glp-Stadtrat Dominik Gresch: «Als Erstklässler wollte ich Papst werden»

20190720_Bild_Weissenstein_Gresch_Dominik.jpg
Dominik Gresch engagiert sich für den Schwingsport wie hier am Weissenstein-Schwinget.Bild: zvg

Was wollten Sie als Kind werden?

In der ersten Klasse wollte ich Papst werden und habe mir deshalb aus Karton sogar eine eigene Mitra gebastelt.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Oberstufenschüler habe ich an der Datenerhebung für die eidgenössische Volkszählung 1990 mitgewirkt.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Niemandem. Jeder Mensch, dem man begegnet, kann eine Bereicherung sein oder auch eine Lektion.

Wen, der tot ist, möchten Sie gerne wiedersehen?

Meine Grosseltern, die übrigens alle in Zofingen gelebt haben.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Nein, es gilt das Mehrheitsprinzip.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Ich bin glücklich und wäre noch glücklicher, wenn ich mehr Zeit mit meinen beiden Töchtern verbringen könnte.

Wofür sind Sie dankbar?

Für mein Leben, auch wenn nicht alles perfekt ist.

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Ja, und es gibt noch Luft nach oben.

Was bezeichnen Sie als Heimat?

Unter Heimat verstehe ich die schönen Erinnerungen an mein Aufwachsen am Bühnenberg in Küngoldingen, die Liebe zu meiner Familie, meinen Angehörigen und Vorfahren sowie meine starke Verbundenheit zu Zofingen.

Welche Speisen essen Sie aus Heimweh?

Wenn ich Heimweh hätte, am ehesten wohl Raclette.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Keine, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Welche Probleme löst eine gute Ehe?

Wie meine laufende Scheidung zeigt, lassen sich nicht immer alle Probleme lösen. Mit meiner Partnerin lerne ich nun, wie wichtig es ist, zu kommunizieren und sich gemeinsam auseinander zu setzen.

Warum sind Sie Politiker geworden?

Meine beiden Grossväter wie auch mein Vater waren politisch interessiert und engagiert. Das hat offenbar auf mich abgefärbt. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Was reizt Sie an der Aufgabe als Stadtrat und Stadtammann?

Das Amt als Stadtammann bietet einen grossen Gestaltungsspielraum. Gleichzeitig braucht es eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Exekutive, die Unterstützung der Stadtverwaltung sowie politische Mehrheiten im Einwohnerrat, um etwas bewirken zu können. Diese Herausforderung reizt mich.

Bezahlen Sie Ihre Steuern gerne?

Das Bezahlen der Steuern ist eine nachvollziehbare Notwendigkeit. Denn ohne Steuern funktioniert keine Demokratie.

Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben und wofür zu wenig?

Es geht nicht darum, die verschiedenen Ausgaben und Investitionen gegeneinander auszuspielen. Entscheidend ist der haushälterische Umgang nach klaren Prioritäten. Investitionen in präventive Angebote wie Bildung oder frühe Förderung lohnen sich besonders.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Ich habe weder ein Buch, das ich gerade lese, noch einen Nachttisch. Letztmals habe ich während den Ferien einen Krimi von Hjorth und Rosenfeldt gelesen.

Was werden Sie als wiedergewählter Stadtrat als Erstes in die Wege leiten?

Vorrangig wird es für mich darum gehen, die laufenden Arbeiten in meinen Bereichen voranzutreiben und so weit wie möglich abzuschliessen, damit ich mich mit gutem Gewissen der angestrebten Herausforderung als Stadtammann stellen kann.

Kinderfestweggen oder Kinderfesttorte?

Kinderfestweggen.

Wie sieht die – für Sie – optimale Besetzung des Stadtrats aus den 11 Kandidatinnen und Kandidaten aus?

Meine Meinung ist nicht wirklich relevant. Das entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

Was ist das beste Argument, das gegen eine Wahl von Ihnen spricht?

Diese Frage müssten diejenigen beantworten, welche mich nicht wählen werden.

Kinderfest mit Gefecht oder ohne?

Wenn es das Wetter zulässt, immer mit Gefecht auf dem Heitern – aus Überzeugung und nicht nur, weil es in Paragraph 2a der Gemeindeordnung vorgesehen ist.

Was mögen Sie an Zofingen – und was überhaupt nicht?

An Zofingen mag ich die Menschen, ihre Stadt und ihre Traditionen. Überhaupt nicht gefallen hat mir das Starkregenereignis vom 8. Juli 2017.

Was gibt Ihnen Energie für die Politik?

Die bisher erzielten Erfolge sowie die Überzeugung, mich für die Allgemeinheit sinnvoll zu engagieren.

Welcher Film hat Sie nachhaltig beeindruckt?

In letzter Zeit ist mir die Netflix-Serie House of Cards positiv aufgefallen.

Wie gedenken Sie das Stadtratsmandat mit ihrem übrigen Berufsleben zu vereinbaren?

Seit über sieben Jahren engagiere ich mich neben meiner beruflichen Tätigkeit erfolgreich als Stadtrat, obwohl die Vereinbarkeit manchmal eine Herausforderung darstellt.

Erachten Sie die Entschädigung für das Stadtammann-Amt als angemessen?

Ja, auch wenn die Entschädigung in vergleichbaren Städten oder Gemeinden teilweise höher liegt.

Welche Partei ist im aktuellen Stadtrat übervertreten, welche untervertreten?

Die Zusammensetzung des Stadtrats bildet den Willen der Wählerinnen und Wähler ab. Auffallend ist, dass die SVP als wählerstärkste Partei zurzeit nicht in der Exekutive vertreten ist.

Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Teamplayer?

Ich bin beides.

Was können Sie besser: sprechen oder zuhören?

Wie es von einem Politiker zu erwarten ist, kann ich besser sprechen. Ich bin mir aber bewusst, dass zuhören manchmal wichtiger ist.

Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?

Mit meiner Kandidatur für das Amt als Stadtammann habe ich zugleich mein Interesse für das Ressort Präsidiales angemeldet. Denn ich möchte die Stadt Zofingen in den kommenden vier Jahren in die Zukunft führen.

31 Fragen an Kandidierende

Das ZT hat den Kandidierenden für den Zofinger Stadtrat mit einem Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Die Fragen sind einerseits dem berühmten Fragebogen von Max Frisch entnommen, andererseits sind sie von der Redaktion zusammengetragen worden. Die Kandidierenden hatten eine maximale Zeichenzahl zur Verfügung sowie einen Joker. (jam)

Bisher erschienen:

SP-Kandidatin Rahela Syed

FDP-Kandidat André Kirchhofer 

FDP-Kandidat Andreas Rüegger

SP-Kandidat Lukas Fankhauser

Grünen-Kandidation Christiane Guyer

SVP-Kandidat Hansruedi Hauri

Mitte-Kandidat Robert Weishaupt

Parteiloser Kandidat Peter Siegrist

 

Zur Person

Alter: 45 Jahre
Zivilstand: in Partnerschaft
Kinder: zwei Töchter
Höchste Ausbildung: Master of Arts in International Affairs
Beruf: Bereichsleiter Kranken- und Unfallversicherung beim Schweizerischen Versicherungsverband SVV
Hobbys/Leidenschaften: Lesen (insbesondere ZT), Wandern, Schwimmen, Schwingfeste, aktuelles Weltgeschehen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Blum Innenausbau AG
Schreinermonteur, Mitarbeiter, Dagmersellen
Metzgerei Kreienbühl AG
Verkäuferin/Koch/Fleischfachfrau Veredelung, Mitarbeiter, Reiden
Hotel Restaurant-Adelboden
Service-Aushilfe, Mitarbeiter,
Schreinerei Hunziker Werner GmbH
Schreiner/in 100%, Mitarbeiter, Rothrist
PB Swiss Tools
Sachbearbeiter/in Personal und, Mitarbeiter,
PB Swiss Tools
Sachbearbeiter/in Personal und, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner