Mit Vorfreude und Respekt wagen die Basketballerinnen den Saison-Re-Start

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Plötzlich wieder mit Körperkontakt zu trainieren war ein Umgewöhnen. (Bild: gam)

Zwei Partien spielten die Whales Olten-Zofingen letzten Oktober in der zweithöchsten Liga. Dann wurde die NLB-Meisterschaft wegen steigender Covid-19-Fallzahlen unterbrochen und das Training per Bundesratsbeschluss sistiert. Ob die Saison weitergeht, blieb unklar. Mitte März entschied die Covid-19-Expertengruppe von Swiss Basketball, die NLB-Teams wieder trainieren zu lassen.

So trafen sich die Whales Olten-Zofingen am 22. März erstmals nach fast fünf Monaten wieder in der Halle, nachdem sie sich zuvor individuell fit zu halten versuchten. Seit letzter Woche wissen sie: die Meisterschaft wird fortgesetzt. «Wir gingen es mit einfachen Lauf- und Ballübungen langsam an, damit sich alle wieder an den Hallenboden und den Teamsport gewöhnen konnten», sagt Trainer Danijel Brankovic. Zuletzt erhöhten er und Assistenztrainerin Ina Nicosia die Pace. Dem Warm-Up folgen nun jeweils intensive Ausdauer-, Sprungkraft-, Spritzigkeits- und Kraft-Circuit, ehe taktische und spielnahe Sequenzen anstehen. Bei Systemübungen zeigen sich die Folgen der «Zwangspause»: «Die Spielerinnen machen Fehler, aber das ist verständlich und ich kann das akzeptieren», sagt der Trainer, vollen Einsatz verlangt er trotzdem und ruft: «Bewegung, Bewegung, ich kann auf dem Feld keine Zuschauerinnen gebrauchen.» Der 38-Jährige musste das Spielkonzept anpassen, das er nach Amtsantritt letzten Sommer einführte: «Wir müssen die Kräfte einteilen und etwas Tempo rausnehmen, mehr mit Zonenverteidigung statt Manndeckung arbeiten. Auch, um nach den fehlenden Vollkontakt-Trainings Verletzungen zu vermeiden.» Der eher überraschende Re-Start sei physisch und mental eine Herausforderung, meint der Trainer: «Plötzlich wieder an die Grenzen zu gehen, ist nicht einfach.»

Auch das Captainduo Fabienne Hugener und Lara Zambaldi spricht von gemischten Gefühlen. Die Routiniers freuen sich zum einen «wie kleine Kinder» auf die Matches. Weil sie aber nach der langen Pause nicht so fit seien wie nach einer regulären Vorbereitung, bleibt der Respekt vor Verletzungen ebenso gross wie vor dem Kontakt mit anderen Spielerinnen – trainiert und gespielt wird ohne Maske. Im ganzen BC Olten Zofingen hofft man, dass die Gegnerinnen die Schutzkonzepte genauso ernstnehmen wie der eigene Verein. Beim BCOZ ist klar: wer die geringsten Erkältungssymptome spürt, bleibt der Halle fern.

Den Coach müssen die Whales nicht mehr «teilen»

Etwas Gutes hat die Zwangspause für die Zofingerinnen: Sie müssen ihren Coach nicht mehr «teilen». Danijel Brankovic war diese Saison bei zwei Teams in derselben Liga engagiert: bei Olten-Zofingen und bei Baden Basket 54. Beide Vereine und der Verband waren mit dem Doppelmandat einverstanden. Aufstiegsaspirant Baden entschied sich nun aber, vorwiegend wegen der  Planungsunsicherheit, gegen die Saisonfortsetzung. «Ich kann den Rückzug nachvollziehen, er macht mich aber auch traurig – jetzt, wo wir endlich wieder in die Halle dürfen.» Zwei Badenerinnen wollten weiterspielen und verstärken, mit einer Spezial-Transfererlaubnis des Verbandes, bis Saisonende Olten-Zofingen.

Die Whales wollen ab morgen Sonntag den guten ersten Saisonstart bestätigen. Sechs Partien stehen bis Anfang Juni an, um die Doppelrunde abzuschliessen. Die Punkte aus den zwei Siegen im Oktober nimmt Brankovics Team mit. Nach der Vorrunde folgen Playoffs mit der NLB-Gruppe-West um die Qualifikation für das Final 4. Nebst dem NLB-Meister sind die anderen Final-4-Teilnehmer aufstiegsberechtigt. «Wenn wir gesund bleiben, ist viel möglich», glaubt der Headcoach, «der Aufstieg ist aber sicher kein Thema.»

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