Bei den Hornussern geht es um nichts und trotzdem um viel

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Bei Roger Gerhard, Präsident und NLB-Spieler der HG Mättenwil-Brittnau, löst der Modus keinen Begeisterungssturm aus. (Bild: Michael Wyss)

Der Eidgenössische Hornusserverband (EHV) hat entschieden: Am 2. Mai beginnt die Saison 2021 definitiv – drei Wochen später als geplant. Weil im Amateursport nach wie vor nur Aktivitäten mit bis zu 15 Personen erlaubt sind, der Körperkontakt ohne Maske verboten ist und die Sondergenehmigung für einen regulären Spielbetrieb vom Bundesamt für Sport abgelehnt wurde, sah sich die Meisterschaftskommission des EHV aber dazu gezwungen, einen neuen Modus zu entwerfen. Neu werden die aus 18 Spielern bestehenden Mannschaften in drei Gruppen zu sechs Spielern aufgeteilt, die jeweils gegen eine Gruppe des Gegners antreten.

So stehen nur zwölf Akteure auf der Anlage, die restlichen «Startplätze» sind für die Schiedsrichter reserviert. Die Gesellschaften können ihre Gruppen vor jedem Spieltag neu zusammenstellen. Bei zu geringem Kader dürfen die Hornusser maximal einen zweiten Einsatz in einer anderen Gruppe aufweisen.

Keine Auf- und Absteiger und auch kein Meister
In jedem Spiel werden vier Rangpunkte vergeben. Im Idealfall fliesst neben den einzelnen Gruppenmatchs ein zusätzlicher Zähler für das Gesamtresultat in die Mannschaftswertung. Die Punkte verkommen in diesem Jahr allerdings zur Nebensache. Der EHV hat entschieden, dass es weder Auf- noch Absteiger gibt und auch kein Schweizer Meister gekürt wird. «So gesehen geht es um nichts», sagt Roger Gerhard, Präsident und Spieler der Nationalliga-B-Mannschaft der HG Mättenwil-Brittnau. Trotzdem sei es wichtig, dass die Saison nicht zum zweiten Mal in Folge ausfalle. «Sonst besteht die Gefahr, dass die Leute mit dem Sport aufhören und die Mannschaften sich auflösen müssen», warnt Gerhard.

Seine Freude hält sich jedoch in Grenzen. «Es ist schön, dass sich der Verband für uns eingesetzt hat. Der Modus ist aber mit grossem Aufwand verbunden», sagt er. Aus diesem Grund sei noch unklar, ob sich sein Verein überhaupt an der Meisterschaft beteiligen werde. «Ich will zuerst mit den Spielern sprechen und mir ihre Meinungen anhören», sagt Gerhard.

Interessante Erfahrung und offene Fragen
Ähnlich klingt der Tenor beim NLB-Rivalen aus Balzenwil. «Grundsätzlich sind wir froh, dass wir überhaupt hornussen dürfen. Das ist wichtig», sagt Spielleiter Adrian Uhlmann. Er freut sich auf das spezielle Format mit den Gruppen. «Taktisch ergibt sich eine komplett neue Situation. Das wird eine interessante Erfahrung», so Uhlmann. Bei der gestrigen Sitzung hat sich die Equipe geschlossen für eine Teilnahme an der Meisterschaft ausgesprochen, beauftragte die Mannschaftsverantwortlichen aber, mit dem EHV bezüglich zwei Punkten Rücksprache zu nehmen. «Das Schutzkonzept lässt noch offen, wie die Bewirtschaftung nach den Spielen funktionieren soll. Eine Klärung in dieser Sache ist aus finanzieller Sicht wichtig für die Vereine», erklärt Uhlmann.

Ausserdem möchten die Balzenwiler den Verband dazu bewegen, dass man bei Lockerungen im Verlaufe der Saison zum regulären Spielbetrieb zurückgekehrt – und nicht, wie vorgesehen, den «Corona-Modus» durchzieht. «Nach der Absage des Eidgenössischen Fests sind im August zwei Wochenenden frei geworden. Es hätte also genug Termine, um die Meisterschaft regulär zu beenden», sagt Uhlmann.

Eine detaillierte Erklärung des Meisterschaftsmodus im Hornussen finden Sie hier.

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