Bargeld, Karten oder Apps? So bezahlt die Schweiz ihre Einkäufe

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Hat in der Schweizer Bevölkerung im Alltag noch nicht ausgedient: das Bargeld. (Symbolbild) Keystone

Corona hin oder her: Das Bargeld hat noch immer einen sehr hohen Stellenwert in der Schweizer Bevölkerung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Schweizerischen Nationalbank (SNB), welche die Bevölkerung letztes Jahr nach 2017 zum zweiten Mal zu den Zahlungsmitteln befragt hat. Allerdings stellt die SNB eine «markante Verschiebung» weg vom Bargeld hin zu bargeldlosen Zahlungsmitteln fest, wie sie am Mittwoch mitteilte.

So habe die Bevölkerung die Innovationen im Bereich der bargeldlosen Zahlungsmittel verstärkt kennen- und schätzen gelernt. Debitkarten werden gemäss Nationalbank vor allem wegen ihrer Nutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit geschätzt. Sie haben an häufig frequentierten Verkaufspunkten das Bargeld als bevorzugtes Zahlungsmittel denn auch bereits abgelöst – auch wegen der Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens. 60 Prozent der Kartenbesitzer bezahlen immer oder meistens kontaktlos.

Die Corona-Pandemie hat die Veränderung laut Nationalbank zusätzlich beschleunigt: Ein Drittel der Befragten gab an, aufgrund der Pandemie das Zahlungsverhalten nachhaltig angepasst zu haben und vermehrt mit Karten zu bezahlen. Insgesamt besitzen 92 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Debitkarte, 78 Prozent eine Kreditkarte.

Fast alle haben Bargeld im Portemonnaie

Abschreiben darf man das Bargeld laut SNB dennoch nicht. 97 Prozent der Befragten haben für alltägliche Ausgaben noch immer Bargeld im Portemonnaie oder zu Hause. Zudem setzen es 70 Prozent der Befragten auch als Wertaufbewahrungsmittel ein. Und gemessen an der Anzahl getätigter unregelmässiger Zahlungen – dazu zählen etwa Einkäufe im Lebensmittelladen oder Restaurantbesuche – sei Bargeld weiterhin das am häufigsten eingesetzte Zahlungsinstrument, wie es weiter heisst.

Allerdings werden immer weniger dieser Zahlungen mit Bargeld beglichen: Waren es 2017 noch 70 Prozent, sind es 2020 gerade Mal noch 43 Prozent. Vor allem Personen aus der italienischsprachigen Schweiz, aus der Altersgruppe der über 55-Jährigen und aus Haushalten mit tiefen und mittleren Einkommen sind «überdurchschnittlich bargeldaffin».

Im Restaurant wird immer häufiger mit Karte gezahlt

Derweil erhöhten sich die Anteile von Debit- und Kreditkarten bei diesen unregelmässigen Zahlungen von 22 auf 33 respektive von 5 auf 13 Prozent. Schaut man auf den Transaktionswert, dann hat die Debitkarte das Bargeld sogar bereits abgelöst. Ein Grund dafür ist gemäss Nationalbank, dass Bargeld heute nur noch bei Kleinbeträgen unter 20 Franken das meistgenutzte Zahlungsmittel ist. 2017 wurden hingegen Zahlungen bis 50 Franken meistens bar beglichen.

Auch der Besitz von Bezahl-Apps nimmt stark zu: 2017 waren sie mit 11 Prozent noch eine Randerscheinung. Heute besitzen jedoch bereits 48 Prozent eine entsprechende App. Gleichzeitig hätten sich die mengen- und wertmässigen Nutzungsanteile von praktisch null auf 5 beziehungsweise 4 Prozent erhöht.

Bei den regelmässig wiederkehrenden Zahlungen wie Miete oder Versicherungsprämien setzt die Bevölkerung hingegen weiterhin auf Überweisungen per Online-Banking (62 Prozent). Dahinter folgen Lastschriftverfahren (17 Prozent) und e-Bill (6 Prozent).

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