Zürcher Büro gewinnt Architekturwettbewerb für neues Luzerner Sicherheitszentrum

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So soll das geplante Sicherheitszentrum beim Bahnhof Rothenburg aussehen. Bilder/Visualisierungen: zvg
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Zwischen den Gebäuden ist ein begrünter Innenhof geplant
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Der Grundriss des Sicherheitszentrums, unten die Bahngeleise und der Bahnhof Rothenburg, oben die Autobahn A2.

2028 soll beim Bahnhof Rothenburg der Neubau des Sicherheitszentrums bezogen werden. Bis dahin muss das Projekt noch einige Hürden nehmen. Die reinen Baukosten betragen 112 Millionen Franken – 20 Millionen mehr als in einer Machbarkeitsstudie von 2019 prognostiziert, verlautete an einer Medienkonferenz.

Gestern haben Regierungspräsident und Finanzdirektor Reto Wyss (CVP) und der Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, Paul Winiker (SVP), das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs in Luzern vorgestellt. Sie hatten letztmals 2019 informiert (wir berichteten). «Für unser Departement mit der Luzerner Polizei und weiteren Dienststellen im Bereich Sicherheit ist das Projekt von zentraler Bedeutung», sagte Regierungsrat Winiker.

Der Kanton hat 2020 einen anonymen zweistufigen Wettbewerb durchgeführt. 16 Projektvorschläge gingen ein. Eine 13-köpfige Jury wählte fünf Projekte aus, die für die zweite Stufe überarbeitet wurden. Die Jury am meisten überzeugt hat der Vorschlag des Planerbüros atelier ww Architekten SIA AG aus Zürich. Es realisierte in Luzern bereits die Messehallen auf der Allmend. Der Vorschlag sei städtebaulich und funktional sowie aufgrund der Nachhaltigkeit als bestes Gesamtkonzept bewertet worden. Der Regierungsrat gab dem Projekt am 3. März den Zuschlag, erklärte Reto Wyss.

Der Neubau soll in Hybridbauweise aus Holz, Beton und Stahl gebaut werden. Über dem Sockel ist ein mehrgeschossiger Hochbau geplant. Der Regierungsrat lege, wo immer möglich, besonderen Wert auf die Verwendung von Holz, sagte Wyss. Holz sei leicht und CO2–neutral, ermögliche einen hohen Vorfertigungsgrad und eine rasche Bauausführung vor Ort. Verwendet werden soll unter anderem Fichtenholz aus einheimischen Wäldern.

Einsatzzentrale für drei Zentralschweizer Kantone

Der Bau wird auf einer dem Kanton gehörenden Parzelle im Gebiet Wahligen direkt neben dem Bahnhof Rothenburg und nahe beim A2-Anschluss zu stehen kommen. Für die Parzelle existiert ein gültiger Bebauungsplan der Gemeinde. Im Sicherheitszentrum sollen die Sicherheits- und die Verkehrspolizei stationiert werden. Der bisherige Stützpunkt Sprengi in Emmenbrücke ist laut Paul Winiker überbelegt und veraltet. Ein Neubau habe sich nicht gelohnt. In Rothenburg sollen auch die Dienststelle Lebenskontrolle und Verbraucherschutz sowie der Veterinärdienst Platz finden (heute sind sie in Luzern). Im Dezember hat der Regierungsrat ausserdem beschlossen, eine sogenannte integrierte Leitstelle in Rothenburg zu realisieren. Das ist eine neue Einsatzzentrale für Polizeien und Blaulichtorganisationen der Kantone Luzern sowie auch Ob- und Nidwalden. «Die integrierte Leitstelle ist ein Quantensprung, das gibts in der Schweiz nirgends», sagte Winiker. Mit dem Zusammenzug spare die Luzerner Polizei rund 250 000 Franken für Mieten im Jahr. «Dieses Geld können wir in die Kernaufgaben der Polizei investieren», so der Departementsvorsteher.

Gemäss einer Grosskostenschätzung würden sich die reinen Baukosten des Siegerprojekts ohne Einrichtung und Ausstellung auf rund 112 Millionen Franken belaufen. «Das sind zirka 20 Millionen mehr als in der Machbarkeitsstudie 2019 geschätzt», sagte Finanzdirektor Reto Wyss.

Die Mehrkosten basierten einerseits auf der breiten Verwendung von Holz. Andererseits sprach Wyss von einer «Unschärfe, die einer Bauplanung dieser Grösse zugrunde liegt». Die Integration der Einsatzzentrale sei in den 112 Millionen noch nicht enthalten und führe zu weiteren Mehrkosten, die noch nicht abgeklärt seien. Das «Preisschild» werde bis im Sommer genauer bekannt sein.

Nach dem Entscheid für das Projekt wird die Dienststelle Immobilien gemeinsam mit den Nutzern die Botschaft für den Projektierungskredit ausarbeiten. Im Sommer will die Kantonsregierung den Kredit in den Kantonsrat bringen. Voraussichtlich im Sommer 2023 ist eine Volksabstimmung geplant.

Arbeitsort für rund 250 Kantonsangestellte

Rund 250 kantonale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in Rothenburg einen neuen Arbeitsplatz erhalten. Das Sicherheitszentrum Rothenburg ist Teil der kantonalen Investitionsplanung. Diese umfasst weitere wichtige Bauvorhaben, so auch das geplante Zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmenbrücke.

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