SVP-Stadtratskandidat Hansruedi Hauri: «Politik war immer ein Thema»

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Hansruedi Hauri war als Reiseleiter im Herbst 2020 auf der Donau unterwegs – mit der Familie und 90 Gästen. Bild: zvg

Was wollten Sie als Kind werden?

Gartenarchitekt.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Gartenarbeiten bei Nachbarn und holzen im Wald.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Ich durfte schon viele Personen kennenlernen, aber so schlimme Menschen habe ich zum Glück noch nie getroffen.

Wen, der tot ist, möchten Sie gerne wiedersehen?

Meine Vorfahren und Menschen, die mir nahestanden.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Ja, wenn es darum ginge mit dem Entscheid die Natur und viele Menschenleben zu retten.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Ich bin glücklich mit dem, was ich habe. Einzig diese Pandemie sollte endlich zu Ende gehen.

Wofür sind Sie dankbar?

Dass ich und meine Familie hier in Zofingen und in der Schweiz leben dürfen.

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Ich denke schon, meine besten Freunde kenne ich schon seit der Schulzeit. Nach all den Jahren haben wir immer noch engen Kontakt.

Was bezeichnen Sie als Heimat?

Zofingen, der Ort wo ich aufgewachsen bin, wo meine Kinder aufwachsen, wie schon meine Vorfahren seit mehr als 300 Jahren.

Welche Speisen essen Sie aus Heimweh?

Cervelat und Gnagi.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Dass die Menschheit einsieht, welchen Raubbau sie an der Erde betreibt.

Welche Probleme löst eine gute Ehe?

Eine gute Ehe lässt grössere Probleme gar nicht erst aufkommen. Zusammen reden und über Sorgen zu sprechen ist – wie in allen Bereichen des Lebens – das beste Rezept für ein glückliches Zusammensein.

Warum sind Sie Politiker geworden?

Ich bin in einer politisch aktiven Familie aufgewachsen. Meine Vorfahren engagierten sich bei der damaligen BGB (Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei). Politik war bei uns immer ein Thema. Insbesondere die Weltpolitik, die natürlich einen prägenden Einfluss auf das von meinem Vater gegründete Reisebüro hatte. Das ist der Grund, weshalb ich schon im Schulalter der SVP Zofingen beitrat.

Was reizt Sie an der Aufgabe als Stadtrat?

Meine Heimat- und Wohngemeinde konstruktiv mitzugestalten.

Bezahlen Sie Ihre Steuern gerne?

Wenn man von der Infrastruktur profitieren will, gehört auch das Steuernbezahlen dazu. Es gibt sicher Schöneres, aber wenn der Franken richtig eingesetzt wird schon.

Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben und wofür zu wenig?

Die Gefahr, für etwas zu wenig auszugeben, ist nicht so gross. Sorgen bereiten mir die geplanten hohen Investitionen der nächsten Jahre und die ständig steigenden wiederkehrenden Kosten. Dadurch sind Investitionen in die Attraktivität und die Infrastruktur gefährdet. Es gilt das dringend Notwendigste vom Wünschbaren zu trennen.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Die Magie der Wildkräuter.

Was werden Sie als neugewählter Stadtrat als Erstes in die Wege leiten?

Zuerst gilt es, sich rasch im zugeteilten Ressort einzuarbeiten und die Ist-Situation zu analysieren. Grundsätzlich braucht es für jede Veränderung einen Stadtratsbeschluss.

Kinderfestweggen oder Kinderfesttorte?

Kinderfestweggen.

Wie sieht die – für Sie – optimale Besetzung des Stadtrats aus den 11 Kandidatinnen und Kandidaten aus?

Wenn sich kein Block eine Mehrheit sichern würde und die Kandidaten der FDP und SVP bei den Gewählten wären.

Was ist das beste Argument, das gegen eine Wahl von Ihnen spricht?

Jetzt hat er fast keine Zeit mehr für den Garten und Ferien mit der Familie.

Kinderfest mit Gefecht oder ohne?

Natürlich mit Gefecht! Es ist mir ein grosses Anliegen, dass dieses auch zukünftig im traditionellen Stil, wie in der Gemeindeordnung festgeschrieben, durchgeführt wird.

Was mögen Sie an Zofingen – und was überhaupt nicht?

Besonders mag ich die wunderschöne Altstadt mit den schönen Aussenquartieren und den Heitern mit den umliegenden Wäldern. Der Rückstau vom Bahnübergang Aarburgerstrasse gefällt mir nicht.

Was gibt Ihnen Energie für die Politik?

Die Familie und mein Garten sowie meine positive Lebenseinstellung.

Welcher Film hat Sie nachhaltig beeindruckt?

Joker.

Wie gedenken Sie das Stadtratsmandat mit Ihrem übrigen Berufsleben zu vereinbaren?

Noch vor einem Jahr hätte ich gesagt, es ist nicht möglich. Wegen Corona haben wir das Backoffice digitalisiert. Da ich im Geschäft die ganze Buchhaltung/Administration alleine mache, ist das eine grosse Entlastung.

Erachten Sie die Entschädigung für das Stadtammann-Amt als angemessen?

Gegenüber dem Durchschnitt im Bezirk sicher am oberen Limit. In Anbetracht der vielen Aufgaben, auch als Zentrumsgemeinde, aber angemessen.

Welche Partei ist im aktuellen Stadtrat übervertreten, welche untervertreten?

Die bürgerlichen Parteien sind untervertreten, die SVP ist gar nicht drin. Der Stadtrat widerspiegelt nicht die Wählerstärke der Parteien im Einwohnerrat.

Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Teamplayer?

Teamplayer.

Was können Sie besser: sprechen oder zuhören?

Zuhören.

Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?

Grundsätzlich jedes, einige mehr, andere weniger. Schlussendlich ist es kein Wunschkonzert, als Neuling nimmt man das, was übrig bleibt.

31 Fragen an Kandidierende

Das ZT hat den Kandidierenden für den Zofinger Stadtrat mit einem Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Die Fragen sind einerseits dem berühmten Fragebogen von Max Frisch entnommen, andererseits sind sie von der Redaktion zusammengetragen worden. Die Kandidierenden hatten eine maximale Zeichenzahl zur Verfügung sowie einen Joker. (jam)

Bisher erschienen:

SP-Kandidatin Rahela Syed

FDP-Kandidat André Kirchhofer 

FDP-Kandidat Andreas Rüegger

SP-Kandidat Lukas Fankhauser

Grünen-Kandidation Christiane Guyer

Zur Person

Alter: 40 Jahre
Zivilstand: verheiratet mit Janice Hauri
Kinder: Vater von Hanna und Joshua
Höchste Ausbildung: Kaufmann
Beruf: Inhaber und Geschäftsführer der Hauri Reisen AG
Hobbys: Reisen, Garten, kochen, gut essen

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