Corona-Krise lässt auch Immobilien in der Region boomen - wie lange noch?

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In den letzten 12 Monaten stiegen die Preise für Einfamilienhäuser in der Region Zofingen-Wiggertal (das Bild zeigt Oftringen) um 2,3 Prozent, für Eigentumswohnungen um 3 Prozent. Bild: Philipp Muntwiler

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen leidet der Immobilienmarkt nicht unter der Corona-Krise. Im Gegenteil: Sie lässt ihn boomen. Die Nachfrage nach Wohneigentum ist sprunghaft angestiegen – was auch für den Wert der Immobilien gilt.

In ihrem neusten Immobilien-Barometer stellt die Aargauische Kantonalbank (AKB) fest, dass sich die Preise für Einfamilienhäuser in den letzten zwölf Monaten gesamtkantonal um 3,3 Prozent verteuert haben – allerdings mit grösseren regionalen Unterschieden. Um 4,7 Prozent sind sie in den Bezirken Brugg-Zurzach gestiegen, in der Region Zofingen-Wiggertal um 2,3 Prozent – für den Bereich der Eigentumswohnungen um 3 Prozent.

Wie hoch können die Immobilienpreise noch klettern? Dies führt zur Frage, welche Faktoren den Wert eines Eigenheims ausmachen. Laut AKB ist neben der Bausubstanz die Lage massgebend: Aussicht, Besonnung oder Lärmbelastung – sowie die verkehrstechnische Erreichbarkeit. Als Faustregel gilt: Je geringer die Fahrzeit in die Zentren wie Zürich, Basel, Luzern, Baden oder Aarau, desto höher das Preisniveau.

Für die Region Zofingen geht die AKB davon aus, dass der Boom nicht dauerhaft anhält und die Preise tendenziell wieder sinken werden. Auch die UBS wartet mit einer Studie auf. Zur Frage, ob die Preise auf breiter Front sinken, winken die UBS-Ökonomen ab. «Zu attraktiv sind die Finanzierungsbedingungen und zu verlockend ist in vielen Regionen weiterhin der Kostenvorteil des Eigenheims gegenüber einer Mietwohnung», stellen sie fest.

Was meint die Fachfrau vor Ort, Nathalie Bolliger, Geschäftsführerin der Immo Bolliger AG in Oftringen? Die Immobilienvermarkterin mit eidg. Fachausweis sieht die Situation differenziert. Bei den Einfamilienhäusern sei die Nachfrage sehr gross und das Angebot knapp. Deshalb sei in diesem Segment in absehbarer Zeit im Wiggertal nicht mit tieferen Preisen zu rechnen. Anders sieht es dagegen im Segment der Eigentumswohnungen aus. Neubauwohnungen seien nach wie vor sehr gefragt, sofern sie über intelligente Grundrisse, Grünflächen im Erdgeschoss und grosszügige Terrassen oder Loggien in den oberen Stockwerken verfügen. Ältere Wohnungen dagegen würden teilweise nicht mehr den heute gewünschten Komfort bieten – was sich negativ auf die Preisentwicklung auswirken könne. Das wichtigste Kriterium sei aber nach wie vor die Lage der Liegenschaften. Ist diese attraktiv, könne man auch in Zukunft mit einer nachhaltigen, positiven Preisentwicklung rechnen.

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