Von A wie Adventszauber über S wie Stein bis hin zu Z wie Zugunglück

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Das Kloster St. Urban (Archivbild ZT)

A wie Adventszauber

Auf besondere Art und Weise können sich Besucher beim Adventszauber in Pfaffnau in weihnachtliche Stimmung bringen. Unzählige Lichter und Kerzen beleuchten einen rund 700 Meter langen Weg auf dem Brüschbühl. Auch verschiedene weihnachtliche Dekorationen werden stimmungsvoll beleuchtet. Organisiert wird der «Adventszauber» von Familie Scheidegger in Zusammenarbeit mit zahlreichen freiwilligen Helfern. Der letzte «Adventszauber» fand 2019 statt.

B wie Barren

Der STV Roggliswil ist eine feste Grösse im Dorfleben. Hier kommen alle Turnbegeisterten auf ihre Kosten. Ob Mukiturnen, Frauenriege, Leichtathletik, Gymnastik oder Nationalturnen – der STV Roggliswil ist vielfältig. Besonders erfolgreich sind die Barrenturner aus Roggliswil. 2018 holte sich das Barrenteam mit der Note 9.80 den Schweizer-Meister-Titel. Ein Jahr später, beim Eidgenössischen Turnfest in Aarau, erreichten sie mit 9.83 gar die höchste Note aller startenden Barrensektionen.

C wie Chorgestühl

Es ist eines der wichtigsten Kunstdenkmäler des Klosters St. Urban und hat eine bewegte Geschichte hinter sich: das Chorgestühl. Kurz nach 1700 wurde es von Solothurner Bildhauern aus Eichen- und Nussbaumholz erschaffen. Als der Kanton Luzern das Kloster in St. Urban 1848 aufhob, wurden die Klostergüter verkauft. Darunter auch das Chorgestühl. Über mehrere Besitzer landete das Gestühl aus St. Urban in Schottland. 1911 wurde es schliesslich zurückgekauft und wieder nach St. Urban transportiert.

D wie Dörrbohnen

Seit gut 15 Jahren werden auf dem Biohof Grünboden in Pfaffnau Bohnen angepflanzt und nach der Ernte zu Dörrbohnen weiterverarbeitet. Familie Frühauf, die den Biohof betreibt, kann jährlich etwa vier Tonnen Bohnen verarbeiten. Daraus ergeben sich rund 400 Kilo Dörrbohnen. Dabei stammen aber nicht alle Bohnen von ihrem eigenen Land. 2005 schlossen sich einige Biobauern aus der Umgebung zum Arbeitskreis Bohnen zusammen. Seither bauen sie jedes Jahr für und mit den Frühaufs Bohnen an, tragen zur gestaffelten Lieferung bei und garantieren kurze Transportwege.

E wie Elefanten

Die Elefantenzunft hat sich der Belebung und Aufrechterhaltung des fasnächtlichen Brauchtums in Roggliswil verschrieben. Dafür organisieren die Zünftler jedes Jahr einen Maskenball, die Altleutenbescherung und den Morgenstreich. Alle zwei Jahre zeichnen sie zudem verantwortlich für die Organisation des Roggliswiler Fasnachtsumzug. Die Elefantenzunft wurde 1950 gegründet.

F wie Festzelt

Seit über 50 Jahren bieten Festzelte aus Roggliswil Partyfreudigen ein Dach über dem Kopf. Ob Grossanlass, Geschäftsanlass, Familien- oder Hochzeitsfeier, die Daniel Luternauer AG liefert das passende Zelt sowie die Infrastruktur. Die Festzelt-Vermietung hat ihre Büros in Roggliswil, das Magazin befindet sich in Pfaffnau.

G wie Guggenmusik

Gleich drei Guggenmusiken sorgen in den Gemeinden für die passende Musik zur Fasnachtszeit. Die Blächschränzer aus Pfaffnau, die Honigchuze aus Roggliswil und die Knokker aus Pfaffnau. Die alljährliche Knokker-Party ist weit über die Gemeindegrenze bekannt.

H wie Helikopter

Im Gewerbegebiet Brunmatt in Pfaffnau befindet sich der einzige Helikopterstart- und -landeplatz mit stationierten Helikoptern im Kanton Luzern. Die Firma Swiss Helicopter AG führt von Pfaffnau aus Personen- und Transportflüge durch und betreibt eine Flugschule. Fest stationiert sind hier zwei Airbus Helicopters H120 Colibri. Im Frühling 2020 konnten auf der Helikopter-Basis zudem zwei grössere Landeplätze in Betrieb genommen werden. 

I wie Interessen

Seit 2008 gibt es in Pfaffnau die Interessen-Gemeinschaft «Unabhängige Pfaffnau – St. Urban», kurz IG UPS. Die offene, partei- und religionsunabhängige, politische Interessen-Gemeinschaft engagiert sich aktiv in der Gemeindepolitik und setzt sich unter anderem für die Förderung der politischen Meinungsbildung durch transparente Kommunikation ein. Die IG UPS war mit Walter Eberhard bis im August 2020 auch im Gemeinderat vertreten.

J wie Jaguar

Sie ist bei Jaguar-Fans aus der ganzen Schweiz bekannt: die Dönni Classic Car AG in Roggliswil. Vor über 30 Jahren macht Georg B. Dönni seine Leidenschaft für klassische Automobile zu seinem Beruf und gründete die Firma. Der professionelle Service und das breite Know-how in der Restaurierung der alten Fahrzeuge sprach sich schnell herum und die Dönni Classic Car AG konnte sich einen hervorragenden Ruf als Jaguar-Spezialist aufbauen. Heute kümmern sich zwölf Mitarbeiter um das Wohl der Fahrzeuge.

K wie Kloster

1194 gründeten Mönche der Abtei Lützel das Zisterzienserkloster St. Urban. Die grosse Anlage zeugt noch heute von der bewegten Geschichte des Klosters. Wobei der heutige Klosterbau erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. 1848 verfügte der Kanton Luzern die Aufhebung des Klosters und den Verkauf der Klostergüter. Seit 1873 beherbergt die Klosteranlage eine psychiatrische Klinik des Kantons Luzern, das heutige Psychiatriezentrum Luzerner Landschaft, welches in den letzten Jahren durch moderne Neubauten ergänzt und ausgebaut wurde. Zudem wurde 1992 eine umfassende Restaurierung der Klosteranlage St. Urban abgeschlossen.

L wie Label

Die Gemeinde Roggliswil trägt seit 2018 das Label «Energiestadt». Das Programm EnergieSchweiz des Bundes vergibt das Label an Gemeinden und Städte, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien einsetzen. Geprüft wird dies mit einem Katalog, der verschiedene Anforderungen enthält, die es als Energiestadt zu erfüllen gilt.

M wie Murhof

Das Alters- und Pflegezentrum Murhof in St. Urban kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. 1923 kaufte die Gemeinde Pfaffnau den ehemaligen Klosterhof. Es wurde zum Zuhause für «armengenössige» Bürger. Nach und nach wandelte sich der Murhof aber vom Bürgerheim zum Altersheim. Das heute bestehende Zentrum Murhof wurde im Jahre 1962 erstellt und in den 70er- respektive 80er-Jahren durch einen zusätzlichen Gebäudetrakt und eine Cafeteria erweitert. Da die bestehende Infrastruktur den heutigen Ansprüchen aber nicht mehr genügt, soll nun ein Neubau am Standort Murhof realisiert werden. Läuft alles nach Plan soll im Januar 2022 der Spatenstich erfolgen und der Neubau im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden.

N wie Name

Unter dem Namen «Fafanhaa» wurde die Ortschaft Pfaffnau im Jahre 893 in einer Zinsrolle der Abtei Zürich erstmals erwähnt. Aus diesem Ortsnamen wurde später Faffena, dann Pfaffenach und schliesslich Pfaffnau.

O wie Open Air

Der Pfaffnauer Kulturverein Together veranstaltet jeweils eine ganz besondere Open-Air-Veranstaltung. Das «ToGetAIR» ist eine Kombination aus Fussball-Grümpelturnier und Musik-Festival. Neben dem Fussballturnier und dem Auftritt diverser Live-Bands gibt es auch einen Zeltplatz sowie Barbetrieb. Und zum Abschluss des dreitägigen Festivals findet am Sonntag ein Jassplausch satt. Das diesjährige «ToGetAir», dass im Juli beim Pfadiheim in Reiden hätte stattfinden sollen, musste aufgrund der Coronasituation abgesagt werden.

P wie Preis

Die Gemeinde Roggliswil vergibt jedes Jahr den Anerkennungspreis. Der mit 500 Franken dotierte Preis wird an Personen, Gruppen, Vereine, Institutionen oder Firmen verliehen, die sich in spezieller Weise für die Gemeinde engagieren. Dabei kann die Bevölkerung Vorschläge für mögliche Preisträger beim Gemeinderat einreichen. Die Anerkennungspreise für die Jahre 2019 und 2020 wurden aufgrund von Corona erst an der Gemeindeversammlung im Juni vergeben (siehe auch Seite 4).

Q wie Quer

2015 führte der Veloclub Pfaffnau-Roggliswil zum ersten Mal ein internationales Radquer durch. Damals wurden die Organisatoren von der grossen Anzahl Zuschauer überrascht. Und auch heute zieht das internationale Cross-Race GP Luzern, das jeweils am Stephanstag stattfindet, viele Besucher sowie zahlreiche Teilnehmer aus dem In- und Ausland an.

R wie Rundweg

Der Kapellenweg in Pfaffnau wurde 2012 – zum 200-jährigen Bestehen der Pfarrkirche St. Vinzenz – eröffnet. Der Rundweg startet auf dem Dorfplatz in Pfaffnau oder bei der Bushaltstelle Roggliswil Dorf und ist mit entsprechenden Wegweisern ausgeschildert. Der Weg führt zu acht verschiedenen Kapellen auf dem Gebiet der beiden Gemeinden. Die Wanderzeit wird mit 2½ Stunden angegeben.

S wie Stein

Der Honigstein ist das Wahrzeichen von Roggliswil. Dabei handelt es sich um einen Findling, den der Rhonegletscher einst abgelagert hat. Teile des Honigsteins wurden als Baumaterial abgetragen und es soll gar geplant gewesen sein, den Stein zu sprengen. Deshalb kaufte der Schweizerische Alpenclub (SAC) den Boden, auf dem der Findling steht, und stellte den Felsblock 1932 unter Schutz.

T wie Tradition

Jeweils am zweiten Wochenende im Oktober strömen zahlreiche Menschen nach St. Urban an die Klosterkilbi. Der Anlass kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits im späten 18. Jahrhundert wurde in St. Urban die Kirchenweihe gefeiert. Das Fest entwickelte sich jedoch immer mehr zu einem weltlichen Anlass und ist heute ein Volksfest, das drei Tage dauert. Marktstände, Lunapark und ein Festzelt warten auf die Besucher. Auch diverse Vereine aus St. Urban und Roggwil sorgen an der Kilbi für Unterhaltung.

U wie Uniform

Seit über 60 Jahren entstehen in Pfaffnau Uniformen für Musikgesellschaften. Das Atelier Büttiker hat schon zahlreiche Musikgesellschaften aus der ganzen Schweiz eingekleidet. Daneben stellt das Pfaffnauer Familienunternehmen aber auch Trachten- und Folklorebekleidung sowie Spezialbekleidungen für Polizei oder Feuerwehr her.

V wie Vatikan

Der aus Pfaffnau stammende Christoph Graf wurde im Februar 2015 von Papst Franziskus zum Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde ernannt. Graf – der verheiratet und Vater zweier Kinder ist – trat 1987 in die Garde ein und war ab Oktober 2010 Stellvertreter des Kommandanten. Die Schweizergarde sichert unter anderem die Zugänge zur Vatikanstadt und ist für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich.

W wie Wohnheim

Das Wohnheim Sonnegarte in St. Ur-ban bietet derzeit 48 Plätze für begleitendes Wohnen für Erwachsene mit einer schweren geistigen oder mehrfachen Beeinträchtigung. 1993 wurde der «Sonnegarte» im Konventgebäude des ehemaligen Klosters eröffnet. Das Wohnheim ist eine selbständige Organisationseinheit innerhalb der Luzerner Psychiatrie. Im April erfolgte der Spatenstich für den Neubau des «Sonnegarte». Dieser wird angrenzend an das bestehende Klinikareal St. Urban erstellt, verfügt über 64 Wohn- bzw. Betreuungsplätze und kostet rund 33 Millionen Franken. Das neue Gebäude soll voraussichtlich Mitte 2023 bezogen werden (siehe auch Seite 8).

X wie x-tausend

Er spulte x-tausende Kilometer auf seinem Rennrad ab: der gebürtige Roggliswiler Radprofi Mathias Frank. In seiner Karriere durfte der 34-Jährige einige Erfolge feiern. So wurde er 2014 Zweiter bei der Tour de Suisse, 2015 beendete er die Tour de France als Achter. Doch nach 14 Jahren als Veloprofi ist Schluss. Frank gab im Frühling seinen Rücktritt auf das Ende der laufenden Saison bekannt.

Y wie Youngsters

Der Veloclub Pfaffnau-Roggliswil ist einer der grössten Radsportvereine der Schweiz. Er zählt rund 200 Mitglieder. Besonders wichtig ist dem Verein die Nachwuchsförderung. Und das mit Erfolg – mehr als 20 aktive Rennfahrer fahren für den VC Pfaffnau-Roggliswil aktuell an regionalen, nationalen und internationalen Wettkämpfen mit. Zudem sind zwei Athleten des Vereins im Nachwuchs-Nationalkader von Swiss Cycling vertreten: die beiden Youngsters Joline Winterberg (Nationalkader U19 Frauen) und Florian Hochuli (Nationalkader U17).

Z wie Zugunglück

Einen schwarzen Tag erlebte die Gemeinde Pfaffnau im Juni 1968. Bei einem Zugunglück zwischen St. Leonard und Granges kamen zehn Frauen und Männer aus Pfaffnau ums Leben. Die Toten waren Mitglieder des Landwirtschaftlichen Verbandes Reiden, der mit dem Ausflug in die Westschweiz sein 75-jähriges Bestehen feierte. Elf Pfaffnauer Kinder wurden durch das tragische Unglück an diesem Tag Vollwaisen.

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