Fuhrer (Othmann) 0:2. 51. Othmann (Philipp Rytz, Weisskopf/Ausschluss Asselin) 0:3. 56. Nunn (Knelsen) 0:4. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Sierre, 4-mal 2 Minuten gegen Olten.
Sierre: Giovannini; Meyrat, Maxime Montandon; Bezina, Berthoud; Brantschen, Dozin; Wyniger; Dolana, Castonguay, Bernazzi; Rimann, Arnaud Montandon, Asselin; Heinimann, Bonvin, Monnet; Surdez, Jolliet, Kyparissis; Privet.
Olten: Matthys; Lüthi, Stämpfli; Elsener, Philipp Rytz; Weisskopf, Maurer; Gurtner, Schwarzenbach; McTavish, Knelsen, Nunn; Horansky, Schirjajew, Wyss; Fogstad Vold, Fuhrer, Othmann; Weder, Schwab, Oehen.
Bemerkungen: Sierre ohne Vouardoux, Bürer, Molinari, Dayer (alle abwesend), Fellay (verletzt), Hughes, Smons und Vouillamoz (Farmteam). Olten ohne Rexha, Hüsler (beide verletzt), Heughebaert, Suleski, Portmann, Halberstadt und Daneel (alle überzählig). 13. Pfostenschuss Maxime Montandon. 59. Pfostenschuss Knelsen. 60. Pfostenschuss Schirjajew.

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