So geht es im Aarauer Brügglifeld weiter

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100 Zuschauer dürfen ab sofort wieder ins Brügglifeld – im Sommer werden sich die Ränge wieder füllen. (Bild: Freshfocus)

Es sind nur 100 – aber immerhin: 40 Saisonkarten-Inhaber und 60 weitere Personen (verteilt auf Sponsoren, Gönnervereinigungen, Fanklubs) dürfen am Freitagabend ins Brügglifeld. Ihnen ist vergönnt, was seit Spätherbst 2020 verboten war: Ein Heimspiel des FC Aarau komfortabel auf der Haupttribüne zu verfolgen – und nicht mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit über die Stadionmauer hinweg, während man auf einem Harass oder dem Velosattel balanciert.

100 im Stadion, dazu die kultigen Mauerfans – heute Abend gegen GC dürfte im Brügglifeld seit langem wieder so etwas wie Stimmung aufkommen. Das muss reichen: Denn die Matchbesucher, die sich mindestens so fest wie auf den Fussball auf ein Bier und eine Brügglifelder Wurstspezialität freuen, sollten sich schon zu Hause verpflegen. Es dürfen zwar wieder Leute ins Stadion, dort ein Bier und eine Wurst zu kaufen aber ist gemäss den Bundesbehörden verboten.

So wird das mit den Zuschauern in den verbleibenden vier Heimspielen der Saison (inkl. Cuphalbfinal am 4. Mai gegen Luzern) laufen. Fast schon rosig sind da die Perspektiven für die neue Saison: Diese startet am 23. Juli und der Bundesrat hat in Aussicht gestellt, dass in einer ersten Phase 3000, ab September dann bis zu 10000 Personen in die Stadien gelassen werden. Vorausgesetzt, die epidemiologische Lage ist stabil genug und die Kantone bewilligen die Anlässe.

In den Erläuterungen des Bundesrats ist festgehalten, dass zu Beginn an Grossveranstaltungen nur geimpfte, von Corona genesene oder frisch negativ getestete Personen zugelassen werden (gilt für über 16-jährige Personen). Zudem wird neben der Masken- auch grundsätzlich eine Sitzplatzpflicht gelten, zwei Drittel der Sitzkapazitäten dürfen benutzt werden. Heisst: Die im vergangenen Herbst auf die Stehrampen geschraubte Sitzschalen-Konstruktion im Brügglifeld, die 150000 Franken gekostet und bislang nur einmal benutzt werden konnte, bleibt vorerst bestehen,

Risikospiele gegen GC und Luzern

Das typische Brügglifeld-Feeling, die Kombination aus Fussball schauen im Stehen und durch die Reihen mäandern, kommt so schnell zwar nicht wieder auf. Dafür dürfen die Saisonkarten-Inhaber damit rechnen, in der nächsten Saison wieder uneingeschränkt die Heimspiele besuchen zu können. Um sein treues Publikum nicht zu verlieren und allenfalls sogar noch den einen oder anderen Franken zu verdienen, hat der FCA kürzlich ja mit einer smarten Aktion aufhorchen lassen: Die über 200 verkauften Abos für die laufende Saison sind automatisch auch in der nächsten Saison gültig – bezahlen darf der Fan, so viel er will.

Grosse Vorarbeiten werden im Sommer im Brügglifeld nicht vonnöten sein. Das Stadion ist so hergerichtet, wie es sich am 24. Oktober 2020 präsentierte: Damals durften seit Beginn der Coronapandemie zum ersten und bis dato einzigen Mal mehr als 1000 Fans ins Stadion – 2093 Personen verfolgten das 3:1 gegen Xamax live vor Ort. Drei Tage später wurden Veranstaltungen mit Publikum wieder untersagt, womit auch das Schutzkonzept für Spiele «1000+» wieder in die Schublade wanderte, nun aber vor dem Comeback steht.

Übrigens: Pünktlich mit der Rückkehr der ersten 100 Zuschauer ins Brügglifeld erhöht sich auch die Polizeipräsenz rund ums Stadion. Denn für die bevorstehenden Heimspiele des FC Aarau heute Abend gegen die Grasshoppers und am Dienstag gegen den FC Luzern gilt gemäss AZ-Informationen eine erhöhte Sicherheitsstufe. Was das im Detail heisst, will die Kapo aus «polizeitaktischen Gründen» nicht sagen. Die Gründe für das erhöhte Aufgebot von Sicherheitskräften liegen indes auf der Hand: Bei einem FCA-Heimspiel Mitte April griff eine kleine Gruppe GC-Fans im Gönhard-Quartier wahllos Personen an, die als FCA-Fans zu erkennen waren. Und die Rivalität zwischen den Fanlagern des FC Aarau und des FC Luzern ist hinlänglich bekannt und hat in der Vergangenheit für einige Scharmützel gesorgt.

Nur noch Finalspiele für FC Aarau

GC, Schaffhausen, Kriens, Thun und Stade Lausanne-Ouchy – das Restprogramm des FC Aarau in der Meisterschaft hat es in sich, vier der fünf Gegner befinden sich in der oberen Tabellenhälfte. Gleichzeitig muss die Mannschaft von Trainer Stephan Keller in diesen Partien wohl nahezu das Punktemaximum holen, um bis zuletzt im Rennen um den Barrageplatz zu bleiben. So gesehen ist ab sofort jedes Spiel wie ein Final – der Cupknaller am kommenden Dienstag gegen Luzern sowieso. Zumindest gegen GC muss der FCA bei der Mission «erster Saisonsieg gegen die Hoppers» auf Shkelzen Gashi verzichten: Seit Mitte April fällt der Aarauer Starstürmer mit einer Wadenzerrung erneut aus, bislang ist er nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt; auch hinter seinem Einsatz im Cupspiel gegen Luzern steht ein dickes Fragezeichen. Hingegen sollte Linksverteidiger Bastien Conus nach dem verletzungsbedingten Out gegen Winterthur (3:3) wieder einsatzbereit sein.

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