Die Apotheke im Fahracker stoppt per sofort den Verkauf

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Inhaberin Béatrice Fidel umrahmt von den Pharma-Assistentinnen Sabije Sherbeti und Daniela Peloso. Bild: lbr

Die Apotheke in Murgenthal schliesst per sofort ihre Türen. Das bestätigte Inhaberin Béatrice Fidel auf Anfrage des Zofinger Tagblatts. Grund dafür ist, dass aktuell kein ausgebildeter Apotheker oder Apothekerin in der Apotheke angestellt ist. «Unsere letzte Apothekerin, die über elf Jahre bei uns war, hatte am Montag ihren letzten Arbeitstag.» Der Ausstieg der Apothekerin war gemäss Fidel bereits länger geplant, kam jetzt aber doch früher als angenommen. «Wir haben bereits länger nach einer Nachfolgelösung gesucht, wegen dem dramatischen Fachkräftemangel blieb dieser aber trotz diverser externer Unterstützung ohne Erfolg», so Fidel. Sie berichtet von anderen, grösseren Apotheken, die etwa seit Jahresbeginn neue Apotheker suchen, aber keine einzige Bewerbung erhalten hätten.

Bis zuletzt habe es immer wieder Hoffnung gegeben, dass selbstständige Personen oder eine Kette die Filiale eventuell übernehmen könnten. Am Freitagnachmittag zerschlug sich dann aber der letzte Hoffnungsschimmer. Ihren sechs Angestellten, die sich drei Vollzeitstellen teilten, musste Fidel bereits am Montag, 31. Mai, kündigen. Kunden können in den nächsten Tagen noch ihre Rezepte und Dauerrezepte abholen. Verkaufen dürfen sie nichts mehr, sagt Béatrice Fidel. «Da wir keine ausgebildete Apothekerin mehr haben, dürfen wir nicht einmal mehr einen Nagellack verkaufen.» Für Fragen ist die Apotheke in den nächsten Tagen telefonisch noch erreichbar. Fidel schmerzt der Verlust nicht nur für ihre Angestellten, sondern auch für die Gemeinde, die nun ihre Apotheke verliert. In den letzten Tagen habe sie so sehr viele traurige Sachen erlebt, sagt Fidel. «Im Namen des Teams möchte ich mich ganz einfach bei allenKunden bedanken, die uns über Jahre hinweg ihr Vertrauen geschenkthaben.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Das muss doch einen Grund haben

Hans Peter Läuchli
schrieb am 07.06.2021 09:58
Fachkräftemangel in einer Branche kommt nicht von heute auf morgen.Man hat doch einen Branchenverband welcher unter Anderem auch dafür zuständig ist, dass Nachwuchs vorhanden ist. Die müssen geschlafen haben oder sie wollten am Status Quo was Ausbildung und Anstellungsbedingungen betrifft, nichts ändern. Vielleicht auch mal in vergleichbaren Ländern schauen was die tun um genügend Nachwuchs zu haben. Vielleicht auch statt zigjähriges Universitätsstudium eine Zwischenstufe wie eine Fachhochschule einführen wo sich Apothekergehilf/innen weiterbilden können.
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