Das neue Impfzentrum Willisau ist bereit für 18'000 Impfwillige

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Bis zu 1500 Personen können im Impfzentrum in Willisau täglich geimpft werden. Bilder: Ronnie Zumbühl
Bis zu 1500 Personen können im Impfzentrum in Willisau täglich geimpft werden. Bilder: Ronnie Zumbühl
Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP)
Im neuen Zentrum gibt es 16 Impfkabinen.
So sieht eine Impfkabine von innen aus.

Noch ist es ziemlich leer vor und in der Festhalle in Willisau. In einer Woche sieht das anders aus: Ab Montag will der Kanton Luzern dort rund tausend Personen pro Tag gegen Covid-19 impfen. Der Kanton öffnet damit sein zweites Impfzentrum. Das erste ist seit Januar auf der Allmend in Luzern in Betrieb. Seit einer Woche wird auch in ausgewählten Arztpraxen geimpft (Ausgabe vom 15. April).

Der Kanton stellte das neue Zentrum gestern den Medien vor. Das erste Wort hatte der Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP), der Anfang April an Covid-19 erkrankte. «Ich bin wieder gesund – kommt näher», sagte er vor der Festhalle gegenüber den Medienschaffenden.

Mit dem zweiten Zentrum will der Kanton den Impffortschritt vorantreiben. Bis im Herbst soll die breite Luzerner Bevölkerung gegen das Virus geimpft sein, sagte Guido Graf. «Ich will unter anderem vorwärtsmachen, weil es langsam auf die Sommerferien zugeht.» Insgesamt sind im Kanton Luzern aktuell 34 912 Personen (Stand 18. April) mit der 1. und 2. Impfdosis geimpft, was 8,5 Prozent der Luzerner Bevölkerung entspricht.

Bereits 5000 Personen mit Termin im neuen Zentrum

Rund 18 000 Personen haben sich mittlerweile für eine Covid-19-Impfung in Willisau angemeldet, 5000 haben bereits einen Termin. Noch vor zwei Wochen hatten sich nur 3500 Personen für eine Impfung in Willisau gemeldet. Weil die Impfungen innert weniger Tage abgeschlossen gewesen wären und der Impfbetrieb somit unbeständig, forderte das kantonale Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) die Impfwilligen dazu auf, sich in Willisau anzumelden. Der Aufruf wirkte also.

Das Impfzentrum in Wil-lisau ist ähnlich aufgebaut wie jenes in Luzern. Im Eingangsbereich werden zunächst die Personalien der zu Impfenden geprüft. Via Tropfensystem geht es dann zur Anmeldung und den 16 Impfkabinen. Ein blauer Teppich und Beschilderungen führen einen durch die Stationen, anschliessend gibt es einen Ruhebereich, da man nach der Impfung 15 Minuten warten sollte. An einem der Check-out-Schalter erhält man schliesslich den Impfnachweis und einen Termin für die zweite Impfung.

Im neuen Zentrum in Wil-lisau wird ausschliesslich der Impfstoff von Pfizer-Biontech verimpft. Dieser wurde bereits bei den Impfungen in Luzerner Pflegeheimen eingesetzt. Die Handhabung ist bei Pfizer-Biontech im Vergleich zum Moderna-Impfstoff aber komplizierter. So ist er beispielsweise weniger lang haltbar und muss bei minus 70 Grad gekühlt werden. «Das Altishofer Transportunternehmen kühlt ihn für uns», sagte Kantonsapotheker Stephan Luterbacher.

Einen Vorteil hat jedoch Pfizer-Biontech zurzeit. Es gibt bei diesem Hersteller keinen Lieferengpass – im Gegensatz zum Moderna-Impfstoff, der im Impfzentrum in Luzern verabreicht wird. Der Kanton Luzern – wie auch der Rest der Schweiz – müssen im Mai deshalb mit weniger Impfstoff auskommen. «Nächste Woche können wir den Betrieb im Impfzentrum Luzern sicherstellen. Im Mai werden wir aber wohl weniger Impfstoff erhalten. Dann können wir auch weniger impfen», sagte Graf. Der Regierungsrat kritisierte deshalb jüngst das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und forderte mehr Verbindlichkeit. Unter anderem müssten in den Verträgen mit den Impfstoffherstellern wöchentliche und nicht quartalsweise Lieferungen festgelegt werden, sagte Graf an der Medienbegehung.

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