Regierungsrat Dieter Egli an der WRZ-GV: «Wir sind noch nicht aus der Krise raus»

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Sprach an der WRZ-GV über Innovation: Regierungsrat Dieter Egli. (Bild: Markus Schneeberger)

Herr Egli, ist die Aargauer Wirtschaft mit einem blauen Auge durch die Pandemie gekommen – oder ist das beschönigend?

Dieter Egli: Das Bild vom blauen Auge trifft es nicht schlecht. Tatsächlich sind die Auswirkungen nicht so gravierend wie befürchtet. Die Arbeitslosenzahlen schnellten weniger massiv nach oben wie erwartet. Auch die Verwerfungen in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sind weniger gross als angenommen, das ist eine gute Nachricht für den Aargau. Gastronomie und der Detailhandel können sich sehr schnell erholen, wenn der Konsum anzieht.

Sehen wir die ganze Wahrheit nicht erst ab 2022? Dann werden ja die Kredite zur Rückzahlung fällig.

Natürlich, Unsicherheiten bleiben. Unklar ist, wie es im Event- und Reisebereich weitergeht. Ich bin trotzdem optimistisch, weil die Kredite den kleineren Teil der ausbezahlten Hilfen ausmachen. Aber klar: Wir sind noch nicht aus der Krise raus. Es hat sich viel verändert – auch in der Arbeitswelt. Der Aargau ist ein Industriekanton, und in der Industrie sind die Aussichten generell nicht sehr gut. Ich verweise etwa auf die Entlassungen in diesem Jahr bei General Electric und Enics. Dieser Trend wird weitergehen. Die Geschichte mit dem Rahmenabkommen ist nochmals ein Dämpfer. Zu mehr Stabilität führt das sicher nicht.

Hat die Pandemie den Graben zwischen innovativen und stehengebliebenen Unternehmen verschärft?

Es wird eine gewisse Strukturbereinigung geben. Jene Unternehmen, die lange nichts gemacht haben, werden sicher in Bedrängnis kommen.

Sie haben in Zofingen von einem philosophischen Aspekt der Digitalisierung gesprochen.

Man meint immer, Digitalisierung habe nur mit Maschinen, mit Technik, mit Computern zu tun. Es geht viel weiter. Die Digitalisierung hebt Grenzen auf. Das Verständnis für Fundamentales wird über den Haufen geworfen. Was heisst überhaupt Arbeit, wenn alles automatisiert wird und unsere klassischen Jobs verschwinden? Gibt es in Zukunft noch Läden, wenn nur noch online eingekauft wird? Und wie sehen künftig Unternehmen aus, haben sie noch Angestellte wie heute? Wenn man darüber nachzudenken beginnt, was die Digitalisierung wirklich bedeutet, merkt man, was noch alles auf uns zukommt.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Herr Egli sollte sich schämen und zuhause bleiben

Tat Sachen
schrieb am 12.06.2021 10:19
der dieser Herr ist für diesen unangemessenen und teuren Einsatz der Polizei in Aarau der uns wieder sehr viel Geld kosten wird , und gar nichts gebracht hat ausser das sich sehr viele Menschen aufgeregt und genervt haben verantwortlich , so ein Herr ist in Zukunft einfach schlicht und einfach unvwählbar !
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