Der EHC Olten will endlich den fehlenden Millimeter erzwingen

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Oltens Esbjörn Fogstad Vold hadert mit seinen vergebenen Chancen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Auch im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie hat sich der EHC Olten gegen den EHC Kloten nicht einen furchteinflössenden Ruf als abschlussstarke Mannschaft erarbeiten können. Chance um Chance liessen die Oltner liegen, ehe klar war, dass man sich für den enormen Aufwand nicht belohnen würde. Einer der offensichtlichsten Gründe für die einreissende Torimpotenz: Die Toplinie um Dion Knelsen, Garry Nunn und Stan Horansky steht auch nach dem zweiten Halbfinalspiel bei numerischer Ausgeglichenheit noch immer ohne Torerfolg da. Kommt sie bei 5-gegen-5 nicht in Fahrt, dann sind umso mehr die Spieler der darauffolgenden Linien gefragt. Dabei stellt sich die Frage: Wer soll das sein?

Viel Zugriff auf das zweite Spiel hatte nebst der Importlinie auch Oltens dritter Sturm um Leonardo Fuhrer, Jerome Portmann und Esbjörn Fogstad Vold. Auch, weil stets einer dorthin ging, wo es wehtut: Vor das gegnerische Tor. «Ich denke, wir haben es gut gemacht. Hinten spielten wir verlässlich und vorne suchten wir den Weg vors Tor und kreierten so viele Chancen. Nur die Tore wollten leider nicht fallen», bedauert Fogstad Vold.

Insbesondere zwei Szenen, in denen er als Hauptprotagonist zwei hochkarätige Chancen vergab, sind dem Norweger mit Schweizer Lizenz auch noch am Folgetag präsent. Zuerst lenkte er vor dem Tor gefährlich ab und danach, wenige Minuten nach dem 0:1-Gegentreffer, stand Fogstad Vold ideal für einen Abpraller eines Horansky-Schusses. «Das Tor war offen, aber irgendwie kam der Goalie noch dran», ärgert er sich.

«Können uns nicht noch zwei solche Spiele leisten»
Esbjörn Fogstad Vold stieg mit einer gesunden Portion Wut im Bauch in die zweite Partie. Denn in Spiel eins in Kloten liess er sich noch wie ein unerfahrener Junior von Klotens Robin Leone austanzen, der daraufhin zum 5:2 traf. «Ich wollte es sicher besser machen und ich habe das Gefühl, dass wir nun den Tritt gefunden haben und es auch kein zweites Spiel ohne einen Treffer von uns geben wird», sagt Fogstad Vold. In der Qualifikation könne man zwei, drei solche Spiele einziehen, aber in den Playoffs liege das einfach nicht drin. «Jede Partie ist ein Leben-oder-Sterben-Spiel», meint er, «wir sind uns bewusst, dass wir uns nicht zwei weitere solche Spiele leisten können. Der letzte Millimeter fehlt uns noch, aber den werden wir uns in Spiel drei erkämpfen, davon bin ich überzeugt.»

Dass der Druck mit 0:2-Siegen zunehme, erachtet Esbjörn Fogstad Vold als gesundes Detail am Rande. «Wir alle spielen schon unser Leben lang Eishockey und waren schon mit vergleichbaren Situationen in Playoffs konfrontiert. Wir wissen, worum es geht und der Weg ist für beide Teams noch ein langer», hält der Stürmer fest. Er sei überzeugt, dass es beim einen oder anderen Klotener auf der Carfahrt nach Hause im Kopf gerattert habe. «Viele Teams wären nach der klaren 2:6-Niederlage in ein Loch gefallen. Wir jedoch haben ein weiteres Mal in dieser Saison bewiesen, dass wir ein Team mit einem riesigen Charakter sind, das sich so schnell nicht geschlagen gibt. Das war ein wichtiges Signal», sagt Fogstad Vold.

Ende Saison wird Fogstad Vold den EHC Olten verlassen und nach vier Saisons in der Schweiz in seiner Heimat Norwegen wieder für den Jugendklub Frisk Asker auflaufen. Bei jenem Klub standen schon Garry Nunn, Ryan Hayes (GCK Lions) oder Eric Castonguay (Sierre) unter Vertrag. Doch davon will Fogstad Vold vorerst nichts wissen. Er glaubt daran, dass Olten heute Abend wieder Tore schiesst.

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