«Open Library»: Die Zofinger Stadtbibliothek startet in die Zukunft

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Linda Schünhoff ist die Leiterin der Stadtbibliothek Zofingen und war Initiantin der Open Library. Bild: jam

In den vergangenen Monaten ist in der Stadtbibliothek Zofingen so einiges passiert. Linda Schünhoff, Leiterin der Stadtbibliothek, und ihr Team haben viel gearbeitet. Die Regale ragen nicht mehr bis an die Decke, die Räume wirken luftiger. Im Erdgeschoss ist eine Ecke für Familien entstanden, wo Kinder und Erwachsene gleichermassen fündig werden. Zudem wurde ein Bereich für Jugendliche geschaffen und mit einem Sofa ausgestattet, wo es sich ungestört lesen lässt.

Doch das sind nicht die einzigen Neuerungen. In den Bereichen Technik und Öffnungszeiten startet die Stadtbibliothek im Juni den Turbo. «Open Library» ist das Stichwort. In Zukunft wird es nebst den bedienten auch unbediente Öffnungszeiten geben. Dafür wurden elektronische Schranken und Selbstausleih-Stationen aufgebaut. Bereits seit März bestehen die neuen Eingangsgates, welche die genaue Besucherstatistik erfassen und Fehler im Ausleihsystem erkennen können. Ebenfalls ermöglicht wird das kontaktlose Bezahlen.

Die Bibliothek als Ort der Begegnung

Während der unbedienten Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag von 7 bis 21 Uhr gelangen die Nutzerinnen und Nutzer mit ihrer Bibliothekskarte in die Bibliothek. Zusätzlich müssen sie aus versicherungstechnischen Gründen älter als 18 sein. Die Bibliothekskarte hält man an das schwarze Eintrittspanel, dann erfolgt die Eingabe eines Passworts. Danach öffnet sich die Eingangstüre. Befürchtungen, dass es zu Schäden oder gar Vandalismus kommen könnte, hat Linda Schünhoff keine. «Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit unserem Bibliothekspublikum.» Zudem werde die Security nach der Schliessung Kontrollgänge durchführen. Von den neuen Öffnungszeiten wünscht sich Linda Schünhoff, dass die Bibliothek vermehrt zum Ort der Begegnung wird. «Vor allem vom Sonntag erhoffe ich mir viel», sagt sie. «Bei schlechtem Wetter können die Leute hier einen Kaffee trinken und etwas lesen.» Die neuen Öffnungszeiten sollen zudem auch den Berufstätigen entgegenkommen. Stetig ausgebaut werden auch die digitalen Ausleihmöglichkeiten – also E-Books, Film- oder Musik-Streaming.

Mit der Eröffnung der «Open Library» war nicht nur die Einführung eines neuen Angebots, sondern die strukturierte Überarbeitung und Anpassung der gesamten Dienstleistungspalette der Stadtbibliothek geplant gewesen. Mit dem Bibliotheksreglement soll die gesetzliche Grundlage für den Bibliotheksbetrieb geschaffen werden. Eine erste Vorlage des neuen Reglements wurde vom Einwohnerrat zurückgewiesen. «Das bedeutet für den Betrieb, dass nun nicht ein Gesamtpaket umgesetzt werden kann, sondern die Umsetzung schrittweise geschieht. Das ist mit Mehraufwand verbunden», sagt die zuständige Stadträtin Christiane Guyer. «Das Reglement wurde gemäss den Rückmeldungen im Einwohnerrat überarbeitet.» Der Gebührenrahmen sei aktuell zur Vernehmlassung in den Fraktionen. Gemäss Guyer ist geplant, das Bibliotheksreglement an der Sitzung vom 13. September erneut im Einwohnerrat zu behandeln. (jam)

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