Helena Bruns Motto: «Die ganze Welt ist Farbe»

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Helena Brun-Suter vor einem ihrer Bilder im Gewächshaus, wo die Werke besonders gut zur Geltung kommen. Bild: Monika Fischer
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Gesichter, die bei einem Ritual entstanden sind. Bild: zvg

Unter dem Titel «Die ganze Welt ist Farbe» präsentiert die Künstlerin sowie Kunst- und Maltherapeutin Helena Brun in der Osterwoche ihre in den letzten Jahren entstandenen Werke. Diese können täglich von 14 bis 19 Uhr im Gewächshaus der ehemaligen Gärtnerei in Reiden besichtigt werden.

Wo das Siedlungsgebiet im Reider Oberdorf in die flache Landwirtschaftszone übergeht, zeugen Blumentöpfe und verschiedenste Figuren von der Kreativität der Bewohnerinnen und Bewohner des Holzhauses. «Leben heisst, nicht zu warten, dass der Sturm vorüberzieht, sondern lernen, im Regen zu tanzen», steht auf einer Tafel an der Eingangstüre.

Gärtnerei wird noch einmal für Ausstellung genutzt

Stürme hat die Familie in den letzten Jahren einige überlebt. 1994 übernahmen Adrian und Helena Brun-Suter in dritter Generation die 1975 gebaute Gärtnerei. In den Gewächshäusern zogen sie Beet-, Balkon- und Zimmerpflanzen auf. Vor zehn Jahren mussten sie die Produktion wegen der Konkurrenz aus dem Ausland einstellen. Eine schwierige Zeit für die sechsköpfige Familie. Nach einer Umnutzung der Gewächshäuser steht nun das Ehepaar im Hinblick auf das Alter in Verhandlungen für eine andere Lösung mit der Gärtnerei. Deshalb wird diese noch einmal für ihre Werkschau genutzt. Während der Ehemann nach Stilllegung der Gärtnerei eine Anstellung im technischen Dienst im Alters- und Pflegezentrum Feldheim fand, wandte sich die vierfache Mutter dem Ausbau ihres Ateliers zu, das sie seit 2006 führt. Bei diesem Neustart konnte sie einige Jahre auch in einer Institution für schwerbehinderte Menschen als Kunsttherapeutin arbeiten.

Vierjährige Ausbildung zur Kunsttherapeutin

Sie war 41, als sie bei Eva Brenner in Frauenfeld die vierjährige Ausbildung zur Kunsttherapeutin FKG aufnahm. Neun Jahre lang besuchte Helena Brun immer wieder neue Kurse und erzählt: «Die vielseitige Ausbildung hat mich genährt und mir viel gegeben für meine persönliche Entwicklung und für die Familie, insbesondere für die Begleitung des mit einer Beeinträchtigung geborenen Sohnes Sascha.»

Sie wollte Wissen und Erfahrungen weitergeben. In der gemütlichen Wohnstube gab es nach wenigen Umstellungen genug Raum für ihr Atelier. Innerhalb der therapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie mit Menschen mit Beeinträchtigungen bietet sie auch Biografiearbeit sowie Jahreskurse zu einem bestimmten Thema an. Bei jedem Treffen gibt es Zeit für eigene künstlerische Experimente und Gedankenaustausch.

Der Ausspruch der Malerin Ida Kerkovius (1879–1970) «Die ganze Welt ist Farbe» hat Helena Brun zum Titel ihrer Werkschau inspiriert. «Er passt zu meinem Schaffen und zur Ausstellung.» Brun wird rund 80 Bilder in verschiedenen Techniken und Formaten zu Themen zeigen, die sie immer wieder beschäftigten. Dazu gehören Bilder von Engeln. Sie glaubt, dass es eine geistige Welt gibt, aus der heraus wir kommen und wohin wir dereinst gehen werden. «Diese Energie zeigt sich für mich in der Gestalt der Engel als Boten der geistigen Welt, die zwar unsichtbar und doch immer da sind.»

Oft ist es die Farbe, verbunden mit der Sehnsucht nach immer wieder neuen Farbkompositionen, die Helena Brun zum Malen und Gestalten bringt. Beispiele dafür sind die Collagen aus Seidenpapier, die durch die Leuchtkraft der Komplementärfarben eine unglaubliche Wirkung erzielen.

Naturbilder mit Blumen, Tieren, Zwergen

Angeregt durch die Natur und ihre Lebenssituation als zweifache Grossmutter ist die bunt-fröhliche Reihe der fantasievollen Bilder für Enkelkinder entstanden. Die Natur mit Blumen, Tieren, Zwergen und Sonnenschein regen zum Fabulieren und zu eigenen Geschichten an. Beim gemeinsamen Arbeiten in einer Künstlergruppe bei Werner Kleiber in Ebikon entstehen verschiedene plastische Arbeiten.

In der Ausstellung sind unter anderem die Gesichter zu sehen, die in den letzten zwölf heiligen Nächten bei einem täglichen Ritual entstanden sind (s. Bild). Neben den «Berggeistern» in kräftigen Farben sind andere neue Bilder beeinflusst durch die Trekkingferien in Ladakh vor zwei Jahren. Auch ein Osterzyklus ist zu sehen, der die Wandlung von Karfreitag bis Ostern zeigt.

Wegen der Pandemie findet keine Vernissage statt. Alle Interessierten können sich vom 5. bis 11. April täglich von 14 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung frei im Gewächshaus am Gärtnerweg 4 bewegen. «Die Menschen können sich Zeit lassen zum Verweilen. Ich bin zu den Öffnungszeiten immer da», sagt die Künstlerin, die sich auf Besucherinnen und Besucher freut.

Weitere Infos siehe auch: www.helenabrun.ch

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