Altishofer Stimmbürger winkten an der Gemeindeversammlung gute Abschlüsse durch

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Gemeindeversammlung mit Maske: 50 Altishoferinnen und Altishofer nahmen am politischen Leben der Gemeinde teil. Bild: Marc Benedetti

Altishofen hat auch in Corona-Zeiten seine Gemeindeversammlungen immer durchgeführt; mit Schutzmassnahmen. Am Mittwochabend fanden sich exakt 50 Bürgerinnen und Bürger mit Maske in der Mehrzweckhalle ein. Gemeindepräsident Thomas Roos begrüsste sie und nannte das absolute Mehr; dieses war jedoch nie nötig.

Traktandiert waren die Genehmigung des Jahresberichts 2020 inklusive der besser abschliessenden Gemeinde-Jahresrechnung und die Abrechnung des Sonderkredits für die Sanierung der Richenthalerstrasse. Zudem legte der Gemeinderat den Bürgern ein neues Reglement über Betrieb und Benützung der Anlagen und Räume der Gemeinde Altishofen vor.

Mehr Steuereinnahmen von Einwohnern und Firmen

Die Finanzen von Altishofen sind im Lot. Die Jahresrechnung 2020 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 1,2 Millionen Franken um 622 879 Franken besser ab als budgetiert. Der Grund: Steuernachträge und Sondersteuern fielen deutlich höher aus. Dank guter Ausgabendisziplin fielen die Ausgaben zudem tiefer aus. Laut dem für die Finanzen zuständigen Gemeinderat Josef Szalai stammen 79 Prozent der Steuereinnahmen in Altishofen von natürlichen Personen, 18 Prozent von juristischen Personen (Unternehmen) und drei Prozent sind Sondersteuern. Bei den natürlichen Personen resultierte ein Plus von 2,8 Prozent und bei den juristischen ein Plus von 15,9 Prozent. «Ich habe natürlich Freude an dieser Entwicklung», sagte Szalai. In der Botschaft ist jedoch auch nachzulesen, dass ohne Fusionsbeitrag des Kantons von 1,2 Millionen Franken und die Auflösung der Abschreibungsreserven von 0,46 Millionen Franken ein Verlust resultiert hätte.

Bei der Vorstellung der Aufgabenbereiche im Jahresbericht durch Gemeinderatsmitglieder wurde erwähnt, dass militärische WK-Einquartierungen kurzfristig abgesagt wurden und damit Einnahmen wegfielen. Die Fälle in der Sozialhilfe sind leicht angestiegen, von 12 auf 14. Zum Bereich Bau und Umwelt erwähnte Stefan Meier, dass der Vorprüfbericht des Kantons zur Revision des Zonenplans eingetroffen ist. Der Kanton verlange gewisse Änderungen. Der Bau von Unterständen in der Bushaltestelle Gallikerstrasse ist laut Meier auf unbestimmte Zeit verschoben.

Unterschiedliche Wasserpreise in zwei Ortsteilen

Eine Frage aus der Versammlung gab es zum unterschiedlich hohen Wasserpreis in den beiden Ortsteilen. Dieser beträgt in Ebersecken Fr. 2.50/Kubikmeter und in Altishofen Fr. 1.25/Kubikmeter. Ein Bürger äusserte die Befürchtung, dass Ebersecker Betriebe sich deshalb von der Wasserversorgung «abhängten». Er erwähnte insbesondere die «Käsi». Gemeinderat Stefan Meier sagte, das sei ihm bisher nicht zu Ohren gekommen. «Es kann sein, dass der Preis in einigen Jahren runtergeht», so Meier. Doch momentan brauche man das Geld für allfällige Reparaturarbeiten, denn deren Kosten liessen sich nicht aus den Wasseranschlussgebühren finanzieren.

Die Wasserversorgungen der beiden Ortsteile wurden laut Gemeindeschreiber Stefan Mehr nicht fusioniert, da der Kanton die Kosten für Angleichung bei der Berechnung des Fusionsbeitrags nicht akzeptierte und die Wasserversorgungen deshalb je eigenständig als Spezialfinanzierung geführt werden müssen.

Die anwesenden Stimmbürger genehmigten den Jahresbericht 2020 einstimmig. Die Altishofer sagten auch unisono Ja zur Sonderkreditabrechnung über 660 000 Franken für die 2020 erfolgte Sanierung der Richenthalerstrasse. Der Kredit wurde um 65 987 Franken unterschritten.

Bei der Vorstellung des neuen Reglements über den Betrieb und die Benützung der Gemeinde-Anlagen kündigte Gemeinderätin Esther Kipfer an, dass die Gebühren leicht erhöht würden. «Uns ist es aber wichtig, dass das Vereinsleben weiterhin gefördert wird», betonte sie. Im Herbst würden alle Vereine eingeladen und über die Details informiert. Ein Bürger bat den Gemeinderat, beim Festlegen der Gebühren an die Vereine zu denken, sie seien der Motor der Gemeinde. «Das ist so und das haben wir berücksichtigt», sagte Thomas Roos. Die Anwesenden stimmten dem Reglement einstimmig zu.

Zu wenig Kinder im Ortsteil Ebersecken

An der Gemeindeversammlung wurde ausserdem ein externer Bericht über die künftige Entwicklung der beiden Schulstandorte Altishofen und Ebers-ecken präsentiert. Daniel Kaufmann vom Büro Zeitraum Planungen AG in Luzern erläuterte die Ergebnisse einer Prognose. Danach rechnet man langfristig mit weniger Kindern im Schulkreis Ebersecken. Im Schulkreis Altishofen stiegen die Zahlen und es braucht langfristig eher mehr Schulraum, weil durch die Bautätigkeit mehr Familien mit Kindern zuziehen.

«Die Prognosen sind schitter. Können wir unser Schulhaus behalten?», fragte ein Ebersecker. Bildungsvorsteher Simon Schwizer meinte, es sei dem Gemeinderat ein Anliegen, die Identitäten der beiden Ortsteile zu behalten. Man müsse aber gemeinsam Lösungen finden. Wenn die Schülerzahl einer Klasse in Ebersecken unter 16 Kinder falle, brauche es immer eine Spezialbewilligung des Kantons. «Zudem zahlen wir 10 000 Franken Strafgeld pro Klasse mit einem Unterbestand.» Das Herumtransportieren von Kindern könne nicht die Lösung sein. Laut Schwizer wird es nach den Sommerferien ein Treffen geben mit der Bevölkerung und Lehrpersonen zu diesem Thema. «Es sind einige Sachen angedacht», sagte der Gemeinderat. Eine Zusammenlegung der Schulkreise ist momentan kein Thema.

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