Oberstufenzentrum am Rebberg soll von Anfang an drei- statt nur zweistöckig werden

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Das geplante Oberstufenzentrum Rebberg in Zofingen – hier in einer nun veralteten Visualisierung – soll um einen zusätzlichen Stock auf drei Stöcke erweitert werden. Bild: zvg

Das Oberstufenzentrum Rebberg in Zofingen wird grösser als ursprünglich geplant, denn das Gebäude soll von Anfang an drei- statt zweistöckig realisiert werden. Der Stadtrat wird im Herbst beim Einwohnerrat den dafür nötigen zusätzlichen Planungskredit einholen. «Es hat sich gezeigt, dass wir die Sanierung oder den Neubau des Bez-Schulhauses in unsere Überlegungen zum neuen Oberstufenzentrum einbeziehen müssen», sagt Vizeammann Hans-Martin Plüss. Er persönlich habe sich immer etwas dagegen gesperrt, Bez und Oberstufenzentrum zu vermischen, gibt er zu. «Ich hatte Angst, dass sich dann der Fokus vom Oberstufenzentrum hin zum Bez-Schulhaus verschiebt.» Aufgrund von verschiedenen parlamentarischen Vorstössen hat sich der Stadtrat nun aber doch mit beiden Gebäuden gleichzeitig beschäftigt und dabei auch die aktualisierten Schülerzahlen miteinbezogen. Diese zeigen: Die Schule Zofingen wird auch weiterhin kräftig wachsen und weitere Räume benötigen. «Diese zusätzlichen zwölf Räume im dritten Stock des Oberstufenzentrums geben uns nun mehr Flexibilität bei der Schulraumplanung», sagt Hans-Martin Plüss.

Drittes Stockwerk macht Zentrum nochmal grösser

Das nun zur Diskussion stehende Stockwerk darf nicht mit der Aufstockung verwechselt werden, die bereits in der ersten Planungsphase als Option vorgesehen war, um genügend Schulräume für die Sereal-Schüler aus Brittnau und Strengelbach zu haben. Vor fast einem Jahr hat der Stadtrat beschlossen, auf dieses Stockwerk zu verzichten, da diese Schulzimmer mit einigen planerischen Kniffs direkt im nur zweistöckigen Schulgebäude untergebracht werden können (ZT vom 1. Juli 2020). Mit dem nun zur Diskussion stehenden dritten Stockwerk wird das Schulzentrum nun noch einmal grösser – sogar grösser als in der ursprünglichen dreistöckigen Variante.

Eine Aufstockung ist langfristig in fast jedem Fall nötig

15 verschiedene Varianten hat der Stadtrat ausgearbeitet und dabei alle möglichen Szenarien miteinbezogen. Alle hätten mit Ausnahme von einem das gleiche Ergebnis gebracht, so Plüss. «Unabhängig davon, ob die Bez dereinst saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird, das Oberstufenzentrum muss langfristig gesehen aufgestockt werden, damit genug Schulraum zur Verfügung steht.» Die Frage, ob denn nun für die ersten paar Jahre Schulraum auf Vorrat erstellt wird, verneint er jedoch. Dank des grösseren Neubaus könne beispielsweise auf einen Umbau des heutigen Garderobentrakts in ein Provisorium für Lehrerzimmer sowie Sekretariats- und Schulleitungsbüros verzichtet werden – was wiederum weniger Ausgaben mit sich bringt. Ausserdem würden die zusätzlichen Schulräume bei einem Neubau oder einer Sanierung der Bez zur Verfügung stehen. So muss dann weniger provisorischer Schulraum aufgestellt werden. Allerdings, so betont Hans-Martin Plüss, müsse der Entscheid Sanierung oder Neubau des Bez-Schulhauses nicht jetzt, sondern erst in ein paar Jahren gefällt werden. Laut Investitionsplan ist die Umsetzung nach 2032 geplant. Bereits im Schuljahr 2026/27 – gleichzeitig mit der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes – könnten die Sereal-Schüler aus Brittnau und Strengelbach im Oberstufenzentrum zur Schule gehen (vergleiche auch untenstehende Box).

Baubeginn des Schulzentrums im ersten Halbjahr 2023

Im Herbst soll nun dem Einwohnerrat ein Zusatzkredit beantragt werden, um das Oberstufenzentrum inklusive drittem Stock planen zu können. «Wir wollen den Planungskredit von 1,94 Millionen Franken nicht einfach überziehen, sondern mit offenen Karten spielen», sagt Hans-Martin Plüss. Er geht davon aus, dass für die zusätzlichen Planungsarbeiten 300 000 bis 500 000 Franken nötig werden. Dieses Vorgehen befürwortet auch die Einwohnerrätliche Spezialkommission, die von den Bereichen Hochbau und Liegenschaften in den vergangenen Monaten mehrfach über die Entwicklungen in der Planung des Oberstufenzentrums informiert worden ist. Wenn alles nach Plan läuft, sollte der Einwohnerrat dann im Sommer 2022 über den Baukredit für das Oberstufenzentrum abstimmen können. Ursprünglich hatte sich der Stadtrat einen Maximalrahmen von 35,5 Millionen Franken vorgeben. Mit dem zusätzlichen Stockwerk wird sich der Baukredit in der Gegend von 42,5 Millionen Franken befinden. Das letzte Wort zum Baukredit wird das Zofinger Volk haben. Der Baubeginn ist fürs erste Halbjahr 2023 vorgesehen, im Schuljahr 2026/27 soll dann bereits im neuen Schulzentrum unterrichtet werden.

Dank gutem Abschluss 2020 wohl keine Steuererhöhung

Wer nun aufgrund des grossen Schulhausbaus Angst um den attraktiven Zofinger Steuerfuss hat, den kann Hans-Martin Plüss beruhigen: «Voraussichtlich wird es wegen des Oberstufenzentrums keine Steuererhöhung geben.» Der aktuelle Finanzplan rechnet allerdings noch mit einer Erhöhung um 4 Steuerprozente per 2023 und der Rückkehr zum Steuerfuss 102 % per 2027. Der gute Jahresabschluss 2020 der Stadt Zofingen lasse nun aber die berechtigte Hoffnung aufkommen, dass diese vorübergehende Steuererhöhung nicht nötig sein werde, sagt Plüss. Allerdings, so schränkt er ein, könnten die im Moment noch nicht absehbaren finanziellen Auswirkungen der Pandemie trotz allem eine Steuererhöhung aufgrund des Schulhausbaus nötig machen.

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