«Mooraculum»: Der erweiterte Moorrundweg Sörenberg ist eröffnet

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Sie durchschnitten das Band zur Eröffnung des Grossen Moorrundwegs (v. l.): Maskottchen Söppli, Carolina Rüegg (Tourismusdirektorin Sörenberg), René Koller (Direktor Bergbahnen Sörenberg AG), Gemeindepräsidentin Hella Schnider, Theo Schnider (VR-Präsident der Bergbahnen) und Sepp Odermatt (Seilbahnen Schweiz).

Am Wochenende haben die Bergbahnen Sörenberg AG den «Grossen Moorrundweg» auf der Rossweid oberhalb von Sörenberg eröffnet. Die Realisierung war eine steinige Angelegenheit: Der Weg hätte schon 2020 aufgehen sollen. Einsprachen von Naturschutzorganisationen gegen die Erweiterung des bestehenden Erlebnisparks Mooraculum verzögerten dies jedoch. Sie befürchteten eine Beeinträchtigung des sensiblen Schutzgebiets.

Einsprachen abgelehnt, Projekt redimensioniert

Der Kanton Luzern und die Gemeinde Flühli lehnten die Einsprachen im Sommer 2020 ab. Der Eingriff in die Natur sei nicht gross, zu verantworten und es handle sich um ein wichtiges ergänzendes Sommerangebot für die Region, hiess es.  Daraufhin wurde das Projekt redimensioniert. Statt 21 gibt es nur 17 Erlebnisstationen.

Der rund 4,5 bis 5 Kilometer lange Weg führt von der Rossweid, entlang einem bestehenden befestigten Wanderweg über die Schwarzenegg zur Salwide und zurück zur Rossweid. Er wurde in den letzten Monaten mit neuen Erlebnisstationen versehen. Die Bergbahnen haben rund 350 000 Franken ins Projekt investiert.

Nebst Spiel und Spass verspricht das neue Freizeiterlebnis in der geschützten Moorlandschaft der Unesco-Biosphäre Entlebuch auch unterhaltsame Wissensvermittlung, teilten die Sörenberger Bergbahnen mit. So seien ganze Familien oder auch Schulklassen gefordert, die Geheimnisse der Moore an 17 Erlebnisstationen zu lüften. Die Bergstation der Gondelbahn Rossweid ist sogleich Start und Ziel der Moorexpedition.

Ein weiterer «Meilenstein» in der Geschichte des Familienangebots Mooraculum werde mit der Eröffnung geschrieben, so die Sörenberger Bergbahnen weiter. Theo Schnider, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg AG, und René Koller, der Direktor der Bergbahnen, schnitten am Freitag mit Vertretern des Tourismus und der lokalen Politik feierlich das Eröffnungsband durch. 

«Als Leuchtturm mit den 17 interaktiven Erlebnisstationen wird für 9- bis 15-jährige Kinder ein wichtiges zusätzliches Angebot geschaffen», sagt die Sörenberger Tourismusdirektorin Carolina Rüegg. Der Grosse Moorrundweg ergänzt zwei bestehende Angebote, die sich an kleinere Kinder richten; der Erlebnisspielplatz Mooraculum und der Sonnentauweg existieren schon länger.

Seit Sonntag ist der Grosse Moorrundweg nun für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf die ersten 1000 Besucherinnen und Besucher wartet eine spezielle Überraschung: Gemeinsam schaffen sie das grösste Moor-Mandala der Schweiz. Dabei erhalten die ersten 1000 Kinder an der Talstation Rossweid einen Moorbeutel, welcher auf dem Moorrundweg mit Naturmaterialien gefüllt wird.

Grösstes Moor-Mandala der Schweiz entsteht

Vor dem Erlebnis-Restaurant Rossweid wird anschliessend in einem grossen Kreis das Moormandala gelegt. «Am Wochenende wurden bereits etwa die Hälfte der Beutel verteilt und die Kinder begannen mit dem Legen des Mandalas», sagt Jana Richter vom Marketing der Bergbahnen Sörenberg.

Die geschützten Moorlandschaften ob Sörenberg bergen viele Geheimnisse. An den interaktiven Erlebnisstationen lernt man spielerisch die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt mit ihren verblüffenden Überlebensstrategien kennen. Der dort vorkommende Sonnentau beispielsweise ist eine fleischfressende Pflanze und ernährt sich von Insekten. Prominente Moorbewohner wie der Grasfrosch, die Hochmosaikjungfer (eine Libellenart), Auerhahn, Luchs oder Wolf erzählen an «Moortelefonen» ihre ganz persönliche Geschichte. Bei diesen Telefonen muss durch Kurbeln selbst Strom erzeugt werden.

Die reine Laufzeit des Rundwegs beträgt zirka 1½ Stunden. Wer an den Stationen verweilt, kann aber locker einen halben Tag dort verbringen und dabei einiges lernen. An der Talstation ist dazu ein «Moorflüsterpass» für zwei Franken erhältlich.

Mehr auf www.mooraculum.ch

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