Alex Capus im Interview zum Kulturpreis: «Ich bin tatsächlich der informelle Botschafter der Stadt gegen aussen»

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Alex Capus in seiner Galicia Bar in Olten (Archivbild Aleyx Spichale)

2004 erhielt Alex Capus einen Anerkennungspreis - nun folgt mit dem Kulturpreis - dotiert mit 6000 Franken - die höchste kulturelle Auszeichnung der Stadt Olten: Capus «besitze wie kein Zweiter Ausstrahlungskraft in die Schweiz und über deren Grenzen hinaus, von der auch seine Heimatstadt Olten zehren dürfe, deren Entwicklung er mit zugleich kritischem wie auch wohlgesinntem Blick begleite», lässt sich die fünfköpfige Jury in der Mitteilung zitieren. Gewürdigt wird auch« sein Wirken als Kulturvermittler von Konzerten, Lesungen und weiteren kulturellen Events in seiner Galicia Bar». Die Preisverleihung soll am 6. Juni im Kulturzentrum Schützi stattfinden. Diese Zeitung hat den 59-Jährigen telefonisch in seiner Galicia Bar erreicht, wo er derzeit an seinem neuen Buch schreibt, das im Herbst 2022 erscheinen soll.

2004 erhielten Sie den Anerkennungspreis der Stat Olten, nun den Kulturpreis. Was bedeutet das für Sie?

Das ist eine Ehre für mich und freut mich sehr. Alles, was ich tue, mache ich in diesem Städtli. Und dieses Städtli hat mich seit über 50 Jahren geduldig ertragen. Es ist daher schön, dass man gegenseitig noch immer Freude aneinander hat (lacht).

Sie erhalten den Preis explizit nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Kulturvermittler für Ihre Galicia Bar. Das steht nun so gleichwertig nebeneinander. Wie sehen Sie sich selbst?

Das sollen andere beurteilen. Ich mache einfach das, was ich mache. Und ja, in der Galicia Bar gibt es eine Bühne. Es fällt aber auf, dass immer wieder Leute von weit her kommen, um Veranstaltungen in der Galicia Bar zu besuchen.

Die Jury schreibt, Olten würde von Ihrer Ausstrahlungskraft profitieren. Wie sehen Sie das?

Auch in diesem Fall sollen das andere beurteilen. Aber es ist schon so: Wenn ich irgendwo im deutschsprachigen Raum unterwegs bin und die Rede auf Olten kommt, heisst es oft: «Dann kennen Sie sicher den Alex Capus!» Dann sage ich dann: «Ja, ich bin der Alex Capus!» Vielfach glauben die Leute es dann nicht, und ich muss mich ausweisen (lacht). Ich stelle so fest, dass ich tatsächlich der informelle Botschafter der Stadt gegen aussen bin. Das mache ich gerne, weil ich Olten ja auch gerne habe.

Was haben Sie mit dem Preisgeld von 6000 Franken vor?

Das weiss ich noch nicht. Aber seit der Coronapandemie sind auch meine Einnahmen deutlich reduziert. Das ist ein willkommener Zustupf. obwohl ich noch nicht am Hungertuch nage.

Wir haben Sie beim Schreiben an Ihrem neuen Buch unterbrochen. Wird auch die Stadt Olten eine Rolle spielen?

Eier, die ich noch nicht gelegt habe, begackere ich nicht. Das habe ich noch nie so gemacht. Was ich sagen kann: Bis Ende Jahr will ich mit dem Schreiben fertig sein. Das Buch soll dann im Herbst 2022 erscheinen.

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