Ortsbürgergemeinde Reitnau: Soll der Alleingang gewagt werden?

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Reitnau (Archivbild ZT)

Für einmal stehen an der Ortsbürgergemeinde Reitnau am 31. Mai gewichtigere Dinge zur Diskussion als an der Einwohnergemeinde: Die Ortsbürger entscheiden darüber, wie in Zukunft ihr Wald beforstet werden soll. Der Gemeinderat hat entschieden, nicht den Beitritt zum Forstbetrieb Suhrental Ruedertal vorzuschlagen, sondern den Alleingang mit dem im Dorf ansässigen Forstservice hr projects GmbH (ZT vom 4. Mai). Voraussetzung ist, dass an den anderen Gemeindeversammlungen im Suhren- und Ruedertal – teilweise entscheiden die Ortsbürger, teilweise die Einwohner – der neue Forstbetrieb zustande kommt. Gleichzeitig sollen die Ortsbürger auch die Auflösung des aktuellen Forstbetriebs Oberes Suhrental per 30. Juni beschliessen.

Jahresrechnung 2020 schliesst im Minus

Vor den Ortsbürgern tagen die Einwohner ab 20 Uhr. Sie müssen die Jahresrechnung 2020 genehmigen, die ein Minus von 731 700 Franken ausweist. Budgetiert war ein Minus von 143 900 Franken. Grund für den schlechteren Rechnungsabschluss sind tiefere Steuereinnahmen sowie höhere Ausgaben für die Verwaltung, die Bildung und im Bereich der sozialen Sicherheit, sowie höhere Beiträge an die Pflegefinanzierung. Da keine Selbstfinanzierung erwirtschaftet wurde, verringern sich die flüssigen Mittel um 580 000 Franken. Noch kann die Gemeinde von ihrem finanziellen Polster zehren, das sie aufgrund der Fusion von Attelwil und Reitnau aufbauen konnte.

Kredit fürs Dorffest wird abgerechnet

Der Zusammenschluss von Attelwil und Reitnau kann nun auch finanziell abgeschlossen werden. 240 000 Franken betrug der Verpflichtungskredit für die Umsetzungsarbeiten, 241 100 Franken haben die Arbeiten schliesslich gekostet. In der Zeit von 2018 bis 2020 seien Verwaltung und Exekutive mit diversen Arbeiten beschäftigt gewesen, schreibt der Gemeinderat im Traktandenbüchlein. Die IT wurde modernisiert, ein digitales Archivierungsprogramm angeschafft und alle Reglemente überarbeitet. Ausserdem zieren die Dorfeingänge nun neue Ortstafeln.

Die zweite Kreditabrechnung betrifft das Dorffest, das 2020 aus Anlass des 975-Jahr-Jubiläums sowie des Zusammenschlusses hätte stattfinden sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste es jedoch abgesagt werden. Somit wird der Kredit von 104 000 Franken nur knapp zur Hälfte ausgenutzt. Zu Buche schlagen bereits bezogene Leistungen und Sitzungsgelder. Ausserdem wurde das Buchprojekt «Geschichten Reitnau» trotz der Absage des Dorffests realisiert.

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