Die Autobahn soll zum Solar-Kraftwerk werden

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Die A2-Halbüberdeckung hat die Fläche eines Fussballfeldes. Sie soll zum Sonnenkraftwerk werden.Bild: bkr

Seit Jahren verfolgt der Zofinger Stadtrat das Ziel, die Halbüberdeckung der Autobahn A2 für eine nachhaltige photovoltaische Energieproduktion zu nutzen. «Für uns geht es um ein Leuchtturmprojekt», sagt Andreas Rüegger, der im Stadtrat für das Thema Energie zuständig ist. Mit ihm sei man auf der Linie der Energiestrategie 2050 des Bundes. Konkret sollen 50 Prozent der hier dereinst produzierten Energie durch die Stadt aufgekauft und für ihre Liegenschaften genutzt werden. Damit werde Zofingen dem Label «Energiestadt» noch gerechter.

2016 zeigte ein Vorprojekt, dass eine Photovoltaikanlage auf den 7500 Quadratmetern Fläche (ein Fussballfeld) machbar ist. Ursprünglich war geplant, die Überdeckung mit 15 Grad nach Osten und Westen geneigten Modulen zu bestücken. «Davon sind wir teilweise abgerückt», sagt Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG. Die Rechtsprechung zu Blendung und störenden Reflexionen wurde seit dem vermehrten Aufkommen der Photovoltaik verschärft. Die StWZ Energie AG plant nun teilweise senkrecht aufgestellte – und nicht geneigte Module. Man spricht hier von bifacialen Flächen, die beidseitig mit Zellen bestückt sind. Diese Art der Aufständerung hat – so Marbach –den Vorteil, dass die Strom-Produktionsspitzen nicht am Mittag sind, sondern am Vor- und am Nachmittag anfallen.

Weil zwischen den vertikalen Reihen jeweils 2,6 Meter Zwischenraum sind, kann zusätzlich ein optimaler Trockenstandort für Pflanzen und Tiere realisiert werden. Im Vergleich zum Vorprojekt von 2016 ist nun eine grössere Anlage geplant. Als Unternehmer freut es Marbach natürlich, dass mit der neuen Lösung ein Kilowatt-Peak (die theoretische Nennleistung der Anlage) von 750 statt 550 erreicht werden kann. «Das verbessert neben der höheren Produktionsmenge auch den Preis der Kilowattstunde.» Insgesamt können pro Jahr rund 680 000 kWh produziert werden – was dem Verbrauch von 170 durchschnittlichen Vier-Personen-­Haushaltungen entspricht. In der Zwischenzeit wurde auch die elektrische Erschliessung für die Netzeinspeisung geplant. Neben der Leitung sind ein Kabelblock unter der Wigger sowie ein neuer Mittelspannungstransformator vorgesehen. Diese sind Gegenstand des in Zofingen aufliegenden Projekts. Die Solarpanels hingegen befinden sich auf Strengelbacher Boden, wo sich das Bewilligungsverfahren seiner Finalisierung nähert. Zu den Kosten der Anlage möchte sich Marbach derzeit noch nicht äussern: «Wenn wir die Bewilligungen haben, schreiben wir die Arbeiten aus und erfahren die aktuellen Marktpreise.»

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