Auf einmal im Reich der Träume

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Es sind Gedankenspiele, die immer wieder mal auftauchen, wenn meine Frau und ich es uns auf dem Sofa in der Stube bequem gemacht haben: «Was wäre, wenn?» Wir beginnen dann, uns gegenseitig mit fantastischen Ideen zu überbieten: «Wir könnten doch den Estrich zu einer grossen Bibliothek ausbauen – dann hätten endlich all meine Bücher Platz. Und mit einer Sofaecke hätte es auch gleich einen gemütlichen Ort, wo man verweilen könnte», schlage ich vor. Sie kontert: «Besser zu einem Kleiderzimmer, dann fänden endlich alle meine Kleider ihren Platz.» Dann diskutieren wir hin und her, was jetzt sinnvoller ist: eine Tonne (und hier meine ich wirklich das Gewicht) Bücher oder viele Kleidungsstücke. Dass diese Diskussion jeweils zu nichts führt, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Trotzdem flammt dieses Thema bei unseren Gesprächen immer mal wieder auf.

Dass ich mich mit Finnland verbunden fühle, ist ein offenes Geheimnis. Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der Schweizer Vereinigung der Freunde Finnlands SVFF; ein Verein, der sich im Zweiten Weltkrieg gebildet hat, um dem nach dem Winterkrieg 1939/40 gegen die Sowjetunion schwer geprüften Land zu helfen. Dass sich meine Frau ebenfalls für dieses Land weit im Norden Europas begeistern kann, freut mich natürlich. Sie war es schliesslich, die vorschlug, unsere Hochzeitsreise dorthin zu machen. Es hat ihr so gut gefallen, dass wir in der Zwischenzeit drei weitere Male dort waren – ein Mal im Sommer und zwei Mal im Winter. Diesen Sommer sollte es wieder so weit sein. Sofern Finnland die Grenzen öffnet.

Was das jetzt mit unseren Sofadiskussionen zu tun hat? Sehr viel. Denn: Wenn uns zu Hause gewisse Sachen missfallen, reden wir davon, wie schön es doch wäre, in Finnland ein Haus am See zu besitzen und dort auch zu wohnen. Einsam gelegen, mitten in der Natur. Herrlich, diese Ruhe. Und für mich wäre es dank schneller Internetverbindung sehr gut möglich, weiterhin für das ZT tätig zu sein – Homeoffice hat gezeigt, dass dies technisch möglich ist. Bei meiner Frau ist das schwieriger. Für ihren Beruf muss sie vor Ort sein. Jedenfalls so lange, bis auch Züge ferngesteuert fahren.

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Bild: Eeva Mäkinen/«I wish I was in Finland», Facebook
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