Jetzt reagiert der Gemeinderat zum Badi-Eklat: Neue Köpfe sollen das Vertrauen zurückbringen

badi1.jpg

Noch liegt der Schlussbericht der «Task Force», welche die Kostenüberschreitungen bei der Sanierung der Badi Reiden untersucht, erst in einem Zwischenbericht vor. Bereits dort aber sind die Erkenntnisse so eindeutig, dass der Reider Gemeinderat aktiv wird, noch bevor die definitive Version des Abschlussberichts vorliegt.

Er hat dem Verwaltungsrat der Badi Reiden AG das Vertrauen entzogen. Ursprünglich wollte die Behörde das Aufsichtsorgan - mit Blick auf die kommende Generalversammlung - neu bestellen. Dies wurde dem Verwaltungsrat letzte Woche mündlich und schriftlich eröffnet. Der Verwaltungsrat habe seine Aufgabe als Führungs-und Kontrollorgan zu wenig wahrgenommen, hält der Gemeinderat Reiden in seiner Begründung fest. Das habe auch damit zu tun, dass die VR-Mitglieder gleichzeitig im operativ tätigen Steuerungsausschuss des Sanierungsprojekts die Mehrheit bildeten. Diese Konstellation habe dazu geführt, dass im Verwaltungsrat die für Kontrollaufgaben nötige kritische Distanz zum operativen Geschäft gefehlt habe.

Mehrkosten wurden bewilligt, obwohl Kredit aufgebraucht war

Weil gleichzeitig die Planung und Kostenkontrolle ungenügend war, seien im Rahmen der bisherigen Sanierungsarbeiten Ausgaben und Projektanpassungen mit Mehrkosten bewilligt worden, nachdem die bewilligten Mittel des Kredits längst aufgebraucht waren. Dass der Gemeinderat am Schluss mit den Budgetüberschreitungen vor vollendete Tatsachengestellt wurde, habe zudem auch dem Vertrauen im Gemeinderat gegenüber dem Verwaltungsrat geschadet. Mit dem sofortigen Rücktritt der Verwaltungsräte erfolgt der Übergang nun rascher. Anlässlich der Gemeinderats-Sitzung vom 10. Mai wird der Gemeinderat bestimmen, wer vorübergehend bis zur ordentlichen Generalversammlung der Badi Reiden AG vom 31. Mai 2021 für die Geschäftserledigung zuständig ist.

Für Gemeindepräsident Hans Kunz sind die personellen Wechsel im Badi-Verwaltungsrat unumgänglich: «Wir wollen damit unsere Verantwortung in dieser Sache wahrnehmen und versuchen, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen.» Der Gemeinderat habe die inzwischen von der Taskforce zusammengetragenen Fakten intensiv geprüft und alle Argumente abgewogen: «Wir waren uns danach einig, dass wir jetzt entschlossen handeln müssen.»

Den Zeitdruck leitet der Gemeinderat aus den Zusammenhängen mit der Gesamtsanierung der Badi ab. Bekanntlich war der Kredit für die Badi-Sanierung schon während der Arbeiten im Hallenbad aufgebraucht. Die kommende Freiluft-Badesaison kann deshalb erst in einer provisorisch instandgestellten Freibadi in Angriff genommen werden. Wenn nun Reiden die Sanierung der Aussenanlage in der Winterpause 21/22 doch noch in Betracht ziehen will, müsste der Gemeindeversammlung im Herbst ein entsprechendes Geschäft vorgelegt werden. «Dafür brauchen wir die entsprechenden Weichenstellungen jetzt», sagt Hans Kunz. Denn ohne eine Vertrauensbasis in die Führung der Badi sei dies ohne Erfolgsaussicht.

 

Die Mitteilung des Verwaltungsrats lesen Sie hier.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Blum Innenausbau AG
Schreinermonteur, Mitarbeiter, Dagmersellen
Metzgerei Kreienbühl AG
Verkäuferin/Koch/Fleischfachfrau Veredelung, Mitarbeiter, Reiden
Treuhand intax ag
Buchhalter(in) 10-40%, Mitarbeiter, Aarau
SL Keramik GmbH
Plattenleger, Mitarbeiter, Muhen
R. Steiner AG
Plattenleger EFZ, Mitarbeiter, Oberkulm
Chocolats Kaufmann
Verkaufspersönlichkeit 60-80%, Mitarbeiter, Buchs
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner