Radweg-Oberflächenbeschaffenheit: Guter Komfort auf dem Veloweg ist ein Sicherheitsbeitrag

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Eine Sanierung eines Velowegs mit einem groben Splittbelag – wie in diesem Beispiel – soll es künftig nicht mehr geben dürfen. Bild: zvg

Velo-affine Grossräte (eine Frau ist nicht unter ihnen) haben sich über Parteigrenzen hinweg gefunden und sagen in einer Motion: So geht es nicht. Nämlich, dass man sich auf dem Aargauer Velowegnetz vom bisherigen sehr feinkörnigen Asphaltbelag zu verabschieden scheint und nun – insbesondere bei der Sanierung bestehender Wege – offenbar auf mit Bitumen aufgebrachten Splitt setzt.

Für Skater ist so ein Belag nicht befahrbar

Dieser Rollsplitt-Belag, heisst es in der Motion, «erhöht nicht nur die Unfallgefahr durch liegengebliebenen Splitt, sondern beeinträchtigt auch den Rollwiderstand der Räder und durch Erschütterungen den Fahrkomfort erheblich. – Mit kleineren Rädern, wie sie beispielsweise Inlineskater nutzen, ist ein solcher Belag unbefahrbar.»

Markus Gabriel, SVP-Grossrat aus Uerkheim, gehört zu den Mitinitianten der Motion. Er sagt: «Trifft man auf einen Radweg mit einem solchen Belag, dann ist die Gefahr gross, dass die Velofahrer auf die Strasse ausweichen – was keine Alternative sein darf.»

Unterschiedliche Standards für Velowegbeläge?

Was die sechs Motionäre, welche der SVP, der SP, der GLP, der EVP und der Mitte-Partei angehören, bereits recherchieren konnten, ist, dass für den Bau von Velowegen im Eigentum des Kantons «anscheinend» interne Vorgaben bestehen. Diese machen einen zweischichtigen bituminösen Belag mit einer feinen Deckschicht zum Standard. «Demgegenüber scheint es an verbindlichen Vorgaben für Velowege im Eigentum der Gemeinden zu fehlen.»

Um die Qualität der Radweg-Oberflächenbeschaffenheit im ganzen Kanton zu gewährleisten, ist es für die Motionäre notwendig, auch die Gemeinden in die Pflicht zu nehmen – «zur Freude der Velofahrenden, Inlineskater und aller übrigen Benutzer».

Touristische Routen und Naturschutz

Was es bei neuen Velowegen und deren Belag auch noch gibt, sind Vorgaben im Zusammenhang mit dem Naturschutz, wie sich Gabriel an seine Zeit als Gemeindeammann von Uerkheim erinnert. «Wir mussten damals aus Rücksicht auf Kleinlebewesen eine Route über einen unbefestigten Weg führen.»

Solche als Radweg beschilderte Kiesstrassen gibt es im Aargau da und dort. Es handelt sich bei ihnen heute aber nicht mehr um Hauptachsen des Veloverkehrs, sondern um Routen, die der Freizeit und der touristischen Nutzung dienen – und in eine schöne und ruhige Landschaft eingebettet sind, was auch Komfort sein kann.

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