Regionalsport: Die Hoffnung ist gewachsen, doch die Unsicherheit bleibt

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Werden auch die Regionalfusballer (hier eine Szene aus dem Derby Oftringen gegen Rothrist) im Juni wieder gegeneinader spielen? (Bild: Otto Lüscher)

Im Amateursport ist die Erleichterung nach den vom Bundesrat vorgestellten Öffnungsschritten gross. Die Landesregierung erklärte am Mittwoch, dass Wettkämpfe draussen wieder erlaubt sein sollten. Konkret bedeutet das: 30 Personen dürfen uneingeschränkt Sport treiben, für den Ligabetrieb gilt sogar die Ausnahme von 50 Personen. Zudem ist auch die Anwesenheit von Publikum erlaubt, rund 300 Zuschauende sind unter freiem Himmel gestattet. Einzig in den Innenräumen gilt weiterhin die Obergrenze von 15 Personen, sofern keine Maske getragen wird. In Kraft treten sollen die Lockerungen am 31. Mai, eine endgültige Entscheidung fällt am 26. Mai. Das bedeuten die angekündigten Lockerungen für die einzelnen Sportarten:

American Football

Bereits Nägel mit Köpfen gemacht wurde im American Football. Am 14. August eröffnen die Argovia Pirates mit einem Heimspiel gegen die Luzern Lions die Meisterschaft in der NLB-Ostgruppe. Bis am 26. September treffen die Pirates neben den Lions je einmal zuhause und auswärts auf die St. Gallen Bears und die Lugano Rebels. Nach der Aufhebung des Kontaktsportverbots ist dieser Spielplan definitiv. Bei den Heimspielen der Pirates sind wie bis anhin «Double-Header» vorgesehen: Um 15 Uhr bestreiten die U19-Junioren auf der Suhrenmatte in Buchs ihre Partie, gefolgt von den Seniors um 18 Uhr.

Faustball

«Alle sind froh, dass es vorwärts geht», sagt Koni Keller, Trainer der NLA-Faustballer des STV Oberentfelden. Diese Aufbruchstimmung sei bereits beim Testspiel unter coronakonformen Bedingungen gegen Rickenbach-Wilen spürbar gewesen. «Die Spieler freuten sich, wieder in Genuss dieser Wettkampf-Atmosphäre zu kommen», so Keller. Der Terminplan des Bundesrats bringt die Faustballer aber in die Bredouille: Der für 1. Mai vorgesehene Meisterschaftsstart wurde erst auf den 29. und 30. Mai und nun auf ein noch unbekanntes Datum verschoben. Swiss Faustball will nächste Woche den ohnehin schon dicht gedrängten Spielplan anpassen. «Bis am 3. Juli steht an jedem Samstag eine Runde an. Ich kann nie mit der kompletten Mannschaft antreten, weil mir immer einige Spieler wegen ihrer Ausbildung fehlen», sagt Keller, «aber damit müssen wir umgehen können.» Auch deshalb hat der STV Oberentfelden dem Verband den Vorschlag eingereicht, die Feldmeisterschaft analog zum Vorjahr nur mit einer Hinrunde auszutragen und den Finalevent im September mit Viertelfinalpartien zu ergänzen. Eine Antwort vom Verband ist bisher ausgeblieben.

Fussball

Hannes Hurter, Geschäftsführer des Aargauischen Fussballverbands (AFV), spricht von einem starken Signal, das der Bundesrat ausgesendet hat. «Jetzt haben wir endlich wieder eine Perspektive und können langsam zurück in unser normales Fussballerleben gehen», sagt er. Grenzenlos sei der Jubel beim AFV indes nicht, vorerst gelte es, den 26. Mai abzuwarten. Die Zuversicht, dass im Juni die Vorrunde und der Aargauer Cup beendet und die Saison 2020/21 somit gewertet werden kann, ist aber grösser als auch schon. Um für die kommenden Wochen gewappnet zu sein, bespricht der AFV-Vorstand nächste Woche verschiedene Szenarien. Wann die Meisterschaft fortgesetzt wird, ist noch offen. «Wir wollen ein sinnvolles Datum finden, müssen aber gleichzeitig wegen der Pandemie vorsichtig sein und Zeitpuffer einbauen. Das gilt auch für witterungsbedingte Verschiebungen», sagt Hurter.

Inlinehockey

«Für uns ist die Situation noch relativ unklar», sagt der Rothrister Marco Eicher, der Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Inlinehockey-Verbandes ist, «wir haben mit Swiss Olympic aber bereits Kontakt aufgenommen und hoffen, dass sich unsere Fragen möglichst schnell klären.» Die Spielpläne stünden bereit, doch gibt es noch verschiedene Dinge zu klären, wie es etwa mit den Vereinen aussieht, die in der Halle ihre Spiele austragen. Wie lange muss die Vorbereitungszeit für die Teams sein, bis sie in die Meisterschaft starten können? Macht man eine Sommerpause und wenn ja, wie lange? «Ende nächster Woche planen wir deshalb eine Sitzung mit den Vereinen, bei denen sie uns ihre Sicht der Dinge darlegen können», sagt Marco Eicher.

Radball

«Vor Anfang September dürfte die Meisterschaft der Aktiven trotzdem nicht beginnen», sagt der für Mosnang spielende Oftringer Andreas Zaugg, «denn viele Radballer können wegen den Sommerferien gar nicht in die Turnhallen.» Sollte Ende Mai tatsächlich wieder einigermassen normal trainiert werden können, bräuchten die Akteure ab dann ein paar Wochen Vorbereitungszeit und wären also Ende Juni bereit – und im Juli beginnen die Sommerferien. So rechnet Andreas Zaugg im August mit ersten Wettkämpfen wie dem Aargauer Cup und dem GP Oftringen und schliesslich ab September mit dem Start in eine verkürzte Meisterschaft. Der Nachwuchs ist übrigens bereits mitten in der Saison und soll diese noch vor den Sommerferien abschliessen.

Schwingen

«Wenn ein Schwingfest mit lediglich 50 Teilnehmern durchgeführt werden kann, lohnt sich das nicht», sagt der Uerkner Doppeleidgenosse Patrick Räbmatter. So gesehen haben die per Ende Monat angekündigten Lockerungen wenig Einfluss auf die Wettkämpfe der Nationalsportart. Die Hoffnung, das Aargauer Kantonale am 6. Juni in Lenzburg dennoch durchführen zu können, ist aber noch nicht komplett zerstört. Die Organisatoren haben eine kantonale Bewilligung für einen sogenannten Testanlass beantragt. Sicher ist bereits jetzt, dass sich die Trainingsbedingungen der Schwinger bald verändern dürften, denn ab 31. Mai sollen wieder alle Sägemehlathleten ohne Maske trainieren dürfen – allerdings nur in definierten Vierergruppen.

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