Mit Erdwärme das Klimaziel erreichen

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Eine Sondierbohrung beim Axpo-Unterwerk lieferte 2007 ermutigende Resultate. Bild: Peter Keller
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Die Wärmeflusskarte zeigt, dass die Region Potenzial hat. Bild: zvg

Die Energieplanung der Zofingengegio angeschlossenen Gemeinden gibt den Takt vor: Bis 2050 soll der gesamte Energiebedarf CO2-neutral und erneuerbar abgedeckt werden. In der Energiestrategie des Bundes wird damit gerechnet, dass die Geothermie rund sieben Prozent des benötigten Stromsliefern kann. Hinzu kommtein sehr grosses Potenzial fürdie Bereitstellung von Heiz­wärme.

Verschiedene Mitglieder des Grossen Rats – unter ihnen der parteilose Zofinger Hans-Ruedi Hottiger – stellen in einem Vorstoss fest: «Um das geothermische Potenzial direkt unter unseren Füssen zu nutzen, muss die Energie jedoch erschlossen und an die Erdoberfläche gebracht werden.» Die Interpellanten wollen vom Regierungsrat wissen, ob der staatlichen AEW Energie AG entsprechende Aufträge erteilt wurden.

Geothermie? Da geht es doch um gefährliche Experimente? Nach «Deep Heat Mining» 2007 in Basel musste 2013 auch das St. Galler Geothermie-Projekt gestoppt werden. Die Bohrung hat ein Erdbeben der Stärke 3,6 ausgelöst, das vom Bodensee bis ins Appenzellerland spürbar war. Erdwärmenutzung ist nicht gleich Erdwärmenutzung. Was in Basel und St. Gallen gescheitert ist, sind Bohrungen, die mindestens95 Grad heisses Wasser liefern sollen, was den Betrieb eines geothermischen Kraftwerks zur Stromerzeugung erlaubt.

Die Region um Oftringen hat grosses Potenzial

Auch in Oftringen träumte man ursprünglich diesen Traum. Eine Probebohrung auf 700 Meter Tiefe beim Axpo-Unterwerk im Gebiet Alp lieferte 2008 vielversprechende Werte. Eine Potenzialstudie zeigte auf, dass hier in 1200 Meter Tiefe mit nur 53 bis 71 Grad zu rechnen ist. Zu wenig für eine Stromproduktion, aber eine genug hohe Temperatur für den Betrieb einer Fernwärmeversorgung. 2013 gründete die EW Oftringen AG die Tochtergesellschaft «Erdwärme Oftringen AG». Bis 2016 hoffte deren Verwaltungsrat, zusammen mit der Erzo, welche ab ihrer Kehrichtverbrennungsanlage Fernwärme liefert, die Erdwärmequelle erschliessen zu können. Die Erzo wählte damals eine andere Strategie, um ihr Netz nach einer Stilllegung der KVA weiterzubetreiben.

Die Erdwärme Oftringen AG bestehe noch immer, sagt deren Verwaltungsratspräsident Anton Bucher, aber sie sei inaktiv.Vielleicht bringe der aktuelle Vorstoss im Grossen Rat die Region dazu, sich hinter das Projekt zu stellen. «Was wir benötigen, sind Partnerinnen und Partner».

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