15 Fussball-Fans kletterten auf das «Laterne»-Vordächli: Die Kosten tragen die Hausbesitzer

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Die 15 Jungs kletterten auf das «Laterne»-Vordächli, von dem sie nicht wussten, wie stark es verankert ist. Bild: Daniel Vizentini (2. Juli 2021)

Die Aarauer Altstadt war am letzten Freitag um 18 Uhr beim Spiel Schweiz – Spanien voller Menschen. So voll, dass BBA-Busse ab 17.35 Uhr notfallmässig umgeleitet werden mussten. Und später, nachdem sie in den Menschenmassen in der Rathausgasse stecken geblieben waren, auch die Postautos nicht mehr durchfahren konnten.

 
 
 

Es ist offensichtlich, dass die Ansammlung von Leuten so in Corona-Zeiten nicht vorgesehen ist. Ein Schutzkonzept gab es nicht, Masken trug niemand. War eine Intervention seitens der Behörden ein Thema?

 
 
 
 
 
 
 
 

 

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Man hat sich der Macht des Faktischen gebeugt. «Die Ansammlungen verliefen friedlich, die Auflösung wäre ohne Einsatz polizeilicher Zwangsmassnahmen nicht möglich gewesen. Dies hätte dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit widersprochen», erklärt dazu Corina Winkler, Kommunikationschefin bei der Kantonspolizei.

Der Schaden bleibt an den Hausbesitzern hängen.

Daniel Ringier, Leiter Abteilung Sicherheit bei der Stadt, findet: «Der Fussballabend war grandios, zwar nicht vom Ergebnis her gesehen für die Schweiz, aber mit vielen sowie grossmehrheitlich absolut friedlichen und anständigen Menschen.» Der Abend sei zwar eine Herausforderung, aber «aus polizeilicher Sicht kein Problemfall» gewesen. Die Stadtpolizei hatte am Tag mit dem Maienzug und dem Match 20 bis 25 Mitarbeitende im Einsatz. Und sie wurde von der Kantonspolizei unterstützt. Zudem halfen vier Securitas-Mitarbeiter im Verkehrsdiensteinsatz beim Verhindern von Corsos mit hupenden Fans.

Viel zu diskutieren geben jene 15 Fans, die leichtsinnig auf das Vordächli des Restaurants Laterne geklettert sind – ohne zu wissen, ob es hält. Unvorstellbar, was passiert wäre, wenn dieses hinuntergekracht wäre.

Es wurde aber erheblich beschädigt. Die Hausbesitzer waren zur kritischen Zeit nicht zu Hause. Sie haben erwogen, eine Anzeige gegen unbekannt einzureichen, aber auf Anraten eines Kantonspolizisten darauf verzichtet. Auch wenn es gelingen würde, die Unbekannten zu ermitteln, könnte man ihnen kaum nachweisen, wer wie viel Schaden angerichtet hat. Dieser bleibt nun an den Hausbesitzern hängen.

Sie fragen sich, weshalb die Polizei nicht interveniert und die Jungen heruntergeholt hat. Es sind in unmittelbarer Nähe Beamte gesehen worden. Doch Corina Winkler erklärt zum «Laterne»-Vordächli: «Ein entsprechender Vorfall ist uns nicht bekannt und wurde uns nicht gemeldet.» (uhg/nro)

 
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